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Zeltlager: Ferienspiele des TV Niederselters mit 90 Kindern und 30 Betreuern

Von 90 Kinder trotzen beim Zeltlager des TV Niederselters in Haintchen der Hitzewelle und erleben eine besondere Zeit. Am heutigen Freitag kommen die Eltern, um zu sehen, was ihre Sprösslinge alles gelernt haben.
Die Kicker-Hüpfburg ist riesig – und findet wegen der Hitzewelle in der Turnhalle Platz. Dort ist’s schön schattig. Bilder > Foto: Petra Hackert Die Kicker-Hüpfburg ist riesig – und findet wegen der Hitzewelle in der Turnhalle Platz. Dort ist’s schön schattig.
Niederselters. 

Die Betreuer werden hier richtig verwöhnt: „Wir bekommen Massagen, die Fingernägel lackiert und sogar die Haare geflochten“, erzählt Sophie. Die 23-Jährige betreut ein ganz besonderes Camp: Hier ist nämlich die deutsche Nationalmannschaft noch im Rennen. 90 Kinder haben beim Zeltlager des Niederselterser Turnvereins in Haintchen entschieden: Die WM ist noch nicht vorbei. Jedenfalls nicht in ihrem Spiel, das Teil des Lagerlebens ist. Die aktuelle Weltmeisterschaft kommt darin vor, außerdem sämtliche Siege der deutschen Mannschaft seit 1954.

„Ach, war das schön“, lautet der Titel der großen Revue, die die Kinder für den Elternnachmittag am Freitag ab 17 Uhr vorbereiten. Da gibt es jede Menge zu hören und zu sehen, nicht nur sportlich. Obwohl: „Die Jungs werden die Tore der deutschen Nationalmannschaft nachspielen, und es gibt sogar die passende Musik“, erzählt Sophie. Für die 50er Jahre wird also eine Tanzgruppe Rock’n’Roll präsentieren.

Verena Vormann und Stephan Muth sind ein gut eingespieltes Lagerleitungsteam. Über 30 Betreuer und Helfer sowie die Küchen-Crew kümmern sich um die Kinder, die auf dem Gelände des TuS Haintchen eine ganz besondere Zeit erleben. In diesem Jahr eine Woche später als gewohnt durch eine Großveranstaltung auf dem Gelände. Dafür bei bestem Wetter. „Wir müssen aufpassen, dass alle genug trinken“, sagt Verena Vormann. Es ist zwar genug da, doch beim Spielen vergeht die Zeit so schnell. Am Mittwoch gab es etwas ganz Besonderes: den Event-Tag. Darauf freuen sich die Kinder jedes Jahr besonders, und so gab es draußen auf dem Platz die Riesenrutsche und die Hippo-Hüpfburg – ein gewaltiger Spaß für alle. Ebenso aufblasbar ist das Zubehör für den Menschenkicker. Nur: Da es draußen so heiß war, wurde der in der Turnhalle aufgebaut. Genau die richtige Idee, um sich fetzige Fußballspiele an der Stange und im Schatten zu liefern.

Süße Währung

Die Kinder übernehmen Spül- und Platzdienste und die Betreuung der Betreuer natürlich. Wie sieht das aus? Oscar (9) muss lachen. Gemeinsam mit seinen Freunden Ben, Olli und Erik tut er, was er kann, um sie bei Laune zu halten. „Aber nicht umsonst, sie wollen auch etwas dafür“, sagt Verena Vormann. „Süßigkeiten!“, platzt Oscar heraus. Das ist die Währung im Zeltlager. Überhaupt: Der kleine Laden von Alfons Krickau in Haintchen ist für die Kinder jedes Jahr ein Höhepunkt. Und er rüstet auf, weil er weiß, dass sie kommen. „Ich glaube, so viele Wasserpistolen und Chips wie im Moment hat er sonst nie“, meinen die Kinder.

Sie genießen das Zeltlagerleben, und die gut betreuten Betreuer tun das auch. Sophie ist nur eine davon, Doreen (19) kann ebenfalls ein Lied davon singen, wie sehr sie hier von den Kindern verwöhnt werden. Seit ihrem sechsten Lebensjahr ist Doreen beim Zeltlager dabei, Sophie mittlerweile auch seit 15 Jahren.

Die teilnehmenden Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren erleben eine besondere Zeit. Für Doreen begann sie sogar zwei Jahre früher, schon mit sechs, weil ihr Vater damals Betreuer war. „Das ist auch jetzt noch so“, erzählt Sophie. Viele Verbindungen sind entstanden, und das tut gut.

„Schlafen wie ein Stein“

Mit der Hitzewelle kommen alle ganz gut zurecht. Denn: Nachts ist es zum Glück kühl. „Die Kinder sind dann so müde, sie schlafen wie die Steine“, erzählt ein Betreuer. Und am nächsten Morgen sind sie wieder quicklebendig auf dem Platz, spielen Tischtennis, Fußball, Riesen-Mikado oder lassen in den unterschiedlichen AGs ihrer Kreativität freien Lauf. Etwas ganz Besonderes ist die Nachtwanderung mit Erschrecken: Nur mit Knicklichtern und einer Karte bewaffnet machen sich die Gruppen auf den Weg. Die Betreuer dürfen Taschenlampen haben, die Kinder nicht. In der Gruselatmosphäre gibt es dann einige Überraschungen, die hier lieber noch nicht verraten werden sollten. Und dann das Schwimmbad: Die Zeltlager-Kinder dürfen nach der regulären Öffnungszeit einen Abend lang alleine schwimmen. Das ist bei dem Wetter natürlich genial, mit 90 Jungen und Mädchen, Helfern und Betreuern das Niederselterser Freibad ganz für sich zu haben.

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