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Schlenz geht zur Lebenshilfe, Frank Groos ist Rathaus-Chef: Fliegender Wechsel im Rathaus Brechen

Von Die Brechener haben am Mittwochabend Werner Schlenz als Bürgermeister verabschiedet. Gleichzeitig verpflichtete die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Christel Höhler-Heun, Frank Groos als neuen Bürgermeister der 7000-Einwohner-Gemeinde. Werner Schlenz wechselte nahtlos: Gestern hat er seine Arbeit als Geschäftsführer der Limburger Lebenshilfe aufgenommen.
Gruppenbild mit Damen: Die Vorsitzende der Gemeindevertretung Christel Höhler-Heun (rechts) verabschiedete Werner Schlenz (Mitte, mit seiner Frau Birgit) und gratulierte seinem Nachfolger Frank Groos (mit seiner Frau Silke), der am Mittwochabend ins Amt eingeführt wurde. Bilder > Gruppenbild mit Damen: Die Vorsitzende der Gemeindevertretung Christel Höhler-Heun (rechts) verabschiedete Werner Schlenz (Mitte, mit seiner Frau Birgit) und gratulierte seinem Nachfolger Frank Groos (mit seiner Frau Silke), der am Mittwochabend ins Amt eingeführt wurde.
Brechen-Niederbrechen. 

Es sei ein komisches Gefühl gewesen, als seine Sekretärin Petra Becker nach dem Mittagessen zu ihm gesagt habe, „das war jetzt das vorletzte Mal“. Das vorletzte Mittagessen als Bürgermeister. Da erst wurde Werner Schlenz richtig bewusst, was er hinter sich lässt.

Doch als Geschäftsführer der Limburger Lebenshilfe ist er nicht aus der Welt. „Eine Aufgabe, die sehr gut zu ihm passt“, sagte Peter Tiefenbach bei der Verabschiedung in der vollen Niederbrechener Kulturhalle im Namen der Vereine. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Christel Höhler-Heun, und die Erste Beigeordnete Brigitte Su-therland (beide CDU) verabschiedeten Schlenz herzlich, musikalisch umrahmt vom Bläserensemble „Die Freunde der Bürgermeister“, eigens zu diesem Anlass gegründet.

Charakteristika: „Ich erinnere mich, dass Werner Schlenz in den vergangenen Jahren zwei- oder dreimal mit der Faust auf den Tisch geschlagen hat, und das nicht nur symbolisch. Worum es dabei ging, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber bestimmt war es in dieser Situation erforderlich.“ So beschrieb Christel Höhler-Heun eine Form der Zusammenarbeit, die gerade nicht vom Auf-den-Tisch-Hauen geprägt war. Im Gegenteil: Sachlich, sehr offen und fair habe sich der Werschauer für seine Heimatgemeinde eingesetzt, dabei immer das Große Ganze im Auge behalten. Sprich: Bei wichtigen Maßnahmen wie dem Bau der Sportanlagen habe er immer die Folgekosten im Auge gehabt. DSL, der gemeinsame Ortspolizeibezirk, die Übernahme der Kindergärten in städtische Regie – überall seien mit Weitblick Weichen gestellt worden, in guter Zusammenarbeit. „Du warst mit Herzblut Bürgermeister und wir verabschieden Dich mit Wehmut“, sagte Christel Höhler-Heun.

„Die große Zahl der Gäste hier zeigt, dass die Brechener wissen, dass sie einen guten Bürgermeister hatten und wieder bekommen“, sagte Landrat Manfred Michel (CDU). Als Sprecher der 19 Bürgermeister im Kreis habe Schlenz „den Haufen gut zusammengehalten“ und stets pragmatisch und unkompliziert gearbeitet. Das unterstrich auch der Bad Camberger Bürgermeister Wolfgang Erk (SPD), stellvertretender Sprecher der Bürgermeister im Kreis: „Wir verlieren einen wertvollen Kollegen.“ Die Sprecher-Funktion wird künftig die Hünfeldener Bürgermeisterin Silva Scheu-Menzer übernehmen, die wie Schlenz und dessen Nachfolger Frank Groos parteilos ist.

Mit Leidenschaft dabei

Er habe die Belange der Gemeinde und der Bediensteten mit Leidenschaft vertreten, sagte auch die Personalratsvorsitzende Ann-Kristin Bäbler. Pfarrerin Susanne Holz-Plodek wünschte Schlenz und Groos „Glück und Gottes Segen“.

Eine besondere Auszeichnung überreichten der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Thomas Schmidt, und Gemeindebrandinspektor Markus Schütz: die Ehrenmedaille des deutschen Feuerwehrverbandes, die höchste Auszeichnung, die die Feuerwehr einem Nicht-Feuerwehrangehörigen geben kann, in Anerkennung der hervorragenden Zusammenarbeit.

„Hier kann man sehr pragmatisch zusammenarbeiten und das macht diese Truppe so sympathisch“, merkte Werner Schlenz dazu an. Er blickte auf die Entwicklung der letzten zwölf Jahre zurück und stellte fest: „Das war keine Einzelleistung, sondern das gelungene Zusammenwirken von ganz vielen Menschen.“ Mit Respekt habe er die Nachfolge von Bernhard Königstein angetreten, der sparsam gewirtschaftet und Brechen gut aufgestellt habe. Gleiches sagte jetzt Frank Groos zu seinem Vorgänger. Der neue Brechener Bürgermeister versprach, sich einzusetzen. Wie Schlenz ist er ein Verwaltungsfachmann. Er stammt aus Niederbrechen und es mache ihn glücklich, sich auf diese Weise für seine Heimatgemeinde engagieren zu können. „Ich fühle mich allen drei Ortsteilen sehr verbunden“, sagte Groos.

Er versprach, für alle ein offenes Ohr zu haben, und weiter auf gute Zusammenarbeit zu setzen. Zukunfts-Themen wie die Oberbrechener Emstalhalle, die B-8-Umgehung oder die Sanierung der Kläranlage seien nur gemeinsam zu lösen, und er wolle den guten „Brecher Weg“ gerne fortsetzen.

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