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Die kleine große Welt der Modellbahn

Dass die Eisenbahn im Kleinen immer noch große Faszination auf Jung und Alt ausübt, bewies die Sommerausstellung des Modelleisenbahn-Clubs (MEC) Limburg-Hadamar: Trotz Fußballweltmeisterschaft und traumhaftem Wetter sahen sich viele Besucher – insbesondere Familien – in den Clubräumen in der Holzheimer Mühlstraße um.
Man musste schon genauer hinsehen, um wirklich alle Details der verschiedenen Anlagen zu entdecken. Hier passiert ein Militärtransport den Bahnhof Hadamar.	Fotos: Kahl Bilder > Man musste schon genauer hinsehen, um wirklich alle Details der verschiedenen Anlagen zu entdecken. Hier passiert ein Militärtransport den Bahnhof Hadamar. Fotos: Kahl
Holzheim. 

Die Besucher zeigten sich beeindruckt. Vor allem die jüngsten Besucher bestaunten mit großen Augen und teils glühenden Wangen die sieben aufgebauten Anlagen mit all ihren Loks, Waggons, Gleisen und naturgetreu dargestellten Geländeausschnitten. Allein an der fest installierten Vereinsanlage „Boppard“, die sich an der Mittelrheinstrecke mit dem Bahnhof Boppard und der Steilstrecke von Boppard nach Buchholz orientiert, war oftmals schwer einen freien Platz zum Gucken und Staunen zu finden. Auf einer Fläche von 11,30 mal 3,50 Meter verlaufen auf ihr etwa 350 Meter Gleis, sind 58 Weichen im Einsatz und bieten zwei Schattenbahnhöfe mit insgesamt 15 Gleisen Platz für genügend einzusetzende Züge, die analog oder auch digital gefahren werden.

Es gibt nur ganz wenige Teile auf der Anlage, die nach vorgefertigten Bausätzen entstanden sind. Alle Brücken, alle Stützmauern, alle Tunnelportale, Flussläufe, Häuser oder Bahnhöfe, die (funktionierende) Straßenbeleuchtung, die winzigen Kleingartenanlagen oder die beeindruckenden Land- und Forstwirtschaftsbereiche sind „Marke Eigenbau“ und mit viel Liebe zum Detail erstellt. Und dass einfacher Gips sich hervorragend eignet, um eine faszinierende Bergwelt zu schaffen, bewunderten die meisten Betrachter mit ungläubigem Kopfschütteln.

Zum ersten Mal in Holzheim zu sehen war eine Anlage mit regionalem Bezug. Achim Mannes, Vereinsmitglied des MEC, aber auch des Heimatvereins Schadecks, hatte seine aus sechs Modulen mit je 160 mal 105 Zentimeter bestehende Teil-Anlage der Kerkerbachbahn – der Bereich der Strecke zwischen Steeden und Dehrn im Maßstab 1:87 H0/H0m – aufgebaut. Vor allem die vielen historischen, heute nicht mehr existierenden Betriebsgebäude des damaligen Kalkwerkes, die nach alten Fotos nachgebaut wurden, beeindruckten. Mannes, der zu Hause noch weitere Teilabschnitte der Kerkerbachbahn stehen hat: „Nachdem ich im Heimatverein Schadeck mit so vielen Orginal-Bildern der Kerkerbachbahn zu tun hatte, regte sich in mir auch der Wunsch, das Thema in einer Modellbahn umzusetzen.“

Mit der nie versiegenden Leidenschaft von Modellbauern sind die rund 70 Mitglieder des MEC mit Auf-, Um-, Weiterbau und der Ausgestaltung ihrer Traumwelten beschäftigt. Fertig werden sie wohl nie. Ganz gemäß der Maxime „Der Weg ist das Ziel“ gibt es immer wieder etwas zu erneuern, zu verbessern und zu reparieren. Und dazu kommt das Pflegen und Säubern des Bestehenden.

Zwei Termine stehen beim MEC in diesem Jahr noch auf dem Kalender: am 28. September findet die „Modellbahnbörse“ in der Limburger Stadthalle, und am 8./9. November finden die „Modellbahntage“ in der Alfred-Dessauer-Schule in Limburg statt.

(rpk)
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