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Café International in Elz: Flüchtlinge sind willkommen

Zum vierten Mal lud der Arbeitskreis (AK) Flüchtlingshilfe die Elzer sowie die Flüchtlinge in der Gemeinde zu einem Café International ein. Das Fazit: Integration in Elz findet statt, es gibt aber noch viel zu tun.
Gemeinsam Kaffee trinken – der Arbeitskreis Flüchtlinge lädt ein. Gemeinsam Kaffee trinken – der Arbeitskreis Flüchtlinge lädt ein.
Elz. 

An den voll besetzten Tischen erklingt ein buntes Sprachgewirr. Rund 50 Gäste gemischt aus den Flüchtlingen, Mitgliedern des Arbeitskreises Flüchtlinge sowie Neugierige, die gerne helfen möchten, treffen sich in gemütlicher Runde, um sich auszutauschen, sich kennenzulernen und zu erzählen, was schon alles erreicht worden ist. Das Café international bietet der AK seit einem Jahr an, um zusammen zu kommen und die Bedürfnisse der Flüchtlinge kennenzulernen. Rund 80 Flüchtlinge befinden sich zurzeit in Elz und der AK ist bemüht, diesen zu helfen.

Heiner Egenolf (FWG), Vorsitzender des Jugendausschusses, ist zum zweiten Mal dabei. Der Jugendausschuss hat seine Unterstützung angeboten und er möchte gerne wissen, was schon läuft und was getan werden kann. „Die neuen Hilfsangebote müssen jetzt alle koordiniert werden“, sagt Egenolf. Die Gemeinde wisse sehr zu schätzen, was der AK alles tut. „Die Bemühungen gehen in die richtige Richtung.“ Wer für die Flüchtlingsarbeit spenden möchte, kann dies über den Bürgerfonds tun. „Von den Spendengeldern haben wir Deutschbücher für den Unterricht gekauft“, so Egenolf.

Rund 15 Personen bringen sich momentan aktiv im AK ein. Sie versuchen, die Flüchtlinge in allen Belangen zu unterstützen. Pastoralreferentin Renate Ruß erzählt: „Die Helfer lassen sich viel einfallen, damit die Flüchtlinge Fuß fassen können in der ihnen vollkommen fremden Welt.“ Am dringendsten sind deutsche Sprachkenntnisse nötig, damit sie kommunizieren und sich integrieren können. Momentan versuchen neun ehrenamtliche Helfer, mit den Asylsuchenden Deutsch zu lernen. Das sind zu wenige. Daher sucht der AK dringend weitere Personen, die bei den Deutschkursen helfen.

Neben dem AK leisteten Schulen, Kindergärten und Vereine einen Beitrag bei der Integration der Familien, sagt Ruß. Mit ihrem Einsatz schafften sie es, ein Stück Normalität in das Leben der traumatisierten Menschen zu bringen. Weiterhin konnte der AK für eine Familie eine Wohnung in Elz finden, organisierte den Umzug, besorgte notwendige Einrichtungsgegenstände und half bei den Behördengängen.

 

Helfer gesucht

 

Sonja Peichl sagt, sie wisse es sehr zu schätzen, dass die Vermieter ohne Ängste und Vorurteile seien und die Familie tatkräftig unterstützten. Die Familie bekam dadurch die Möglichkeit, die beengte Gemeinschaftsunterkunft zu verlassen.

Nicht nur die Elzer Bürger engagieren sich, um die Flüchtlinge in ihrer Gemeinde willkommen zu heißen. Auch Einzelhändler und Unternehmen unterstützen den AK, spenden Spielsachen oder laden zum Essen ein. Jeder, der helfen möchte, ist willkommen – als Flüchtlingsbegleiter, Sprachlehrer, Umzugshelfer, Vermieter, Mitdenker im Helferkreis, Organisator von Treffen oder Fahrradfahrtrainer für Flüchtlingskinder. Wer helfen will, kann beim nächsten Helfertreffen am 26. Februar, 17 Uhr im Pfarrheim Elz, Lehrgasse vorbeischauen oder sich bei Renate Ruß, (0 64 31) 5 70 69 13, oder Sonja Peichl, Telefon:  (01 51) 61 13 45 77, melden. lh

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