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Stadt Limburg: Domplatz soll schöner werden

Von Für einen Teil des Domplatzes ist die Stadt Limburg verantwortlich. In diesem Jahr soll sich dort etwas tun: Wege sollen instand gesetzt und eine neue Beleuchtung geschaffen werden. Auch eine Terrasse wird wiederbelebt, die sich im Dornröschenschlaf befindet.
Die Grünfläche neben dem Domplatz soll in diesem Jahr aufgewertet werden. Foto: Anette in Concas Die Grünfläche neben dem Domplatz soll in diesem Jahr aufgewertet werden.
Limburg. 

Der Mülleimer ist abgerissen, auf den Wegen liegt noch jede Menge Laub, die Ruhebänke haben schon bessere Tage erlebt. Wer durch die kleine Grünanlage hinter den Parkplätzen auf dem Domplatz spazieren geht, wundert sich nicht, dass dieser Platz aufgewertet werden soll. Die Gestaltung des städtischen Geländes soll in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Im Haushalt stehen dafür insgesamt 500 000 Euro zur Verfügung.

Im Arbeitskreis Domplateau hat die Verwaltung ein erstes Konzept vorgelegt, das nach Angaben des SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Rompf auf allgemeine Zustimmung gestoßen und schon so weit fortgeschritten ist, dass er mit einer Vorlage des Magistrats im Frühjahr und einer Umsetzung im Laufe dieses Jahres rechnet.

Kaum noch zu erkennen ist der sogannte Lahnbalkon unterhalb der Michaelskapelle auf dem Domberg. Er soll wieder instand gesetzt werden. Bild-Zoom
Kaum noch zu erkennen ist der sogannte Lahnbalkon unterhalb der Michaelskapelle auf dem Domberg. Er soll wieder instand gesetzt werden.

Begegnungszentrum

An der Grundstruktur soll sich zwischen dem Kiosk und der Michaelskapelle nichts ändern. Die deutlichste Änderung dürfte ein neues Lichtkonzept sein, mit dem die Bäume von unten angestrahlt werden sollen. Die Parkplätze sollen bleiben, aber die Sträucher verschwinden. Die Mauer um den Parkplatz muss nach Rompfs Angaben in der Form und der Höhe stehen bleiben, weil sie unter Denkmalschutz steht. Wege, Ruheflächen und Gräber sollen wiederhergestellt und ein behindertengerechter Zugang zur Grünfläche geschaffen werden.

Außerdem soll der sogenannte Lahnbalkon wieder zugänglich werden. Der befindet sich unterhalb der Michaelskapelle und sieht so aus, als ob er sich seit 100 Jahren im Dornröschenschlaf befindet. Direkt neben der Kapelle führt ein Weg dorthin, der mal eine Treppe war, die aber nicht mehr danach aussieht und die deshalb mit einem Gitter abgesperrt ist. Der Balkon ist eine zugewucherte Terrasse.

Noch nicht geklärt ist, wie das kleine Gebäude neben den Parkplätzen aufgewertet werden soll, in dem sich ein Kiosk und öffentliche Toiletten befinden, die schon seit Jahren als sanierungsbedürftig gelten.

Noch immer ist dort eine Art Begegnungszentrum im Gespräch, in dem zum Beispiel die Stadtführer Touristen übergeben könnten an die Nonnen, die die Domführungen organisieren. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Domplateau, Paul-Josef Hagen, geht davon aus, dass diese Frage im nächsten Jahr geklärt wird.

Neue Kanäle und Straßen

Die katholische Kirche will sich nach Angaben von Bistumssprecher Stephan Schnelle einbringen und ist im Arbeitskreis Domplateau mit dem Diözesanbaumeister vertreten. Das Bistum habe Interesse an einem Begegnungszentrum und werde sich daran auch finanziell beteiligen. Die Idee eines solchen Zentrums wird nach Schnelles Angaben schon lange verfolgt, seit Franz Kamphaus von 1982 bis 2007 Bischof war.

2013 hatte das Bistum eigene Pläne vorgestellt für einen Neubau auf der Fläche unterhalb der öffentliche Toilettenanlage, gegenüber vom Diözesanmuseum. Der Empfangsraum sollte Besuchern dienen, die dort auf eine Domführung eingestimmt werden.

Und auch sonst tut sich was auf dem Domberg. Die Kanal- und Straßenerneuerung für Mühlberg, Domstraße und Nonnenmauer stehen an und sollen im Februar begonnen werden, wie der Sprecher der Stadt. Johannes Laubach, auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. „Mit dem Abschluss der Arbeiten wird für Ende November gerechnet“, sagt er. „Bevor die Arbeiten starten und nachdem die Aufträge vergeben worden sind und der endgültige Zeitplan steht, wird das Tiefbauamt in einer Anliegerversammlung über den geplanten Bauablauf informieren.“

Zunächst sollen die Arbeiten am Mühlberg weitergehen, dann ist nach Laubachs Angaben die Domstraße an der Reihe und schließlich die Nonnenmauer. In jedem Bauabschnitt stehen Kanalbau- und Pflasterarbeiten an. Die Kosten waren zunächst auf rund eine Million Euro kalkuliert worden. „In der ersten Ausschreibung fand sich nur ein Bieter, dessen Angebot sehr deutlich über der kalkulierten Summe lag“, teilt Laubach mit. Der Magistrat habe deshalb entschieden, die Ausschreibung aufzuheben. Nun würden die Arbeiten in mehreren Abschnitten ausgeschrieben, so dass auch kleinere Firmen Angebote angeben könnten.

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