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Notunterkunft: Die Kaserne füllt sich: Schon 746 Flüchtlinge in Diez

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die in der Notunterkunft in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Diez untergebracht werden, steigt weiter: Wie Landrat Frank Puchtler mitteilt, sind am vergangenen Samstag weitere 49 Flüchtlinge in Diez angekommen. Damit hat sich die Belegung der Notunterkunft auf 746 Flüchtlinge erhöht.
Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die in der Notunterkunft in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Diez untergebracht werden, steigt weiter. (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die in der Notunterkunft in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Diez untergebracht werden, steigt weiter. (Symbolbild)
Diez. 

Bereits am Donnerstag war, so Landrat Puchtler weiter, die Zahl der Flüchtlinge durch die Ankunft von etwa 40 weiteren Flüchtlingen und Asylbegehrenden auf knapp 700 angestiegen. Insgesamt sollen nach derzeitigem Planungsstand rund 800 bis 850 Menschen in der Notunterkunft Platz finden. Bereits in der vergangenen Woche waren auch zwei sehr freudige Ereignisse in der Kaserne zu verzeichnen: Zwei Kinder von Flüchtlingseltern sind zur Welt gekommen – natürlich nicht in der Kaserne selbst, sondern im Limburger Krankenhaus.

Spendenkonto

Landrat Frank Puchtler weist, aufgrund vieler entsprechender Anfragen, erneut darauf hin, dass die evangelische Regionalverwaltung ein Spendenkonto für die Flüchtlinge eingerichtet hat. Wer also eine Geldspende für die Flüchtlinge und Asylsuchenden geben will, kann dies beim Spendenkonto evangelische Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald, Nassauische Sparkasse Nassau, IBAN DE 5851 0500 1505 6300 6722, tun. Dabei sollte der genaue Verwendungszweck angegeben werden, beispielsweise „Flüchtlinge/AfA“.

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Wie berichtet, war es seitens des Landes Rheinland-Pfalz geplant, gegen Ende des Jahres eine eigenständige „Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende“ (AfA) in der freiwerdenden Freiherr-vom-Stein-Kaserne einzurichten. Durch den großen Zustrom von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Deutschland sah sich das Land Rheinland-Pfalz gezwungen, in der Diezer Kaserne kurzfristig eine Notunterkunft der bestehenden Aufnahmeeinrichtungen (Trier, Ingelheim) einzurichten. Schon wenige Tage nach der Ankündigung hatte das Deutsche Rote Kreuz, das die Diezer Notunterkunft im Auftrag des Landes betreibt, gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen einen Teil der Kaserne so weit hergerichtet, dass bereits am zweiten Septemberwochenende insgesamt 429 Flüchtlinge einziehen konnten. Bis zum vergangenen Wochenende war die Zahl der Bewohner auf rund 650 gestiegen.

Parallel zum Betrieb der Notunterkunft läuft in der Diezer Kaserne aber mit Hochdruck die Einrichtung einer eigenständigen Aufnahmeeinrichtung weiter. Diese soll zu Jahresbeginn an den Start gehen. Die AfA wird vom Land betrieben, aber auch das Bundesamt für Migration (BAMF) und die Kreisverwaltung (Gesundheitsamt, Ausländerbehörde) werden mit eigenen Dienststellen vor Ort sein. Der Integrationsbeauftragte der Kreisverwaltung, Jürgen Pirrong, hat bereits ein Büro in der Kaserne bezogen. Landrat Frank Puchtler zeigte sich zuversichtlich, dass auch die Vertragsverhandlungen mit dem Land über den Betrieb der Aufnahmeeinrichtung in Kürze zu einem guten Abschluss kommen werden.

(nnp)
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