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Eröffnung des Limburger Lesedoms: Der „Bananenöffner“

Von Rund 120 Schüler kamen zur ersten Lesung des Limburger Lesedoms in die WERKStadt – und erlebten eine Überraschung.
Martin Ebbertz fesselte die Schüler mit seiner Lesung in der WERKStadt-Lounge. Martin Ebbertz fesselte die Schüler mit seiner Lesung in der WERKStadt-Lounge.
Limburg. 

Alles anders als geplant: Kommissar Kwiatkowski, jener kaugummikauende, kriminalistische Kombinationskünstler, konnte bei der Eröffnung des diesjährigen Lesedoms nicht ermitteln. Sein aktueller Fall, „Donner, Blitz und schräge Vögel“ blieb daher ebenso ungeklärt wie das Geheimnis um „Katana – Der Junge aus Nirgendwo“.

Der Autor Jürgen Banscherus sei kurzfristig erkrankt, teilte Moderatorin Nicole Frenken den Schülern gestern bei der Auftaktveranstaltung des Bücher-Marathons mit. Lesefutter gab es für die Kinder der Erlenbachschule (Elz) sowie der Goethe- und der Marienschule (Limburg) dennoch reichlich. Neben Jugendbuchautor Andreas Schlüter war auch Schriftsteller Martin Ebbertz kurzfristig eingesprungen und hatte wundervolle Geschichten dabei.

Zum Beispiel die Anekdoten von Onkel Theo, dessen Erklärungen über die Welt in Ebbertz’ Kinderbuch „Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen“ zusammengefasst sind. Dabei geht es allerdings nicht nur um Tiergeschichten, sondern auch um die fantasievolle Bedeutung beispielsweise von Bleistiften, Spaghetti oder Pferden – oder um die Banane. Dieses Obst habe bis zur Entdeckung des „Bananenöffners“ mit Hammer und Nagel und mit viel Fingerspitzengefühl geöffnet werden müssen, las Martin Ebbertz vor. Und mittlerweile sei die Wissenschaft sogar so weit gediehen, dass man in die Schale gelb gefärbtes Bananenmus pressen könne. Nur die Krümmung herzustellen, bereite bisweilen noch Schwierigkeiten, erzählte er, und erntete viel Beifall für diese Version.

Regeln notwendig

Ebenso spannende Erkenntnisse präsentierte der Autor in seinem Buch „Wie die Affen den Fußball erfanden“. Auch hier sind die Geschichten so einfühlsam ausgedacht und geschrieben, dass ein mahnender Zeigefinger nicht nötig ist. Die Botschaft ist klar: Im Zusammenleben braucht man Regeln – auch beim Sport, bei dem es vielleicht „Die grandiose Mukki-Pille“ gibt. Aber die bringe letztlich nichts, stellt der Erzähler in seinem Buch fest, weil mit ihr schließlich alle schneller laufen, höher springen und weiter werfen könnten. Zudem mache diese grandiose Pille hässlich und verursache grüne Pickel, las Martin Ebbertz weiter. Und dass ihre Einnahme außerdem Betrug ist, wie die Sportler im Buch einräumen müssen, steht auch fest.

Ein besonderes Hörvergnügen bereitete der Autor den jungen Gästen mit seiner Geschichte „Zwischenfall beim Ringkampf Luckenwalde gegen Tennenbronn“. Aus den anfänglichen Annäherungsversuchen der Gegner wird ein derart intensiver und inniger Kampf, dass die Gliedmaßen ineinander verschränkt, verwoben und jedenfalls so verhakt sind, dass nur ein eiskalter Wasserstrahl die Sportler trennen kann. Unentschieden, lautet der Schiedsrichterspruch.

Für die Eröffnungslesung von Schriftsteller Martin Ebbertz galt das nicht. Er wurde mit großer Begeisterung im Lesedom gefeiert, ehe er den Ring freimachte für Andreas Schlüter und für die Abendlesung mit Bastian Bielendorfer (Bericht folgt).

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