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Eindrücke von der WM in London: Familie und Freunde im Pfeil-Fieber

Von Der Dartsport ist gesellschaftsfähig geworden. Die Zeiten, in denen die Pfeile nur in verrauchten Hinterstuben von Kneipen flogen, sind vorbei. Millionen von Fans verfolgten weltweit die Auftritte von „Mighty Mike“ Michael van Gerwen und Co. am Bildschirm und selbst im deutschen Frühstücksfernsehen wurde aktuell über den Zwischenstand bei den Weltmeisterschaften in London berichtet, die bis zum Endspiel am Neujahrstag liefen. Auch aus Langendernbach waren drei live dabei, als die Pfeile flogen.
Robert Fröhlich, Armin Eisenhuth und Niklas Eisenhuth (von links) erlebten die Dart-Weltmeisterschaft drei Tage lang live in London. Foto: privat Robert Fröhlich, Armin Eisenhuth und Niklas Eisenhuth (von links) erlebten die Dart-Weltmeisterschaft drei Tage lang live in London.
Langendernbach. 

Wer die Wohnung von Armin Eisenhuth in Langendernbach betritt, weiß sofort, welchem Hobby der Hausherr nachgeht: Unzählige Embleme von Schalke 04 schmücken die Wohnung. Doch wer sich in diesen Tagen mit Armin Eisenhuth unterhält, der wird nicht mit Namen wie Naldo oder Tedesco konfrontiert. Vielmehr beschäftigen den Mann aus Langendernbach im Moment Namen wie Michael van Gerwen oder Phil Taylor – alles Weltstars, die dem Dartsport nachgehen und die bei der Weltmeisterschaft in London starteten.

Für Armin Eisenhuth dient der Dartsport seit zwei Jahren ein Mal in der Woche als Ausgleich zum stressigen Berufsleben. Vor zwei Jahren hatte sein Sohn Niklas den Wunsch nach einer Dartscheibe geäußert. Er bekam die Erstausstattung als Geburtstagsgeschenk. Mit der Zeit kam immer mehr Ausrüstung fürs Steeldart dazu.

Keller ausgebaut

Dazu zählen eine Originalscheibe genauso wie Pfeile, „die schon mal 90 Euro kosten können“, erzählt Armin Eisenhuth. Damit hatte das Dartvirus bei der Familie Eisenhuth Einzug gehalten und sich auf Freunde übertragen.

Eine fünfköpfige Gruppe mit Armin Eisenhuth, seinem Sohn Niklas und den Freunden Robert Fröhlich, Jakob Pistor und Achim Pistor gestalteten einen Kellerraum um. Sohn Niklas verschwindet schon mal fünf Stunden am Stück im Keller. „Dann können die für diese Zeit sogar mal das Handy aus der Hand legen und sogar die Mathenoten sind besser geworden“, freut sich Armin Eisenhuth. Dann wuchs der Wunsch nach einer Liveveranstaltung, und so besorgten sich die Langendernbacher Karten für die Dart-WM in London. Per Flieger reisten die Dartfreunde von Frankfurt nach Heathrow und von dort weiter in den 1870 erbauten „Ally Pally“, wie der Alexandra-Palace in Dartkreisen genannt wird. Zwei Tage lang mischten sich Armin Eisenhuth, Niklas Eisenhuth und Robert Fröhlich unter die 3500 Fans, „um den letzten Auftritt von ,Dart-Legende‘ Phil Taylor am Ende seiner Karriere zu verfolgen“.

Die Blicke richteten sich auf die zwei riesigen Leinwände mit den Ergebnissen samt Kommentaren. In Erinnerung bleiben wird der Besuch des Innenraums, wo Besucher fast hautnah mit den Stars in Kontakt kommen. „Das ist einfach geil“, schwärmt Eisenhuth noch Tage nach dem London-Besuch.

„Einfach geil!“

Die Gruppe aus Langendernbach hatte sogar einen Kontakt mit Russ Bray, bekannt als „Caller – The Voice“. Russ Bray ist der weltweit bekannte Schiedsrichter „Caller“, der mit seiner markanten Stimme die Ergebnisse von der Scheibe ausruft. „Der war spontan zu einem Selfie bereit“, erzählte Armin Eisenhuth. Doch es gab für ihn nicht nur Positives von der Dart-WM zu berichten. Einige deutsche Fans gestalten seiner Meinung nach den Aufenthalt in London zu einem Ballermann-Besuch um. „Die verfolgen den Sport überhaupt nicht.“ In Erinnerung bleiben wird der Gruppe aus Langendernbach noch der Besuch des ältesten Londoner Pubs aus dem Jahr 1520. Ein Besuch des Towers rundete das Kulturprogramm ab, bevor die Heimreise in Richtung Langendernbach angetreten wurde.

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