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Deutschkurse für Flüchtlinge

Über 2000 Euro aus der Aktion „Lebendiger Adventskalender“ spendete die Dietkircher Pfarrgemeinde der Caritas Limburg. Mit dem Geld soll Sprachunterricht für Flüchtlinge finanziert werden.
Caritas-Geschäftsführer Michael Mager und Migrationsberater Sebastian Schneider erhielten vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Markus Wirth sowie Pfarrer Friedhelm Meudt (von links) den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 2161,24 Euro. 	Foto: Koenig Caritas-Geschäftsführer Michael Mager und Migrationsberater Sebastian Schneider erhielten vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Markus Wirth sowie Pfarrer Friedhelm Meudt (von links) den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 2161,24 Euro. Foto: Koenig
Limburg-Dietkirchen. 

„Flüchtlinge haben Schlimmes erlebt, kommen nach Deutschland und wissen nicht, was sie erwartet“, sagte der Limburger Caritas Geschäftsführer, Dr. Michael Mager. Um ihnen zu helfen, in der neuen ungewohnten Umgebung auch schnell Fuß zu fassen, biete die Caritas Sprachkurse an. Ein Engagement, dass der Dietkircher Pfarrgemeinderat nun mit einer Spende in Höhe von 2161 Euro unterstützt.

Das Geld stammt aus dem „Lebendigen Adventskalender“, den Dietkircher Bürger schon seit 2001 jedes Jahr auf die Beine stellen. Von dem Erlös profitiert haben unter anderem bereits die Krebsnothilfe Dehrn, das Walter-Adloch-Haus sowie die Kinderkrebsstation Peiper in Gießen. Dieses Jahr ist nun die Flüchtlingshilfe der Caritas an der Reihe. Genauer gesagt, der von ihr organisierte Sprachunterricht für Flüchtlinge. Den symbolischen Spendenscheck überreichte am Fuße der Lubentius-Kirche der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Markus Wirth zusammen mit Pfarrer Meudt.

Die Spende sei eine sehr gute Idee, lobte Michael Mager die Aktion. Denn erfahrungsgemäß sei die Zeit bis zur Anerkennung des Asylantrags die „schlimmste Phase“. Nach der Anerkennung griffen verschiedene Förderprogramme und die Bürokratie würde ihren Lauf nehmen. Davor jedoch, gebe es kaum etwas. Etwa 1000 Asylbewerber seien im vergangenen Jahr in den Landkreis gekommen, für dieses Jahr werde sogar eine Verdoppelung der Zahlen erwartet, umriss der Geschäftsführer der Caritas den Bedarf.

Früher fanden einschlägige Sprachkurse in der Volkshochschule (VHS) statt. Finanziert wurden sie zu jeweils einem Drittel von der Caritas, dem Landkreis und der VHS selbst, ergänzte Caritas-Migrationsberater Sebastian Schneider. Das gehe nun aber aufgrund der großen Flüchtlingszahlen nicht mehr. Stattdessen setzte die Caritas auf ergänzende Sprachförderung durch Honorarkräfte, welche das ehrenamtliche Angebot vor Ort ergänzen. Denn in vielen Gemeinden bieten bereits engagierte Bürger den dort untergebrachten Menschen eine Einführung in die Alltagssprache an. So dass sie zum Beispiel beim Einkauf in der Bäckerei zurechtkämen.

(koe)
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