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Erstaufnahmelager in Staffel: Eine Anlaufstelle für Flüchtlinge und Helfer

Der Andrang im Rathaus war groß. Dort kamen ehrenamtliche Helfer zusammen, die den Flüchtlingen in dem Erstaufnahmelager in Staffel zur Seite stehen wollen. Die Hilfe soll koordiniert werden.
Drei Großzelte sind inzwischen auf dem Gelände aufgebaut worden, dafür sind zahlreiche kleinere Zelte schon wieder abgebaut worden. Drei Großzelte sind inzwischen auf dem Gelände aufgebaut worden, dafür sind zahlreiche kleinere Zelte schon wieder abgebaut worden.
Limburg. 

Das Fazit des Abends: Die Hilfsbereitschaft ist groß. Limburger wollen den Flüchtlingen bei der Ankunft helfen, sie ein Stück begleiten, sie willkommen heißen. Was die Limburger an Hilfe leisten wollen und können, soll nun organisiert werden. „Nach Möglichkeit sollen die Helfer nach ihren Fähigkeiten eingesetzt werden“, sagt Alexandra Hesse von der Stadt. Über einen Fragebogen wurden bestimmte Einsatzbereiche und Einsatzzeiten abgefragt. Gestern wollte die Limburger Ehrenamtsagentur (LEA) die Fragebogen auswerten.

120 bis 140 Freiwillige waren ins Rathaus gekommen, die Stadt hatte zusammen mit den Kirchen all die eingeladen, die Interesse an einem ehrenamtlichen Einsatz angemeldet hatten oder zeigten. Während des Treffens sei das Erstaufnahme- lager an dem Standort vereinzelt auch infrage gestellt worden, so Alexandra Hesse weiter.

Info: Für diese Aufgaben werden Helfer gesucht

Freiwillige können sich bei Limburger Ehrenamtsagentur (LEA) für folgende Aufgaben melden: Organisation (Telefondienst und ähnliches) im LEA-Büro im Rathaus oder in der Anlaufstelle;

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Seit bekannt ist, dass die Stadt ein Erstaufnahmelager erhält, sind im Rathaus viele Anfragen und Hilfsangebote von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen, die die Ehrenamtsagentur sammelt und koordiniert. Alle Bürgerinnen und Bürger, die helfen wollen, können sich weiterhin bei den LEA-Mitarbeitern unter Telefon:  01 51/62 92 06 28 und 01 51/62 92 06 29 (werktags) oder per E-Mail: lea@stadt.limburg.de melden.

„Wir befinden uns in einem Lernprozess, in dem wir uns an die Aufgaben herantasten. Wir müssen schauen, wie der Bedarf bei den Menschen in der Ersthilfeeinrichtung ist und uns daran orientieren. Vielleicht müssen wir das Angebot, das wir uns heute überlegt haben, in zwei Wochen wieder verändern oder erweitern“, sagte Bürgermeister Martin Richard (CDU) bei der Informationsveranstaltung.

Nach seiner Einschätzung gilt es nun, das Hilfsangebot für die Flüchtlinge zu starten, die Aufgaben an die Freiwilligen zu verteilen die Hilfe bis Ende Oktober aufrecht zu erhalten. Bis Ende Oktober soll das Zeltlager nach den bisherigen Überlegungen bestehen bleiben. „Dies wird nicht ohne Probleme ablaufen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das gemeinsam mit den vielen Freiwilligen und der Ehrenamtsagentur schaffen“, zeigt sich Richard überzeugt.

Bilderstrecke Limburg: Erstaufnahmelager für Flüchtlinge errichtet
90 Helfer sind damit beschäftigt, auf dem ehemaligen Gelände von Buderus in Staffel bei Limburg das Zeltlager aufzubauen, das 650 Flüchtlingen ein Bett und ein Dach über dem Kopf bieten soll.Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt waren dabei ebenso im Einsatz wie Aktive des Technischen Hilfswerks, des Malteser Hilfsdienstes, des Roten Kreuzes oder auch der Feuerwehr.Die Zelte sind alle auf der asphaltierten Fläche des ehemaligen Parkplatzes des Buderuswerks aufgebaut worden.

Am heutigen Donnerstag wird durch die Stadt in der Erstaufnahmeeinrichtung eine Anlaufstelle, bestehend aus einem Container und einem Zelt, eingerichtet, die sowohl für die Flüchtlinge als auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger offen ist. Das Gelände des Flüchtlingscamps ist mit Ausnahme von autorisierten Personen nicht zugänglich. In der Anlaufstelle werden verschiedene Hilfsangebote wie ein Begegnungscafé oder die Kinderbetreuung stattfinden und ein Ansprechpartner von LEA oder der Stadt sein. Für die Kinderbetreuung hat sich eine Klasse von Erzieherinnen der Adolf-Reichwein-Schule bereit erklärt. jl

Jeder kann auch mit einer Spende helfen. Die Stadt hat ein Spendenkonto eingerichtet: Stadtkasse Limburg, IBAN: DE 72 5001 0060 0004 8126 07, BIC: PBNK DE FFXXX, Verwendungszweck: Hilfe für Flüchtlinge

 

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