Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Vertrag über Aufnahmeeinrichtung: Fast 700 Flüchtlinge in Diez

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylbegehrende in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne ist auf nunmehr knapp 700 angestiegen. Das teilte gestern Landrat Frank Puchtler mit.
Schon vor der Eröffnung bringen die Menschen Altkleider und Hilfsgüter in die neue Kleiderkammer an der Industriestraße, wie hier Ellen Vogt-Schmidt aus Niederneisen. Rechts im Bild Steffen Cloos vom DRK-Kreisverband. Schon vor der Eröffnung bringen die Menschen Altkleider und Hilfsgüter in die neue Kleiderkammer an der Industriestraße, wie hier Ellen Vogt-Schmidt aus Niederneisen. Rechts im Bild Steffen Cloos vom DRK-Kreisverband.
Diez. 

Am Donnerstag waren 40 weitere Flüchtlingen und Asylbegehrende in Diez angekommen. Damit ist die vom Land vorgesehene Mindestbelegung der Kaserne erreicht; insgesamt sollen nach derzeitiger Planung rund 800 bis 850 Menschen in der Notunterkunft Platz finden.

Wie berichtet, war es seitens des Landes Rheinland-Pfalz geplant, gegen Ende des Jahres eine eigenständige „Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende“ (AfA) in der freiwerdenden Freiherr-vom-Stein-Kaserne einzurichten. Durch den großen Zustrom von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Deutschland sah sich das Land Rheinland-Pfalz gezwungen, in der Diezer Kaserne kurzfristig eine Notunterkunft der bestehenden Aufnahmeeinrichtungen (Trier, Ingelheim) einzurichten. Schon wenige Tage nach der Ankündigung hatte das Deutsche Rote Kreuz, das die Diezer Notunterkunft im Auftrag des Landes betreibt, gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen einen Teil der Kaserne so weit hergerichtet, dass bereits am zweiten Septemberwochenende insgesamt 429 Flüchtlinge einziehen konnten. Bis zum vergangenen Wochenende war die Zahl der Bewohner auf rund 650 gestiegen.

Info: Flüchtlinge

Im Jahr 2014 wurden 416 Flüchtlinge in den Rhein-Lahn-Kreis zugewiesen. 2013 waren es 201, 2012 sogar nur 105 Menschen. Das sind Flüchtlinge, deren Asylverfahren laufen und von denen gut 20

clearing

Parallel zum Betrieb der Notunterkunft läuft in der Diezer Kaserne mit Hochdruck die Einrichtung einer eigenständigen Aufnahmeeinrichtung weiter. Diese soll zu Jahresbeginn an den Start gehen. Die AfA wird vom Land betrieben, aber auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) und die Kreisverwaltung (Gesundheitsamt, Ausländerbehörde) werden mit eigenen Dienststellen vor Ort sein. Der Integrationsbeauftragte der Kreisverwaltung, Jürgen Pirrong, hat ein Büro in der Kaserne bezogen.

Landrat Frank Puchtler zeigte sich zuversichtlich, dass die Vertragsverhandlungen mit dem Land über den Betrieb der Aufnahmeeinrichtung in Kürze zu einem guten Abschluss kommen werden.

(nnp)
Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse