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Gemeinschaftsprojekt: Fertigstellung nach 20 Jahren: Bevölkerung ermöglicht Trauerhalle in Steeden

Mit der Fertigstellung der Trauerhalle auf dem Friedhof hat in Steeden ein beinahe 20 Jahre altes Projekt seinen Abschluss gefunden. Die Bevölkerung hat dabei ein gehöriges Stück zum Gelingen beigetragen und der Stadt Runkel viel Geld gespart.
Die Trauerhalle und die renovierte Kapelle waren langgehegte Wünsche der Steedener. Die Trauerhalle und die renovierte Kapelle waren langgehegte Wünsche der Steedener.
Runkel-Steeden. 

„Die Umsetzung dieses Projekts hat den Zusammenhalt im Ort noch weiter gestärkt“, betont Ortsvorsteher Hans Karl Trog, wenn er von den Arbeiten an Friedhofskapelle und Trauerhalle berichtet. Um die 120 000 Euro habe beides zusammen gekostet. Einen nicht unerheblichen Teil der Summe hat die Dorfgemeinschaft herbeigeschafft. „Unter anderem ist der Überschuss der 750-Jahr-Feier aus dem Jahr 2008 in das Projekt geflossen. Das waren immerhin 25 000 Euro“, sagt Trog. Eine Spendenaktion und ein Konzert aller Chöre des Ortes hätten weitere 5000 Euro gebracht. Den Rest der Kosten habe die Stadt Runkel übernommen.

Und dieser Teil hätte noch um einiges höher sein können, betont Trog. Immerhin hätten die Bürger an die 700 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Auch Gewerbetreibende hätten ihre Dienste oder Materialien kostenlos zur Verfügung gestellt. „Wann immer ich Hilfe gebraucht habe, habe ich sie ganz problemlos bekommen – egal, ob von Unternehmern oder von Privatleuten“, berichtet der Ortsvorsteher.

Groß aber nicht wuchtig

Das Ergebnis könne sich sehen lassen: Die Kapelle erstrahle von innen und von außen in einem ganz neuem Glanz und habe außerdem eine neue Beschallungsanlage und eine Toilette bekommen. Statt des bisherigen Pultdaches habe sie nun ein neues Satteldach. Und dank der trotz ihrer Größe von ungefähr 20 mal sechs Metern ganz und gar nicht wuchtige Trauerhalle könnten nun die Trauergäste auch bei Wind und Wetter geschützt ihre Verstorbenen verabschieden. Die Trauerhalle ist an drei Seiten geschlossen – an zwei Seiten mit einer Glaswand, an der dritten durch die Kapellenwand. Eine Seite bleibt offen. Mehr als 100 Menschen können nun unter dem Dach Platz finden.

Die Umgestaltung der Friedhofskapelle treibt die Steedener seit geraumer Zeit um. Schon im Jahr 1998 war sie diskutiert worden, auch ein Abriss der Kapelle war ein Thema. Die Arbeiten mussten aber damals noch hinter den Neubau des Steedener Bürgerhauses zurücktreten. 2012 hatte der Ortsbeirat das Thema erneut aufgegriffen. Im Sommer 2015 waren die Kapelle und die Trauerhalle dann soweit fertiggestellt, dass sie von den Bürgern feierlich eingeweiht wurden. Die Glaswände, die vor gut zwei Monaten fertig geworden sind, runden das Projekt nun ab. Und Ortsvorsteher Hans Karl Trog ist sichtbar stolz auf die Kapelle samt Halle – und auf seine Steedener.

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