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Tolle Auszeichnung: FLS holt zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis

Die Franz-Leuninger-Schule in Mengerskirchen ist am Montag in Berlin mit einem von fünf zweiten Plätzen des Deutschen Schulpreises ausgezeichnet worden. Für ihre Fortschrittlichkeit und ihren Ideenreichtum wird sie mit 25 000 Euro belohnt.
Die Franz-Leuninger-Schule aus Mengerskirchen holt den zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis. Dafür waren die Schüler sogar nach Berlin gefahren.   Foto: Katja Mielcarek Die Franz-Leuninger-Schule aus Mengerskirchen holt den zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis. Dafür waren die Schüler sogar nach Berlin gefahren. Foto: Katja Mielcarek
Mengerskirchen. 

„Super, super stolz“, „total begeistert“, „gigantisch“ – Schulleiterin Nicole Schäfer, ihrem zweiten Stellvertreter Armin Klein und Mengerskirchens Bürgermeister Thomas Scholz gehen die Superlative am Montagnachmittag nicht aus. Die Franz-Leuninger-Schule ist in Berlin mit einen zweiten Platz beim Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden und darf sich auf ein Preisgeld von 25 000 Euro freuen.

„Bei ungefähr 34 000 Schulen in Deutschland ist ein solcher Preis ein Riesending“, sagte der Bürgermeister am Nachmittag dieser Zeitung. „Wir sind alle unheimlich stolz auf unsere Schule und auf alle, die daran mitarbeiten, dass sie so erfolgreich ist.“ Scholz war mit zur Preisverleihung in Berlin gefahren, genauso wie rund 50 weitere Mengerskirchener – Schüler, Eltern, Mitarbeiter und Freunde der Schule. Weil das Interesse und die Begeisterung so groß waren, ist die Schule kurzerhand mit einem ganzen Reisebus in die Hauptstadt aufgebrochen – auch wenn aus Platzgründen nur 15 wirklich bei der Kür der Besten dabei sein durften. Der Rest schaute sich das Spektakel beim Public Viewing in der Hessischen Landesvertretung an.

Bunte Gummistiefel

Auch in der Franz-Leuninger-Schule gab es ein Public Viewing – mit Erdbeer-Sekt für die Erwachsenen und einer Bonbon-Bar für die Schüler. Letztere versüßte den Grundschülern das Warten auf die Entscheidung, ob die eigene Schule einen der fünf zweiten Plätze oder gar den ersten Platz des diesjährigen Wettbewerbs einheimsen kann. Sie mussten nicht lange warten. Schon die zweite Schule, die ausgezeichnet wird, ist die Franz-Leuninger-Schule: Jubel in Berlin, Jubel in Mengerskirchen.

Die Mengerskirchener Schüler in Berlin, ausstaffiert mit Stirnbändern und Gummistiefeln in Pink und Grün, erweisen sich genauso wie ihre Schulleiterin als echte Medienprofis. Keine Frage der Moderatoren, auf die sie nichts zu sagen gewusst hätten. „Unsere Kinder sind einfach cool“, lachte Nicole Schäfer. „Wir hatten ihnen eingetrichtert, dass sie überall damit rechnen müssen, dass ihnen ein Mikrofon unter die Nase gehalten werden kann. Und das haben sie souverän gemacht.“ Die bunte Verkleidung sollte übrigens den Status einer Landschule unterstreichen.

Bei den Daheimgebliebenen herrscht pure Freude, keine Spur von Enttäuschung, dass die Franz-Leuninger-Schule nicht auf dem ersten Platz gelandet ist. „Bei unserer Arbeit geht es in allererste Linie um den Menschen. Darum, niemanden zurückzulassen, alle mitzunehmen“, erklärt Armin Klein. Die Anerkennung von ausgewiesenen Fachleuten, von Eltern und von der Gemeinde sei eine tolle Belohnung und Bestätigung. Der Preis und das Preisgeld seien noch das Tüpfelchen auf dem I. Insofern könne von Enttäuschung überhaupt keine Rede sein.

15-jähriger Prozess

Einen weiteren Anlauf werde es für die Schule nicht geben, stellt Schäfer klar. Diese eine Teilnahme an dem Preis sei das Ziel gewesen und der zweite Preis ein Riesenerfolg. Er sei das Ergebnis eines rund 15-jährigen Entwicklungsprozesses, der viel Einsatz von allen Beteiligten gefordert habe. Unter anderem hätten in den vergangenen zehn Jahren Teile des Kollegiums die jeweiligen Siegerschulen des Schulpreises besucht, um sich einiges für die eigene Arbeit abzuschauen. Was mit dem Preisgeld gemacht wird, werde in den nächsten Tagen entschieden. Jetzt werde erst einmal gefeiert, unter anderem mit der Gemeinde, die heute um 15.30 Uhr im Schloss einen Empfang für die Schule organisiert.

Die Mengerskirchener nutzten die Reise nach Berlin auch für eine Besichtigungstour. Besonders wichtig: Der Besuch der Gedenkstelle in Plötzensee. Der Namensgeber der Schule, Franz Leuninger, ist hier von den Nationalsozialisten umgebracht worden. Ein Besuch, der vor allem für Pfarrer Herbert Leuninger, einen Neffen des Namensgebers der Schule, ein besonderes Erlebnis gewesen sei, wie Schäfer betont.

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