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Diezer Kaserne wird Flüchtlingslager

Diez. 

Die Freiherr-vom-Stein-Kaserne soll Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge werden und 700 Personen aufnehmen. Das hat die rheinland-pfälzische Landesregierung jetzt beschlossen. Landrat Frank Puchtler sowie den beiden Bürgermeister, Michael Schnatz (Verbandsgemeinde) und Frank Dobra (Stadt Diez) informierten gestern darüber. Konkrete Informationen für die Bürger soll es im Rahmen einer Veranstaltung am 1. September um 18.30 Uhr in der Kaserne geben. Integrationsstaatssekretärin Margit Gottstein wird dabei die Pläne des Landes vorstellen.

Landkreis, Verbandsgemeinde und Stadt haben bereits eine Task Force gebildet, um die Aufgabe mit den zuständigen Kreisstellen zu bewältigen. Bis zum kommenden Dienstag erhoffen sich die Kommunalpolitiker Aufschluss über den Zeitplan und darüber, welcher Komplex innerhalb der Kaserne genutzt werden soll. Bereits gestern fanden erste Besichtigungen statt.

In der Kaserne sind nur noch wenige Bundeswehrsoldaten untergebracht. Demnächst wird es Gespräche zwischen Bund, Land und Kommunen zur Überführung der Kaserne in eine zivile Nutzung geben.

Mit dem Standort in Diez – es wäre die sechste Erstaufnahmeeinrichtung im Land – ist die Suche der rot-grünen Landesregierung nach weiteren Standorten vorerst beendet. Derzeit bestehen zwei Einrichtungen in Trier und Ingelheim. Im Herbst ist die Eröffnung der Standorte in Hermeskeil und Kusel geplant.

Als bislang fünfter Standort wurde zuletzt eine ehemalige Bundeswehrkaserne in Birkenfeld benannt. Außerdem wird derzeit im Mainzer Stadtteil Finthen eine neue Außenstelle der Einrichtung in Ingelheim eingerichtet. Angestrebt ist eine Gesamtkapazität von 7 400 Plätzen in der Erstaufnahme. In diesem Jahr werden mit fast 39 000 Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz nahezu viermal so viele erwartet wie 2014. hbw

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