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Adolf-Reichwein-Schule und der Leo-Sternberg-Schule Limburg: Flüchtlinge benötigen Hilfe

Die regionalen Preisträger des 62. Europäischen Schülerwettbewerbs „Europa hilft – hilft Europa?“ der Adolf-Reichwein-Schule und der Leo-Sternberg-Schule Limburg der Jahrgangsstufen neun bis 13 wurden in einer Feierstunde in der Aula der Sternberg-Schule ausgezeichnet.
80 Schüler der Limburger Adolf-Reichwein- und der Leo-Sternberg-Schule gewannen Bundes- und Landespreise beim 62. Europäischen Schülerwettbewerb. 80 Schüler der Limburger Adolf-Reichwein- und der Leo-Sternberg-Schule gewannen Bundes- und Landespreise beim 62. Europäischen Schülerwettbewerb.
Limburg. 

Die Reichwein-Schülerinnen Dilara Gülbahce, Michele Lenz und Elena Meudt (Limburg) waren für ihre Leistungen in dem europäischen Schülerwettbewerb sogar von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem mehrtägigen Berlin-Besuch eingeladen worden. Sie berichteten von ihren Erlebnissen im Bundeskanzleramt, im Bundestag und auch am Mahnmal für Völkerverständigung. Ihre Arbeit hatte unter dem Thema „Festung Europa“ gestanden.

Auf einer Homepage, in Videoclips, Interviews und einer Hausarbeit beschäftigten sich die drei Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 mit den positiven wie negativen Seiten europäischer Flüchtlingspolitik.

Beeindruckend, dass gleich sieben der Reichwein-Schüler von Projektleiter Roland Gawinski zum elitären Kreis der nur 30 Bundessieger zählten. Neben den drei bereits Genannten noch Tim Jona Eriksson, Jelena Jost und Leonie Knaak, die ein zum Thema passendes Theaterstück auf Englisch verfilmten, sowie Lilia Fuchs, die ein Kinderbuch schrieb. Sie durften sich über die Einladung zum „Tag der Talente“ in der Landesvertretung Bremen beziehungsweise zu einem Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung in Straßburg frreuen.

 

„Glänzende Bilanz“

 

Insgesamt 80 regionale Preisträger der beiden teilnehmenden Schulen nannte der Leiter der Sternberg-Schule, Attilio Forte, eine glänzende Bilanz. Themen wie Griechenland, Terroranschläge oder die Flüchtlingshilfe seien derzeit in aller Munde. Die Schüler hätten sich vorbildlich Gedanken gemacht und Lösungsansätze entwickelt, sagte Forte.

An seiner Schule würden interkulturelle Lernprozesse gefördert. Schüler aus insgesamt 30 Herkunftsländern bekämen hier vermittelt, dass die Würde des Menschen das höchste Gut sei. Die jungen Leute sollten eine eigene Identität entwickeln, aber dabei stets mit Achtung und Respekt mit anderen Menschen umgehen. An der Sternberg-Schule sei kein Platz für Fremdenfeindlichkeit, stellte Attilio Forte klar.

Info: Noch mehr Preisträger

Weitere Preisträger: Landespreise: Adolf-Reichwein-Schule: Leonie Aßmann, Rajeethana Balachandran, Florian Barnikel, Jellina Baskal, Kim Baumann, Anne-Milena Becker, Dominik Bernard, Celine

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Für Limburgs Erster Stadtrat Michael Stanke (CDU) ist das Flüchtlingsthema wichtigste Aufgabe in der internationalen Politik. Er nannte es eine Herausforderung, die Flüchtlinge in Deutschland willkommen zu heißen und sie unterstützen. Stanke sprach von einer Willkommenskultur in Limburg. Zahlreiche Menschen betätigten sich ehrenamtlich zur Förderung der Integration von Flüchtlingen.

 

Not lässt fliehen

 

Natürlich gebe es trotzdem aber auch noch Menschen, die Flüchtlinge negativ sehen würden. Hier sei Information gefragt, müsse den Menschen verdeutlicht werden, dass das Menschen seien, die aus höchster Not nach Deutschland fliehen würden.

Der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher und designierte Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) sagte, er sei stolz, dass die Schüler das Thema konkret gemacht hätten. Wenn die Flüchtlinge guten Willens seien, sich zu integrieren und „wir auch guten Willens sind“, dann werde das Miteinander funktionieren. Jeder dieser Flüchtlinge habe Begabungen, die wertvoll für unsere Gemeinschaft sein könnten.

Michael Borschel, Kreisvorsitzender der Europa-Union, freut sich, dass sich nach der Reichwein- auch die Sternberg-Schule intensiver dem Europäischen Wettbewerb widmet. Der eine oder andere Einheimische möge sich bei der Frage der Flüchtlingsaufnahme überfordert fühlen, aber klar sei, dass Menschenrechte für jeden gleichermaßen Gültigkeit besäßen, so Borschel. Es müsse von daher noch viel deutlicher gemacht werden, was Flüchtlinge erlebt hätten, bevor sie den mutigen Weg nach Europa gegangen seien. Überlegt werden müsse aber auch, was in den Heimatländern der Flüchtlinge getan werden könne, damit künftig die Menschen nicht mehr aus ihrer Heimat fliehen müssten.

Reichwein-Schulleiter Ralf Abel zeigte sich stolz auf die Ergebnisse der Arbeiten der Schüler, die viele kreative Ideen entwickelt hätten. Sie hätten Engagement, Leidenschaft und viel Fachwissen unter Beweis getsellt. Solch engagierte Europäer könne man sich nur wünschen, betonte Abel. rok

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