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150 neue Parkplätze: Der Parkplatz am ICE-Bahnhof wird erweitert

Die Zeit des Park-Chaos’ soll bald vorbei sein: Der Stadtrat hat beschlossen, dass der Pendlerparkplatz am ICE-Bahnhof bis Herbst vergrößert werden soll – um rund 150 Stellplätze – auf 1100 Plätze.
Kreuz und quer stehen die Autos auf dem Pendlerparkplatz am ICE-Bahnhof. Das soll sich ändern: Bis zum Herbst soll der Platz um 150 Stellplätze erweitert werden. Foto: Bohnhorst-Vollmer Anken Kreuz und quer stehen die Autos auf dem Pendlerparkplatz am ICE-Bahnhof. Das soll sich ändern: Bis zum Herbst soll der Platz um 150 Stellplätze erweitert werden.
Montabaur. 

„Wenn alles nach Plan läuft, könnten die neuen Stellplätze bereits im September oder Oktober zur Verfügung stehen“, erklärte Thomas Marx. Er ist bei der Verbandsgemeindeverwaltung für das Projekt Pendlerparkplatz zuständig. Um rund 150 Stellplätze soll der Parkplatz erweitert werden, das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, jetzt muss der Stadtrat nur noch für eine Ausbauvariante entscheiden.

Wo die Fläche für 150 Autos herkommt, ist auch schon klar: Die Stadt Montabaur verfügt über ein knapp 4000 Quadratmeter großes Areal am westlichen Ende des bestehenden Parkplatzes (Richtung Eschelbach). Dort sollen nun rund 150 zusätzliche Stellplätze geschaffen werden, sodass der Parkplatz dann insgesamt knapp 1100 Stellplätze haben wird. Es gibt bereits eine Vorplanung aus dem Jahr 2014, aus der hervorgeht, dass diese städtische Fläche einfach an den jetzigen Parkplatz angeschlossen und in kurzer Zeit ausgebaut werden kann. Vor diesem Hintergrund wurde nun dasselbe Planungsbüro beauftragt, die Planungen zu konkretisieren und dabei drei verschiedene Ausbauvarianten zu berücksichtigen: Splittoberfläche mit und ohne Untergrundverbesserung sowie kombinierte Pflaster-Asphalt-Bauweise; die Kosten für diese Variante werden auf rund 300 000 Euro netto geschätzt.

Pflaster-Asphalt

Obwohl der Fachausschuss des Stadtrats erst nach Vorlage der konkreten Planung und Kostenübersicht endgültig entscheiden wird, welche Variante realisiert wird, gab es im Stadtrat schon viele Stimmen, die sich für die hochwertige Ausbaustufe Pflaster-Asphalt aussprachen. Nur so könne eine einheitliche Qualität und geordnetes Parken auf dem gesamten Parkplatz erreicht werden. Nach der Detailplanung und nach dem Beschluss des Fachausschusses (voraussichtlich Mitte März) könnte umgehend mit der Auftragsvergabe und anschließend mit dem Bau begonnen werden.

In der Vorbereitung der Parkplatzerweiterung hatte die Verwaltung auch geprüft, ob, wie und wo ein Parkhaus auf dem Parkplatz gebaut werden könnte. Dieser Ansatz wurde aber zunächst zurückgestellt, denn wenn alle Vorgaben berücksichtigt werden, bleibt nur ein kleines Areal übrig, auf dem ein Parkhaus entstehen könnte: Schließlich müssen unter anderem Mindestabstände zur Autobahn und zu Strom-Fernleitungen eingehalten werden. Außerdem wird ein Parkhaus teuer: Laut Schätzung würde ein neues Parkhaus mit 400 bis 450 Stellplätzen rund vier Millionen Euro netto kosten. Unter dem Strich würden durch den Bau eines Parkhauses aber nur 300 bis 350 neue Stellplätze entstehen, weil der Bauplatz des Parkhauses rund 100 Stellplätze einnehmen würde. „Diese Überlegungen können wir später weiter verfolgen, wenn wir in ein paar Jahren feststellen, dass trotz der jetzt geplanten Erweiterung und der kommenden Bewirtschaftung des Parkplatzes immer noch nicht genügend Stellplätze vorhanden sind“, begründete Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland die Entscheidung. Außerdem habe der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz signalisiert, dass der Mitfahrer-Parkplatz in Heiligenroth bald erweitert werde, und das werde die Situation auf dem ICE-Parkplatz entschärfen. Darüber hinaus soll im ICE-Park zwischen den Bürogebäuden noch ein weiteres Parkhaus für die Mitarbeiter der umliegenden Firmen errichtet werden, was ebenfalls zu einer Entspannung der Parkplatzsituation führe.

Bahn-Pendler und Gelegenheitsbahnfahrer, Pendler in Pkw-Fahrgemeinschaften, Mitarbeiter und Kunden des FOCs, Mitarbeiter in den anliegenden Gebäuden – wer nutzt eigentlich den Parkplatz? Im Dezember hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, das herauszufinden und zu fragen, ob die Nutzer den Platz auch im Falle einer Bewirtschaftung weiter nutzen wollen: Im Frühjahr sollen die Parkplatznutzer befragt werden – vermutlich mit einer Kombination aus freiwilliger Online-Meldung, Befragung der Parkplatznutzer und klassischer Verkehrszählung. Für die Befragung hat der Stadtrat vorsorglich 10 000 Euro bereitgestellt. Parallel dazu arbeitet die Verwaltung in Zusammenarbeit mit einem Verkehrsplanungsbüro an einem Konzept, wie der Parkplatz mit dem Verfahren der Kennzeichenerfassung bewirtschaftet werden kann. Erst einmal sind dafür aber zahlreiche technische, bauliche, tarifliche, organisatorische und steuerliche Detailfragen zu klären.

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