Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Limburg an der Lahn 20°C

Kloster-Galerie Gnadenthal: Deshalb ist Musik so lebendig

Zehn Schüler der Kreismusikschule Limburg zeigten in der Kloster-Galerie Gnadenthal eindrucksvoll, was motivierte, junge Menschen leisten können. Brillantes Bach-Präludium, gefühlvolle Balladen, temperamentvolle Prokofiev-Interpretation – Gründe genug für das Publikum, kräftig zu applaudieren.
Dass der Klavierhocker etwas zu hoch und die Pedale etwas schwer zu erreichen waren, beeindruckt Simon Niegemann in keiner Weise. Seine Finger wirbeln über die Klaviatur und verleihen Prokofievs „Mercutio“ genau das Temperament, das man erwartet. Dass der Klavierhocker etwas zu hoch und die Pedale etwas schwer zu erreichen waren, beeindruckt Simon Niegemann in keiner Weise. Seine Finger wirbeln über die Klaviatur und verleihen Prokofievs „Mercutio“ genau das Temperament, das man erwartet.
Hünfelden-Gnadenthal. 

„Dies ist nicht nur ein Vorspiel für Eltern und Freunde und nicht nur Vorbereitung auf den Wettbewerb Jugend musiziert, sondern auch ein Dank an alle Klavierlehrer der Welt, die immer wieder ihre Schüler aufs Neue ermutigen“, sagt Jutta Ebersberg, Vorstandsvorsitzende der Jesus-Bruderschaft. Beste Vorbereitung, Virtuosität und ein guter Klavierlehrer sind auf jeden Fall Garanten für ein gutes Vorspiel – wenn dazu noch die Gabe kommt, gedruckte Klaviernoten in zauberhafte Musik verwandeln zu können, ist der Hörgenuss perfekt. Wie eben bei diesem Konzert in Gnadenthal.

Viele der Schüler hatten in den Weihnachtsferien an einem Klavierworkshop der renommierten Frankfurter Klavierprofessorin Irina Edelstein teilgenommen, um an den Stücken noch einmal gründlich zu arbeiten. Einige von ihnen werden auch eine Woche nach dem Konzert am Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Gießen oder Montabaur teilnehmen.

Mit einem brillant gespielten Präludium in h-Moll von Bach eröffnete Benedikt Fröhlich das anspruchsvolle Programm. Wunderbar gefühlvoll erklang danach die Ballade von Burgmüller, vorgetragen von Johanna Altstetter. Wahre Trommelwirbel – von verspielt bis temperamentvoll – entlockte die Marta Drwenski dem Flügel mit dem „Trommler“ von S. Gubaidulina. Jonathan Schellenberger faszinierte durch seine Präzision bei der Sonate f-Moll von Beethoven. Mit ganz viel Ausdruck präsentierte Nils Weier das Rondo-Capriccioso von Mendelssohn. Vanessa Müller gefiel mit dem einzigen Liedbeitrag des Konzerts, begleitet von Isabell Jäger sang sie „I don’t know how to love him“ aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“.

Einer der jüngsten Akteure war Simon Niegemann. Dass der Klavierhocker etwas zu hoch und die Pedale etwas schwer zu erreichen waren, beeindruckte ihn in keiner Weise. Seine Finger wirbelten über die Klaviatur und verliehen Prokofievs „Mercutio“ genau das Temperament, das man von ihm erwartete. Auch Dominik Seip interpretierte ein Stück von S. Prokofiev: die „Teuflische Einflüsterung“ war alles andere als „flüsterleise“, aber auf jeden Fall „teuflisch“ gut. Mit Schumanns „Novelette fis-Moll“ und dem perfekten Vortrag von Josephine Schmirl endete das Konzert.

Mit dem langanhaltenden Applaus verflog dann die Anspannung, die doch auch ein wenig spürbar war. Erleichterung und die Freude darüber, dass alles bestens geklappt hatte, war jetzt bei Schülern und Lehrern vorherrschend. Und das nach einem Programm, dessen Niveau teilweise durchaus Hochschulqualität hatte, bestätigte Klavierlehrerin Irina Martin auf Nachfragen.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse