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Thema Flüchtlinge: FDP-Kreisvorsitzende: „Mehr Mut zur Meinung“

Die FDP will den Dialog zwischen Bürger und Gemeinde stärker vorantreiben. Gleichzeitig vermisste die Kreisvorsitzende beim Neujahrsempfang bei wichtigen Themen wie Energie- und Flüchtlingspolitik „den gesunden Menschenverstand“.
Die FDP in Brechen ist für die Kommunalwahl am 6. März gerüstet, v. l.: Andreas Raas, Ulrich Heun, Marisa Kress, Sebastian Steul, Merak Mahmood, Dr. Klaus Valeske (Gastredner und Spitzenkandidat für den Kreistag), Wilma Weber, Marion Schart-Sauer (Gastrednerin und FDP-Kreisvorsitzende), Jutta Heun, Jens Weber und Klaus Gatzert. Foto: Christian Müller Die FDP in Brechen ist für die Kommunalwahl am 6. März gerüstet, v. l.: Andreas Raas, Ulrich Heun, Marisa Kress, Sebastian Steul, Merak Mahmood, Dr. Klaus Valeske (Gastredner und Spitzenkandidat für den Kreistag), Wilma Weber, Marion Schart-Sauer (Gastrednerin und FDP-Kreisvorsitzende), Jutta Heun, Jens Weber und Klaus Gatzert.
Brechen-Niederbrechen. 

. „Derzeit haben wir einen Sitz in der Gemeindevertretung. Wir wollen aber Fraktionsstatus erreichen, um politische Optionen in der Gemeinde Brechen aufzubauen“, erklärte Sebastian Steul beim Neujahrsempfang der FDP in Niederbrechen. Der Vorsitzende verdeutlichte die politischen Ziele der Liberalen in Brechen für die bevorstehende Kommunalwahl im März und kritisierte, dass es in der letzten Legislaturperiode „kaum Veränderungen in Brechen gegeben“ und man „nur nach ,Schema F‘ vor sich hin gearbeitet“ habe. „Wir wollen unsere Gemeinde besonders für junge Familien lebenswerter machen. Dazu gehört zum Beispiel Spielplätze für Kinder anspruchsvoller zu gestalten und ein Betreuungsangebot, das sich den Lebensumständen anpasst“, meinte Steul.

Zum Programm der Liberalen zähle aber auch, Brechen als Wohn- und Gewerbeort weiterzuentwickeln, so der Elektroingenieur. „Wir Liberale arbeiten daran, das Gewerbe in Brechen zu halten, zu fördern und auszubauen. Dazu gehört nicht nur neue Gewerbeflächen auszuweisen, sondern auch neues Dienstleistungsgewerbe in den Ortskernen anzusiedeln“, sagte Steul und unterstrich dabei besonders den Ausbau der DSL-Versorgung, der weiter vorangetrieben werden müsse.

Außerdem fordert die Brechener FDP, die mit zehn Kandidaten aus allen Ortsteilen antritt, die Einführung eines Bürgerinformationssystems, um den politischen Dialog zwischen Bürgern und der Gemeinde besonders bei größeren Projekten nicht abbrechen zu lassen. „Entscheidungen werden oft hinter verschlossenen Türen getroffen. Wir fordern daher mehr Transparenz für Brechen“, so Steul weiter.

Die FDP-Kreisvorsitzende Marion Schart-Sauer vermisste „den gesunden Menschenverstand“ bei Sachthemen wie der Energie- und Flüchtlingspolitik. Dies sei besonders im Kreis Limburg-Weilburg auffällig. Zudem beunruhige sie die Angst der Bürger beim Thema Flüchtlingskrise: „Wir dürfen es nicht hinnehmen, uns selbst den Mund zu verbieten. Die Menschen dürfen ihre Meinung äußern, solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen“, so die Kreisvorsitzende und forderte eine rationale Diskussion ohne Ideologie. Sie freue sich, dass Tobias Kress sich für das Amt des Bürgermeisters in Brechen antritt. Kress, der in der FDP aktiv ist, kandidiert als parteiunabhängiger Bewerber.

Hochschule nach Limburg

„Wir Freie Demokraten haben viele Ideen, besonders die Bildung liegt uns am Herzen“, ergänzte Klaus Valeske als Schlussredner. Der FDP-Spitzenkandidat für den Kreistag unterstrich, dass man die Lehrerzahlen nicht zurückfahren dürfe und bemängelte die geringe Investitionsfreude des Kreises, um Schulstandorte gezielt auszubauen. „Bildung ist für die Region ein entscheidender Faktor, deshalb wollen wir die Hochschule nach Limburg holen. So stärken wir unsere Wirtschaft und unsere Zukunftsfähigkeit“, so Valeske weiter.

(cmu)
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