Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Limburg an der Lahn 29°C

Die Zukunft Europas

117 Schüler der Adolf-Reichwein-Schule, der Marienschule und der Leo-Sternberg-Schule aus Limburg haben mit Erfolg am Europäischen Schulwettbewerb „Gemeinsam in Frieden leben“ teilgenommen.
Staatssekretär Mark Weinmeister (vorne, links) würdigte mit Bundes- und Landespreisen das Engagement zahlreicher Limburger Schüler. Foto: Klöppel Robin Staatssekretär Mark Weinmeister (vorne, links) würdigte mit Bundes- und Landespreisen das Engagement zahlreicher Limburger Schüler.
Limburg. 

Bei der 64. Auflage des Europäischen Schulwettbewerbs ging es darum, die kulturelle Vielfalt Europas selbstständig zu erforschen. Die Schüler konnten Feste und Bräuche beschreiben, in der Zeitmaschine durch die Geschichte reisen oder berichten, welche Kleidung für Menschen in bestimmten Regionen typisch ist. Die Schüler konnten auch eine Bewerbung für eine Stadt als europäische Kulturhauptstadt entwerfen, beschreiben, wie Musik Menschen verschiedener Länder verbindet oder Visionen entwerfen, wie das Europa der Zukunft aussehen könnte.

117 Schüler aus drei Limburger Schulen haben das so eindrucksvoll getan, dass sie mit Preisen ausgezeichnet wurden. Zu den mit Urkunden und Sachpreisen Gewürdigten gehören insgesamt 83 Schüler der Adolf-Reichwein-Schule, 25 der Marienschule und neun der Leo-Sternberg-Schule.

Elf Bundespreise verliehen

Elf Reichwein-Schüler von Lehrer Roland Gawinski konnten sogar Bundespreise für ihre herausragenden Arbeiten einheimsen, die ihnen Hessens Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) in einer Feierstunde in der Aula der Limburger Marienschule überreichte. Dies sind: Noelle Baier, Muska Bariz, Lisa-Marie Blech, Selina Böcher, Julia Burkhardt, Ann-Kathrin Eichmann, Katharina Groß, Nele Schermuly, Theresa Strieder, Henrik Thomer und Alexander Young. Marienschulleiterin Dr. Henrike Maria Zilling sagte, der Wettbewerb sei Teil der europäischen Bewegung. Diese leiste ihren Teil zum Frieden auf unserem Kontinent, wegen dem viele Menschen aus Kriegsgebieten zu uns fliehen. Trotz des Brexits bewege, so Zilling, die Jugend aktuell das Thema Europa. Sehr stolz zeigte sie sich über die Vielzahl der von Limburger Schülern beim Wettbewerb errungenen Bundes- und Landesauszeichnungem, die zeigten, mit wie viel Engagement die Schüler sich mit dem Thema auseinandergesetzt hätten.

Insgesamt seien bundesweit Schüler aus 1000 Schulen ausgezeichnet worden, berichtete der heimische Projektkoordinator Roland Gawinski. Schulen würden für die europäische Idee stehen.

Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) meinte, seit dem Brexit seien viele Menschen ins Grübeln geraten, was ein gemeinsames Europa überhaupt noch bringe. Hahn zeigte sich froh, dass sich Limburger Schüler so vielfältig mit Europa auseinandergesetzt hätten, was keineswegs selbstverständlich sei. Der Bürgermeister betonte, hinter Europa stehe ein Gedanke. Vor 70 Jahren habe ein Krieg Europa in weiten Teilen zerstört. Deshalb sei ein vereintes Europa auch ein Friedensprojekt. Es gelte, Europa mit Leben zu erfüllen. So bestehe die Partnerschaft Limburgs mit Lichfield dieses Jahr schon seit 20 Jahren. Hahn glaubt, dass bei vielen, die in England für den Brexit gestimmt hätten, mittlerweile das böse Erwachen eingesetzt habe. Er ist zudem überzeugt davon, dass es Europa gelinge, mit den vielen Flüchtlingen zurechtzukommen.

„Für mich zählt, dass wir gemeinsam in Frieden leben können“, sagte der Schulleiter der Leo-Sternberg-Schule, Attilio Forte, der selbst Ende der 1960er-Jahre als Gastarbeiterkind nach Limburg gekommen war. An seiner Schule gebe es Schüler aus 30 Nationalitäten, und er mache zwischen diesen überhaupt keine Unterschiede. „Brexit ist nicht das Ende Europas, vielleicht sogar ein Neuanfang“, sagte Forte.

Staatssekretär Weinmeister meinte, das Positive sei, dass dieser Tage soviel über Europa wie schon seit Jahren nicht mehr gesprochen werde. Das Schlechte sei, dass eher negativ darüber gesprochen werde. Der CDU-Landespolitiker erinnerte an die Zeit zurück, als Europa noch nicht mit Werten wie Frieden und Freiheit, Gleichberechtigung und Liberalität verknüpft worden sei. „Jeder kann heute so leben, wie er möchte. Das war früher keine Selbstverständlichkeit“, sagte der Staatssekretär. Und das zeige, dass Europa sich im Laufe der Zeit sehr wohl weiterentwickelt habe.

Die Schüler hätten alle hervorragend gearbeitet. Weinmeister meinte, dass es bei der Veranstaltung nicht nur um eine Würdigung von Leistungen gehe, sondern die Schüler auch sehen sollten, was andere Gleichaltrige aus dem Thema gemacht hätten. Das könne einen selbst als Schüler dann für die Teilnahme an künftigen Wettbewerben inspirieren. „Ich kann nur allen danken, die freiwillig am Wettbewerb mitgemacht haben, sowie denen, die die Schüler dabei unterstützt haben“, sagte Weinmeister abschließend. rok

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse