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Arbeitskreis: Flüchtlingsarbeit besser vernetzen

Mehr Informationen und mehr Unterstützung: Die ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingshilfe möchten nicht einfach ins kalte Wasser geworfen werden. Die Helfer durften beim zweiten Netzwerktreffen des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe vom Kreis Limburg-Weilburg (AKF) ihre Wünsche äußern.
Wo gibt es Hilfe? Die Helfer der verschiendenen Flüchtlingsinitiativen legten auf einem Umriss des Landkreises ihre Kontaktdaten nieder. Foto: Lachnit, Heike Wo gibt es Hilfe? Die Helfer der verschiendenen Flüchtlingsinitiativen legten auf einem Umriss des Landkreises ihre Kontaktdaten nieder.
Elz/Limburg. 

Inzwischen haben sich im Landkreis viele Institutionen und Menschen gefunden, die bereit sind, sich für Flüchtlinge zu engagieren. Aber es könnte besser laufen, sagten die Helfer beim zweiten Netzwerktreffen des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe im Kreis Limburg-Weilburg (AKF): Wüssten die Kommunen und Helfer früher Bescheid über Neuankömmlinge in ihren Reihen, wäre es einfacher, eine Willkommenskultur zu entwickeln. Doch leider bekämen die Helfer häufig erst mit, dass Flüchtlinge in der Nachbarschaft wohnen, wenn sie fremde Gesichter auf der Straße sehen. Unter diesen Bedingungen sei eine Willkommenskultur sehr schwierig.

Dr. Georg Poell, Referent des katholischen Kirchenbezirks Limburg, hatte die Männer und Frauen, die zum AKF-Treffen ins Elzer Pfarrheim nach Elz gekommen waren, aufgefordert, ihre Erwartungen und Wünsche zu äußern.

Viele der Anwesenden wünschen sich – neben der früheren Information – dass Flüchtlinge arbeiten dürfen, und sie wünschen sich mehr Informationen über die Vermittlung von Sprache. Außerdem wurde der Wunsch nach einer besseren Unterstützung bei Behördengängen durch einen zentralen Ansprechpartner geäußert.

Ein Ehrenamtler regte an, ein Netzwerk im Internet zu schaffen, das sei bei einigen Fragen sicher effektiver und vor allem schneller als diese Netzwerk--Treffen. Dafür sammelten Poell und Joachim Naurath vom evangelischen Dekante Runkel die Kontaktinformationen ein.

Das Treffen war aber auch eine Möglichkeit, einmal zu schauen, wo im Landkreis überhaupt Flüchtlingen bei ihrem Neustart geholfen wird. Mit einem Schaubild auf dem Boden des Pfarrheims konnten sich alle Anwesenden einen Eindruck verschaffen, wie viele Flüchtlinge in den einzelnen Orten sind und welche Initiativen eventuell in der direkten Nachbarschaft tätig sind. Und somit gab das Treffen immer wieder Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen.

 

Räder für Flüchtlinge

 

Neben den Netzwerktreffen versprach der AKF auch, Infoveranstaltungen zu speziellen Themen anzubieten. Anfang Juni fand ein solches Treffen zum Thema „Fahrräder für Flüchtlinge – eine Chance zur Mobilität, aber was muss beachtet werden?“ statt. Dr. Georg Poell sagte, er hätte sich mehr Interesse gewünscht, aber er wisse, dass alles seine Zeit braucht. Aber offenbar gibt es noch andere Hürden: Es sei ja nicht damit getan, den Flüchtlingen Fahrräder zur Verfügung zu stellen, hieß es. Es müssten auch Fragen zur Wartung, Unterbringung, aber auch zum Verhalten im Straßenverkehr geklärt werden.

Ein weiteres Info-Treffen findet am Montag, 20. Juli, um 19.30 Uhr im Caritas-Haus in Limburg statt. Dann geht es um folgende Fragen: Was passiert mit den Flüchtlingen, wenn sie anerkannt sind? Es kommen völlig neue Aufgaben auf die Flüchtlingshilfe zu, wenn ein Asylverfahren positiv abgeschlossen worden ist. Mitarbeiter vom Jobcenter werden Fragen über die Beantragung von Leistungen und die Schritte zur beruflichen Integration beantworten. Themen wie Familienzusammenführung und Wohnungssuche sollen ebenfalls angesprochen werden. Für eventuelle Rückfragen steht Sebastian Schneider vom Caritasverband, Telefon:  (0 64 31) 20 05 32, zur Verfügung. Zur Planung sollen sich die Interessierten anmelden unter akf@limburg-weilburg.de. Das nächste Netzwerktreffen findet am 8. Oktober statt.

(lh)
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