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Waldpflegeaktion in Dornburg: Deshalb müssen zwischen Wilsenroth und Berzhahn die Bäume fallen

Von Die Landstraße zwischen Wilsenroth und Berzhahn ist seit Montag voll gesperrt. Riesige Spezialfahrzeuge sind dort im Wald eine Woche lang im Einsatz. Sie fällen überhängende Bäume direkt am Straßenrand und einzelne Buchen dahinter. Warum?
Um die Baumstümpfe zu beseitigen, ist noch Handarbeit gefragt. Foto: Klaus-Dieter Häring Um die Baumstümpfe zu beseitigen, ist noch Handarbeit gefragt.
Dornburg-Wilsenroth.  Wer in dieser Woche die Landesstraße 3278 zwischen Wilsenroth und Berzhahn nutzen möchte, der wird am Ortsausgang von Wilsenroth am Weiterfahren gehindert. Bis kommenden Samstag ist die Straße in beide Richtungen komplett gesperrt. Denn die Spezialgeräte, die dort im Einsatz sind, sind so groß, dass sie die gesamte Breite der schmalen Landesstraße in Anspruch nehmen. Die Behörden Hessen Forst, Hessen Mobil und die Gemeinde Dornburg sind dort im Einsatz bei der umfangreichsten Baumfällaktion, die es auf dem Gebiet der Gemeinde je gegeben hat.
Ein Spezialgerät erledigt alle Aufgaben: Es sägt den Stamm dicht über dem Boden ab, trägt ihn weg und legt ihn auf einem Nachbargrundstück ab. Bild-Zoom Foto: Klaus-Dieter Häring
Ein Spezialgerät erledigt alle Aufgaben: Es sägt den Stamm dicht über dem Boden ab, trägt ihn weg und legt ihn auf einem Nachbargrundstück ab.

Gefahren beseitigen

„Wir wollen Gefahrenquellen beseitigen und gleichzeitig die Sicht verbessern“, erklärt Gemeindeförster Peter Schönke, der sich mit Gernot Fink, dem Leiter der Straßenmeisterei Brechen-Weilburg, ein Bild von den Arbeiten in dem Waldstück machte.

Hessen Mobil und die Gemeinde Dornburg arbeiten Hand in Hand, denn: Die Baumreihe direkt am Rand der Landesstraße fällt in die Zuständigkeit der Landesbehörde. Der Wald dahinter, unterhalb vom Sportplatz, gehört zur Gemeinde. „Einige der Bäume in der ersten Reihe drohen abzukippen und stellen daher eine Gefahrenquelle dar“, erklärte Gernot Fink am ersten Tag der Fällarbeiten. Diese Bäume stehen direkt auf der Kante zur Fahrbahn und hängen zum Teil über die Straße.

Auch einige Bäume in den hinteren Reihen tragen eine orangefarbene Markierung. Auch diese Bäume, die zum Gemeindewald gehören, werden mit Spezialmaschinen der Firma Henkes aus Niedererbach gefällt – das „Lichtraumprofil freischneiden“, heißt das in der Verwaltungssprache. Denn nicht alle diese Bäume sind in ihrer Standfestigkeit gefährdet. Aber sie stehen so dicht, dass sie die Sicht der Autofahrer behindern könnten. „Wir wollen die Sichtverhältnisse dort verbessern“, sagte Gemeindeförster Schönke. Zwei Reihen Buchen werden im Zuge der aktuellen Arbeiten gefällt. Sind die Bäume beseitigt, wird die freie Fläche gemulcht.

Die Maschine braucht Platz. Deshalb ist die Landesstraße während der Arbeiten komplett gesperrt. Bild-Zoom Foto: Klaus-Dieter Häring
Die Maschine braucht Platz. Deshalb ist die Landesstraße während der Arbeiten komplett gesperrt.

Die Maßnahme ist nach Meinung der beiden Verantwortlichen aber auch noch aus einem anderen Grund akut. Denn die Fachleute haben bei routinemäßigen Kontrollen festgestellt, dass einzelne der bis zu 70 Jahre alten Buchen krank sind und im feuchten Untergrund umzustürzen drohten. „Da waren wir am Ende für die Zusammenarbeit dankbar“, sagt Schönke. Denn es ergebe keinen Sinn und sei sehr teuer, einzelne Bäume aus dem Wald zu entfernen.

Schwere Maschine

Die schwere Spezialmaschine erledigt alle Arbeiten: Sie erfasst den Stamm, sägt ihn kurz über dem Boden ab und transportiert ihn senkrecht zum Ablageplatz. Dort wird jeder Stamm in fünf Meter lange Stücke geschnitten und bis zum Abtransport auf einem Nachbargrundstück gelagert. „Die Besitzer haben das Grundstück dafür freundlicherweise zur Verfügung hestellt“, sagt Schönke.

Die Kronen der gefällten Bäume landen ebenfalls auf einem Haufen. Sie werden später zu Hackschnitzeln verarbeitet. Das wird Ende der Woche ein weiteres Spezialgerät im Wald übernehmen. Die Stämme selbst werden an Industrie- und Brennholzkunden verkauft. Für die Möbelindustrie sei ihre Qualität nicht gut genug, sagte der Gemeindeförster. „Die Stämme haben durch ihr Alter nur einen geringen Durchmesser.“ Das Winterwetter hat laut Fink übrigens keinen Einfluss auf den Fortgang der Arbeiten. „Wir gehen davon aus, dass wir den Termin einhalten“, sagt Fink.

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