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Die fittesten Limburger

Wer ist die fitteste Frau und wer ist der fitteste Mann aus Limburg? Diese Frage ist nun geklärt, dank der ersten „Multi-Fit-Games“ im Limburger Parkbad. 18 Teilnehmer stellten sich gestern dem Wettkampf.
Claudia Hoffmann und Alexander Arendt sind die fittesten Limburger. Bilder > Claudia Hoffmann und Alexander Arendt sind die fittesten Limburger.
Limburg. 

Zum Rennen fehlt längst die Kraft, die Knie zittern und Keuchen ist zu hören. Als die Teilnehmer an der zweiten Wettkampfstation zum wiederholten Mal einen Sandsack einen Hügel hochschleppen, im Anschluss Liegestütze machen und den Hügel hinunterlaufen müssen, macht sich die Anstrengung zunehmend bemerkbar. Unter den Teilnehmern ist auch die 52-jährige Erika Rosenzweig aus Villmar. Sie ist die Älteste aller Teilnehmer und hat sich spontan entschlossen, an den „Multi-Fit-Games“ teilzunehmen. „Der Berg hat mir keine Sorgen gemacht. Bei den Muskelübungen habe ich aber Defizite besonders in der Bauchmuskulatur gemerkt“, sagt sie.

An der Station mussten die Männer einen 15 Kilogramm und die Frauen einen 10 Kilogramm schweren Sandsack einen Hügel im Limburger Parkbad hinaufschleppen. Oben angekommen werden 30 Liegestütze gemacht und der Sack wieder mit heruntergenommen. Unten angekommen müssen die Teilnehmer 30 sogenannte Butter-fly-Crunches, eine Bauchmuskelübung, machen. Das Ganze wird drei Mal wiederholt, wobei sich die Anzahl der auszuführenden Übungen mit jedem Durchgang verringert. Jeder Teilnehmer hat einen eigenen Betreuer, der für ihn die Anzahl der absolvierten Übungen zählt.

Die erste Station, an der sich die Wettkämpfer messen mussten, war das Schwimmbecken. Dort mussten zunächst 100 Meter mit einem Kanu zurückgelegt werden, dann warteten 30 Kniebeugen. Im Anschluss folgten zwei Mal 100 Meter Schwimmen, jeweils ebenfalls gefolgt von Kniebeugen. „Aufs Schwimmen war ich gar nicht vorbereitet“, sagt Rosenzweig. „Aber es geht nicht um den Sieg, sondern um den Spaß und das Dabeisein.“

Für die letzte Wettkampfetappe ging es runter vom Schwimmbad-gelände. Die Athleten mussten fünf Kilometer laufen, vom Parkbad bis zur Holzbrücke in Dietkirchen und zurück. Davor und danach waren 20 „Burpees“ zu machen, eine Art Liegestütz mit Strecksprung.

Aufs Laufen freute sich Rosenzweig besonders, denn das ist ihre Parade-Disziplin. „Sie ist auch schon mal in 19 Stunden durch den Grand Canyon gelaufen“, sagt ihr Ehemann Thomas.

Auf Grund des schlechten Wetters kamen weit weniger Teilnehmer zu den „Mulit-Fit-Games“ als erwartet. „Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hat abgesagt“, sagte der Veranstalter, Athlesys-Geschäftsführer Ralf Ohrmann. Aber dennoch ist er zuversichtlich und will nächstes Jahr erneut nach dem fittesten Limburger suchen. „Die Leute haben ihren Spaß. Man muss dem Ganzen auch Zeit geben.“

An dem Wettbewerb nahmen vor allem die Mitglieder von Fitnessstudios aus Limburg und Umgebung teil. Die Veranstaltung hatten das Unternehmen Athlesys, der Kanu-Club Limburg und die Stadt Limburg organisiert.

Erika Rosenzweig fand im Gegensatz zu vielen anderen frierenden Teilnehmern das Wetter ideal. „Regen ist mir egal. Diese Temperaturen sind zum Laufen sogar optimal. Das ist der Vorteil von Freilufttraining im Vergleich zum Fitnessstudio“, sagte sie. Auch sie will kommendes Jahr wieder mitmachen und dann auch gezielt trainieren. „Ich habe gerade ein halbes Jahr Trainingspause hinter mir. Beim nächsten Mal bin ich fitter.“

Nachdem alle Teilnehmer in Kleingruppen alle Stationen nacheinander durchlaufen hatten, war eine Rangliste erstellt worden, wer welche Station am schnellsten durchlaufen hatte. Am Ende wurde daraus ein Mittelwert gebildet.

So standen am Ende die Sieger fest: Alexander Arendt und Claudia Hoffmann sind die fittesten Limburger. Beide sind für den Sportpark Elz an den Start gegangen. „Ich habe überhaupt nicht gezielt trainiert“, sagte Hoffmann. „Aber es geht im nächsten Jahr definitiv zur Titelverteidigung!“

Die beiden Sieger dürfen sich jetzt ein Jahr lang „Fittester Limburger“ nennen. Außerdem erhalten beide ein hochwertiges Fahrrad und eine Sportbrille. Der Sportpark Elz bekommt als Fitnessstudio der beiden jeweils 1000 Kilowattstunden Strom vom Energieversorger EVL. Außerdem darf er ein Jahr lang damit werben, dass die fittesten Limburger dort trainieren.

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