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Michael-Jackson-Imitator: Ein kleines Königreich

Von Das Königreich des „King of Pop“ ist kleiner geworden in den vergangenen Jahren. Die Treuesten der treuen Michael-Jackson-Anhänger gibt es aber noch immer. Rund 250 von ihnen feierten jetzt mit Michael-Jackson-Imitator Sascha Pazdera, hervorragenden Musikern und Tänzern in der Stadthalle „A Tribute to the King of Pop“.
Eine aufwendige Show zum Gedenken an den »King of Pop« war die Veranstaltung mit Michael-Jackson-Imitator Sascha Pazdera und seiner Tribute-Truppe in der Limburger Stadthalle.	Foto: Bohnhorst-Vollmer Eine aufwendige Show zum Gedenken an den »King of Pop« war die Veranstaltung mit Michael-Jackson-Imitator Sascha Pazdera und seiner Tribute-Truppe in der Limburger Stadthalle. Foto: Bohnhorst-Vollmer
Limburg. 

Eine schwarze, nietenbesetzte Jacke, eine die Figur betonende Hose, ein Hut, unter dem ein paar dunkle Locken hervorquellen und die legendären weißen Glitzerhandschuhe – das sind die Insignien der Macht. Wer sie trägt, darf sich dem „King of Pop“, dem vor knapp sechs Jahren verstorbenen Michael Jackson, sehr nahe fühlen. So nahe wie vielleicht „Billie Jean“, jene von Michael Jackson besungene Tänzerin, die ihre Partner in ihren Bann zieht. „Billie Jean is not my lover. She’s just a girl who claims that I am the one“, heißt es im Text dieses Liedes. Billie Jean ist eine Erscheinung, die ihre Umgebung begeistert und verzaubert. Allerdings war die Stadthalle am Dienstagabend nur mäßig besetzt. Immerhin mehr als zwei Stunden bebte die treue Fan-Gemeinde.

Dabei ist „Moonwalker-Tour“ von Michael-Jackson-Imitator Sascha Pazdera und seiner Truppe ein buntes Programm, um dem amerikanischen Mega-Star zu huldigen, um ihm in respekt- und liebevolle Erinnerung zu bewahren. Eine Neuauflage der genialen musikalischen und choreografischen Inspiration des Originals ist sie nicht. Dafür fehlen dem Hauptdarsteller die Konstitution und auch die Kondition: Er ist größer, wesentlich kräftiger, und er verfügt nicht über Jacksons unermüdlich lässige Eleganz. Denn die zeichnet sich durch mehr aus als anspruchsvoll gezirkelte Tanzschritte, die vom regelmäßigen Griff in den Schritt zergliedert werden. Die Eleganz, die in Michael Jacksons Bewegungen lag, wirkte stets völlig unangestrengt.

Dass Sascha Pazdera mit seiner Version des Großmeisters dennoch die Michael-Jackson-Fans mitzureißen vermag, liegt an seiner rührenden Hingabe etwa bei dem wummernden „They don’t care about us“ oder bei „Another part of me“. Wer das hört, möchte sich als Teil des Jackson-Universums fühlen. Und das scheint allein durch Vorstellungskraft zu gelingen. Da stört nicht, dass zwischen die Lieder, die der Hauptdarsteller der Show singt, sehr häufig Tanz-, Chor- und Instrumentaleinlagen sowie atemberaubende Akrobatik-Kunststücke geschoben werden. Denn auch diese Beiträge sind beeindruckend, weil die Band ausgezeichnet spielt und sich auch die Backstage-Sänger souverän präsentieren.

Vielleicht sind die stimmlichen Ressourcen von Sascha Pazdera an diesem Abend früh erschöpft, weshalb er immer wieder die Michael Jackson typischen Kieks-Laute einsetzt – und auch damit bei seinen Zuhörern für Zustimmung sorgt.

Ein weiterer Höhepunkt der Show ist neben einer bemerkenswerten Version des großartigen „Moonwalk“ der Jackson-Hit „Beat it“, der mit einer aufwendigen Choreografie angereichert wird. Im Rhythmus der stampfenden Bässe gleiten die Tänzer hier über die Bühne und zeigen einen Tanz, der eine Mischung aus Exotik, Erotik und brachial wirkender Extravaganz ist. So stellt man sich das Original vor. Und so erreichen die Moonwalker in der Stadthalle, dass der freie Platz hinter den letzten Stuhlreihen zu diesem Zeitpunkt längst zur Tanzfläche geworden ist. Die Fans kennen ihren Einsatz bei „Bad“ und rufen dem Sänger erwartungsvoll „Who’s bad?“ entgegen. Sie kennen den Grusel, den „Thriller“ auslöst, und sie genießen ihn. Denn für das Limburger Publikum gilt, was Michael-Jackson-Imitator Sascha Pazdera am Ende dieser hingebungsvollen Bühnen-Show über den King of Pop sagt: „For me he was magic!“

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