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Der erste Preisträger

Von Erstmals hat die Stadt Weilburg den „Josef-Müller-Pauly-Gedächtnispreis“ vergeben. Preisträger ist der in Schwerin geborene und in Berlin lebende Künstler Andreas Mattern. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Das Preisgeld stammt von der Josef Müller-Pauly-Stiftung der Stadt Weilburg.
Andreas Mattern (Mitte) freute sich über den Josef Müller-Pauly-Gedächtnispreis, den er aus den Händen von Dieter Boger (links) und Holger Redling verliehen bekam. Bilder > Andreas Mattern (Mitte) freute sich über den Josef Müller-Pauly-Gedächtnispreis, den er aus den Händen von Dieter Boger (links) und Holger Redling verliehen bekam.
Weilburg. 

Die Preisverleihung fand im Bergbau- und Heimatmuseum Weilburg im Rahmen einer Vernissage von Aquarellen durch Dieter Boger, eines der vier Jurymitglieder, sowie durch Holger Redling, dem Museumsleiter, statt. Ziel des Gedächtnispreises ist es, das Werk von Josef Müller-Pauly, der zuletzt in Niedertiefenbach gelebt hatte, lebendig zu halten. Die Witwe des Künstlers hatte über 800 Werke ihres Mannes der Stadt Weilburg vermacht.

„Die Jury hat es sich bei der Zusammenstellung der Ausstellung und bei der Preisfindung nicht leicht gemacht, und sie macht es auch dem Betrachter nicht leicht“, so der Weilburger Künstler Dieter Boger, der in seiner Ansprache das Werk Müller-Paulys und den Preisträger Andreas Mattern würdigte. Müller-Pauly habe „keine Problemmalerei betrieben, sein Thema war die Landschaft, nicht die Gesellschaft“. Der Künstler, so Boger, sei ein „Aquarellist reinsten Wassers“ gewesen. Über 100 Künstler aus ganz Deutschland und dem Ausland hatten Werke eingereicht. Das Gewinnerbild „Darss“ (Prerow, hinter dem Darss-Museum) von Andreas Mattern fand bei den zahlreich erschienen Besuchern, darunter auch Künstler, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten, große Aufmerksamkeit. Mattern ist bekannt durch viele nationale und internationale Ausstellungen. Die Qualität seiner Arbeiten, so Boger, habe Mattern inzwischen zu einem anerkannten Aquarellisten und zu einem gefragten Dozenten gemacht. Matterns Anliegen sei es, der Aquarellmalerei wieder zu mehr Ansehen zu verhelfen, und „genau da schließt sich der Bogen zu Josef Müller-Pauly“. Die Ausstellung der von der Jury ausgewählten Werke zeigt einen Querschnitt, in dem das ganze Spektrum der kreativen Möglichkeiten des Mediums „Aquarell“ dargeboten wird. Neben klassischen Arbeiten, die laut Boger „wie mit leichter Hand hingeschrieben wurden“, gibt es viele verschiedene Impressionen bis hin zu fast fotorealistisch anmutenden Arbeiten.

Aquarelle zu schaffen bereite ihm viel Freude, so Mattern in seinen Dankesworten. Er sei ständig am Experimentieren. Obwohl der Landschaftsmalerei nicht sein Hauptaugenmerk gelte, freue er sich gerade deshalb, als Preisträger erkoren worden zu sein. Zu allem, was man tue, gehöre eine Haltung, wenn man etwas aussagen wolle, so der Künstler. Er schlendert überwiegend durch Städte, um sich Motive für seine Aquarelle zu suchen. Kunst diene auch dazu, wie bei der Vernissage, dass Menschen zusammenkämen und kommunizierten. Mattern meinte, er werde die Gelegenheit des Aufenthaltes in Weilburg nutzen, um sich zu weiteren Werken inspirieren zu lassen. Mattern bedankte sich auch bei seiner Frau Martina, „die mir viel Alltagsarbeit abnimmt“, und bei seinem sechsjährigen Sohn Melvin, der ihn immer mal entbehren müsse.

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