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Deutschland bestes Country-Duo

Mit dem deutschen Song „Alles easy“ und der englischen Ballade „True Loving hearts“ holten sich Vater und Tochter Matena in Siegen den Sieg.
Der 33. Deutsche Rock- und Pop-Preis in der Kategorie „Country“ ging an Annemarie und Michael Matena aus Langendernbach. Der 33. Deutsche Rock- und Pop-Preis in der Kategorie „Country“ ging an Annemarie und Michael Matena aus Langendernbach.
Dornburg-Langendernbach. 

„And the winner is … – „Voices of Sunrise“! Unter dem Jubel der vielen mitgereisten Fans und der über 1000 Besucher in der Siegerlandhalle ging der 33. Deutsche Rock- und Pop-Preis in der Kategorie „Country“ an Annemarie und Michael Matena mit einer sechsköpfigen Band.

Aus über 1000 Bewerbungen hatte die Jury für diesen Abend 75 Einzelinterpreten und Gruppen für das Finale ausgewählt. Darunter auch das Langendernbacher Duo „Voices of Sunrise“, das sich für diesen Auftritt mit sechs Musikstudenten der Musikakademie Gießen zusammentat, um nicht Halbplayback singen zu müssen. Am Ende sprang der Titel als „Beste Country Band 2015“ heraus. Dazu wurde die Band noch mit dem 2. Preis in der Nebenkategorie „Bester Country Song 2015“ ausgezeichnet.

Seit 2014 singen Vater und Tochter als Duo zusammen. Im gleichen Jahr entstand auch die Idee, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, was aber auf Grund der kurzen Zeit des Zusammensingens auf 2015 verschoben wurde. Genügend Zeit also um auch neue Lieder einzustudieren. Das nötige Zusammenspiel holten sich die beiden bei Auftritten in Deutschland, Dänemark und Luxemburg. Danach wurde die Idee zur Teilnahme am ältesten Deutschen Musikpreis in die Tat umgesetzt. Da Annemarie Matena im Moment als geprüfte Musikerin und Gesangspädagogin an der Gießener Musikschule eingeschrieben ist, holte sie sechs junge Musiker der RPJam ins Boot. Zahlreiche Proben in Gießen folgten mit solch einem Erfolg, dass an eine Fortsetzung des Bandprojektes für das nächste Jahr gedacht wird und dies ausgebaut werden soll.

Für Siegen stand dann am vergangenen Wochenende der Auftritt beim 33. Deutschen Rock- und Pop Preis in der Kategorie Country an. Zur Mittagszeit wurde angereist, die Instrumente bei der Jury abgegeben und sich mental auf den Auftritt vorbereitet, da keine Gelegenheit zu einer Probe bestand. „Das soll auch Unglück bringen“, fügte Annemarie Matena mit einem Schmunzeln an. Dann wurde der Wettbewerb in der Siegerlandhalle gestartet und die Teilnehmer der acht Kategorien aufgerufen.

Fünf Minuten Zeit

Gegen 20 Uhr war das Team von „Voices of Sunrise“ dran. Nur fünf Minuten wurden jedem Auftritt zugestanden. „Da heißt es einstöpseln, spielen, ausstöpseln.“ Da blieb für das Team keine Zeit nervös zu werden oder Lampenfieber aufzubauen. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Auftritt alleine 3:40 Minuten dauert, wird klar, unter welchem Zeitdruck das Team auf der Bühne stand. Doch es sollte am Ende klappen. „Wir hatten nur zwei Möglichkeiten“, erzählt Michael Matena. „Man muss hochkonzentriert arbeiten aber auch mit Unwägbarkeiten rechnen, um vor der neunköpfigen Jury zu bestehen.“ Für die Jury kam es beim Auftritt unter anderem auf Interpretation, Musikalität, Text und Beherrschung der Instrumente an. Nach dem „Ausstöpseln“ hieß es noch bis kurz vor Mitternacht auf das Ergebnis zu warten. Umso größer war die Freude über den Sieg in der Kategorie „Country“. Und auch über den zweiten Platz in der Nebenkategorie „Bester Country-Song 2015“, hinter Christiane Mai aus München, freuten sich Annemarie und Michael Matena wie auch die Bandmitglieder Daniel Schenker (Schlagzeug), Nico Klein (Kontrabass), Timo Rühlemann (E-Gitarre), Fabian Hörl (Akustik-Gitarre), Josef Großmann (Piano) und Background-Sängerin Elvira Ewerl riesig.

Weitere Auftritte bei deutschen und europäischen Countryfestivals sind in Planung. Zudem ist für 2016 ein eigenes Album von „Voices of Sunrise“ geplant. Ideen dafür liegen schon in der „Schublade“.

Musikalisch wollen sich Annemarie und Michael allerdings nicht in die traditionelle Countryschublade stecken lassen. Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop, Schlager und verschiedenen Einflüssen der Countrymusik. Die neuen eigenen Lieder werden zum größten Teil in deutscher Sprache geschrieben. Beide schreiben aber auch gerne Texte in Englisch. Bei ihrem Erfolg in Siegen gingen sie ebenfalls mit einer deutschen und englischen Eigenkomposition an den Start.

Sie fühlen sich damit in ihrer Arbeit bestätigt. Das erfolgreiche Duo startet erwartungsvoll und gespannt in das kommende Jahr.

(kdh)
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