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Die Wirtschaft wählt

Gewählt werden muss erst noch, aber einige Themen für das künftige Parlament der Wirtschaft stehen schon fest: Fachkräftemangel, Schulstandorte, Umgehungsstraßen oder auch der Limburger ICE-Bahnhof. 71 Bewerber gibt es für die 30 Mandate in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer.
IHK-Präsident Ulrich Heep wirbt für die Wahl zur Vollversammlung.	Foto: Laubach IHK-Präsident Ulrich Heep wirbt für die Wahl zur Vollversammlung. Foto: Laubach
Limburg-Weilburg. 

12 600 Unternehmen gehören zur Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg. Sie alle sind stimmberechtigt, wenn es darum geht, ihre Interessensvertretung zu wählen. Gewählt wird per Brief in der Zeit vom 22. Januar bis 18. Februar. Am 1. März wird das Ergebnis bekannt gegeben und am 1. April ist die konstituierende Sitzung der neuen Vollversammlung, die dann auch ein neues Präsidium und neuen Präsidenten zu wählen hat und auch über die Besetzung der einzelnen Ausschüsse befindet.

„Wir hoffen natürlich auf eine hohe Wahlbeteiligung“, sagt IHK-Präsident Ulrich Heep. Je höher die Wahlbeteiligung, desto größer die Legitimation der künftigen Vollversammlung, als Parlament der heimischen Wirtschaft aufzutreten. Es gilt eine Wahlbeteiligung von knapp über zwölf Prozent zu übertreffen. So viele oder so wenige nahmen an der Wahl im Jahr 2009 teil.

Die Voraussetzungen für eine höhere Wahlbeteiligung sind gar nicht schlecht, denn mit 71 Kandidaten stehen so viele Bewerber wie noch nie zur Verfügung. Sie bewerben sich um die 30 Sitze in der Vollversammlung. Aufgeteilt sind die Bewerber in acht verschiedene Wahlgruppen, die für unterschiedliche Sparten stehen. Die Wahlgruppe Industrie ist die größte und stellt in der Vollversammlung neun Vertreter. Der Einzelhandel stellt fünf, der Großhandel drei Vertreter, Handelsvertreter und Makler gehören als Wahlgruppe mit zwei Vertretern der Vollversammlung an, Verkehrsgewerbe, Hotel- und Gaststättenverband sowie Kredit- und Versicherungsgewerbe mit je einem Vertreter. Zweitgrößte Gruppe mit acht Vertretern ist der Bereich „Sonstige Dienstleistungen“.

 

Alle haben eine Stimme

 

Die Vollversammlung ist das höchste Gremium der IHK Limburg und wird als „Parlament der regionalen Wirtschaft“ für fünf Jahre gewählt. Die ehrenamtlich wirkenden Unternehmerinnen und Unternehmer vertreten das Gesamtinteresse aller gewerblichen Unternehmen des IHK-Bezirks Limburg gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Dazu ermitteln sie die verschiedenen Einzelinteressen der Branchen und Unternehmen und wägen sie mit Blick auf das Gemeinwohl ab.

Jedes Unternehmen, egal ob mit einem oder 500 Beschäftigten, hat eine Stimme. „Das gefällt nicht allen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Norbert Oestreicher. Aber es sichere der Vollversammlung ein breites Meinungsspektrum, in dem nicht der Große den Kleinen dominiere.

An Aufgaben, die die Vollversammlung in den kommenden fünf Jahren zu erledigen hat, wird es nach Einschätzung des Präsidenten keinen Mangel geben: Der Fachkräftemangel wird ein Thema sein und wie ihm begegnet werden kann. In diesem Zusammenhang gehe es auch um die Sicherung der Schulstandorte Limburg und Weilburg, vor allem mit Blick auf die beruflichen Schulen. Die für verschiedene Kommunen geforderten Umgehungsstraßen werden ebenso auf die Tagesordnung kommen wie eine Verbesserung am ICE-Bahnhof in Limburg.

Das Thema Umgehung hat auch die Vollversammlung beschäftigt, deren Amtszeit nun abläuft. Zur Ortsumgehung Elz hat sich die Versammlung geäußert, außerdem war die IHK auch in dem Kreis vertreten, der unter einer angedachten Mediation des Gießener Regierungspräsidenten Dr. Lars Witteck zu einer einvernehmlichen Lösung finden sollte – was jedoch nicht geschah.

Auch zur Erweiterung der WERKStadt in Limburg gab die IHK ein Votum ab. „Darüber ist sehr kontrovers in unseren Reihen diskutiert worden“, so Heep. Zum Schluss sprach sich die Vollversammlung in einem gemeinsamen Statement für eine Erweiterung aus, gab der Stadt aber auch Einschränkungen und Bedenken mit auf den Weg. Für den Verbleib des Arbeitsgerichts in Limburg hat sich die Versammlung ebenfalls eingesetzt, die IHK gehörte auch einem Bündnis mit diesem Ziel an. Doch geändert hat es an der politischen Entscheidung nichts, das Arbeitsgericht Limburg ist heute Bestandteil des Arbeitsgerichts in Wiesbaden. jl

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