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Geschichte: Diezer Historiker freuen sich über Adels-Kupferstiche

Was für die Vergangenheit galt, das soll auch in Zukunft zählen: Erinnerungen erhalten, Interesse wecken und Beziehungen pflegen. Mit diesem Anliegen übergab Dr. Johan R. ter Molen dem Diezer Museums- und Geschichtsverein zehn Kupferstiche von Fürstlichkeiten des Hauses Nassau-Diez und Nassau-Oranien.
Frank Dobra, Johan R. ter Molen und Arno Baumann (von rechts) unterzeichnen den Leihvertrag für die wertvollen Stiche. Frank Dobra, Johan R. ter Molen und Arno Baumann (von rechts) unterzeichnen den Leihvertrag für die wertvollen Stiche.
Diez. 

Die Arbeiten aus dem 18. Jahrhundert stammen aus dem Nachlass des Rotterdamer Bankdirektors Van den Berg und wurden im vergangenen Jahr von den beiden Söhnen der niederländischen Stiftung „Je maintiendrai Nassau“ überlassen. Eine Abordnung um den Vorsitzenden ter Molen stellte die Werke mit Porträts von Prinzen und Prinzessinnen mit ihren Gatten bei einem Besuch im Schloss der Stadt und dem Museumsverein als Leihgabe zur Verfügung.

Die Stiftung hat im Jahre 1962 einen Vertrag im Namen des Königshauses der Niederlande mit dem Bundesverteidigungsministerium unterzeichnet. In dem wird geregelt, dass zur Erinnerung an die Wurzeln des niederländischen Königshauses Museumsräume in Schloss Oranienstein vorgehalten werden. Die Stadt Diez versichert und verwaltet die ausgestellten Exponate, der Museumsverein stellt einen Leiter. Seit 14 Jahren ist das Arno Baumann, der auch der Stiftung angehört. Ter Molen, Stadtbürgermeister Frank Dobra und Arno Baumann unterzeichneten den Leihvertrag.

Die Stiftung ist 1959 gegründet worden, um Monumente zu erhalten, die für die Geschichte des Hauses Nassau-Oranien von Bedeutung sind. Erste Aktivität sei eine Veröffentlichung im Gründungsjahr gewesen, in der Autor Frank van den Berg die Baugeschichte des Schlosses unter Fürstin Albertine Agnes und die spätere Beziehung des Hauses Nassau-Oranien zum Statthalter Wilhelm V., der in Diez seine letzten Lebensjahre verbrachte, nachzeichnete. Die Schrift „Nassau en Oranienstein“ endete mit der Hoffnung, dass sich bald eine würdige Bestimmung finden möge. Van den Berg habe sich sein Leben lang für die Geschichte des Hauses Nassau-Oranien interessiert.

Frank Dobra wies in einem Grußwort auf die hohe Bedeutung des Museums für die Stadt hin. Das Schloss besuchen viele Niederländer, ließ der Stadtbürgermeister die Delegation aus dem Nachbarland wissen.

(hbw)

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