E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 27°C

Nach vielen Jahren: Endlich wieder eine Kirmesgesellschaft in Dorndorf

Eine Platzierung beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ haben die Dorndorfer zwar nicht erreicht. Dennoch hat sich der Einsatz für den Wettbewerb gelohnt. Das zeigt sich nun daran, dass sich nun zum ersten Mal seit langem wieder eine Kirmesgesellschaft gefunden hat. Am dritten Juliwochenende wollen die jungen Männer und Frauen Dorndorfer Kirmes feiern.
Sie setzen sich für die Kirmes 2018 ein: Die Kirmesburschen und -mädchen (von links) Laura Kloft, Marcel Fries, Marco Ahlbach, Josefine Schmidt, Emely Schneider, Moritz Stillger, Vincent Hoffmann, Clara Aulmann, Tom Schumacher, Dominik Starke, Nadine Jesperger, Oxana Kraus und Christian Menges. Foto: Heike Lachnit Sie setzen sich für die Kirmes 2018 ein: Die Kirmesburschen und -mädchen (von links) Laura Kloft, Marcel Fries, Marco Ahlbach, Josefine Schmidt, Emely Schneider, Moritz Stillger, Vincent Hoffmann, Clara Aulmann, Tom Schumacher, Dominik Starke, Nadine Jesperger, Oxana Kraus und Christian Menges.
Dorndorf. 

Vor 18 Jahren gab es das letzte Mal Jugendliche in Dorndorf, die zusammen Kirmes hielten. Danach schlief das Engagement wieder ein. Doch im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ haben sich 14 junge Leute gefunden, die die Tradition wiederaufleben lassen wollen.

Die Idee kam auf der Feier eines 18. Geburtstags, erzählt Laura Kloft. Jemand meinte, er würde gerne mal Kirmes halten, aber nicht alleine. „Daraufhin schauten wir, wer wirklich Interesse hat und mitmachen würde.“ Bereits am 8. April stellten sich die sieben Paare in Dorndorf vor: Sie gestalteten einen Frühschoppen, um dem Dorf etwas anzubieten und um Geld für die geplante Kirmes einzunehmen. Am Wochenende der Kirmes selbst vom 20. bis 23. Juli möchten sie den Vereinen, die bisher immer die Kirmes stemmten, keine Konkurrenz machen.

Info: Party, Gottesdienst, Frühschoppen: Vom 19. bis 23.

Die Kirmes startet am Donnerstag, 19 Juli, um 18 Uhr mit der „Trink en Ebbelwoi!“-Vorsprung-Party bei Gläsermanns. Am Freitag geht es ab 11 Uhr am Jugendheim ans Schmücken des Baums.

clearing

„Aber wir wollen uns in die Organisation mit einbringen“, sagt die junge Dorndorferin. Ihren Beitrag sieht sie beim Baumschmücken und -stellen, in der Gestaltung der Kirche oder in der Einbeziehung der Kinder. Die Reaktionen aus den Vereinen seien durchweg positiv, berichtet Laura Kloft. Vor allem die Feuerwehr freue sich, dass sie einige Aufgaben an die neue Kirmesgesellschaft abgeben kann.

Schon Paare für 2019

Das Engagement strahlt bereits bis ins nächste Jahr: Denn sogar für 2019 haben sich mittlerweile schon fünf Paare gefunden, die die Kirmes weiterführen möchten. „Wir haben die Hoffnung, dass es weitergeht“, sagt Laura Kloft. „Die Kirmes ist nicht nur für uns, sondern für das ganze Dorf.“

Warum 18 Jahre keine Jugendlichen fanden, die in Dorndorf Kirmes halten wollten, kann sich keiner so recht erklären. Ganz schnell heißt es, dass dort Kirmesburschen und -mädchen wie in anderen Orten keine Tradition hätten. Auch Christian Kunz führt dieses Argument an. Er war 1997 Kirmesburschen, und sein Jahrgang hielt dann 2000 noch einmal mit dem 95er-Jahrgang zusammen Kirmes. Er möchte die Erfahrung nicht missen. „Es war eine schöne Zeit“, sagt Kunz. Da die Jahrgänge klein waren, gab es früher nur alle zwei Jahre eine Kirmesgesellschaft. Aber irgendwann erklärten sich dann keine Jugendlichen mehr bereit, die Tradition weiterzuführen. „Ich bin froh, dass es wieder eine Kirmesgesellschaft gibt“, sagt Kunz. „Die jungen Leute haben damit im ganzen Dorf offene Türen eingerannt.“ Kloft kann bestätigen, dass sich die Dorndorfer freuen. Die Kindergartenkinder haben bereits T-Shirts bedruckt. Darauf steht, wann sie selbst einmal dran sind mit dem Kirmeshalten.

Positive Rückmeldungen

„Wir können mit unserem Engagement etwas an die Zukünftigen weitergeben“, ist sich Kloft sicher. Zwar hat sie auch schon die Schattenseiten des ehrenamtlichen Engagements kennengelernt: Viel Arbeit bleibe an wenigen hängen. „Doch wir wissen, wofür wir es machen, und die positiven Rückmeldungen bestätigen uns.“ Damit die Kirmesgesellschaft nicht alles alleine bezahlen muss, erhält sie Unterstützung aus der Bevölkerung. Ortsvorsteher Markus Jung erinnert sich gut an den Frühschoppen im April. „Als die Musikkapelle fertig gespielt hatte, haben alle Bürger spontan Geld gesammelt, damit sie noch eine Stunde weiterspielt.“ Er begrüßt den Einsatz der Kirmesburschen und -mädchen sehr.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen