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Flüchtlinge in Limburg: Flüchtlingskrise fordert die Feuerwehren

In über 40-jähriger Tradition trafen sich die ehemaligen Führungskräfte der freiwilligen Feuerwehren im Kreisverband Limburg-Weilburg zum vorweihnachtlichen Altentag in Eschenau.
Die ältesten Feuerwehrveteranen (v. li.): August Stengler, Hubert Martin, Oswald Zell, Alfred Gärtner und sitzend Kal Zimmermann mit den Ehrengästen Friedhelm Bender (3. v. li.), Manfred Michel, Thomas Schmidt und Georg Hauch (re.). Die ältesten Feuerwehrveteranen (v. li.): August Stengler, Hubert Martin, Oswald Zell, Alfred Gärtner und sitzend Kal Zimmermann mit den Ehrengästen Friedhelm Bender (3. v. li.), Manfred Michel, Thomas Schmidt und Georg Hauch (re.).
Runkel-Eschenau. 

Beim Altentag der ehemaligen Feuerwehrführungskräfte im Dorfgemeinschaftshaus Eschenau stand die derzeitige Flüchtlingskrise, die auch die Feuerwehr stark fordert, im Mittelpunkt. Landrat Manfred Michel und der Verbandsvorsitzende Thomas Schmidt würdigten das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Floriansjünger beim Unterbringen und Versorgen der Asylbewerber in den Camps der Erstaufnahme und den eilig hergerichteten Notunterkünften. Betroffene Kommunen seien überfordert; den Hilfskräften werde sehr viel abverlangt, sagte Michel. Er sei froh, dass im Landkreis Limburg-Weilburg bis jetzt noch keine Turnhallen belegt werden mussten. Bürgermeister Friedhelm Bender dankte den Feuerwehrleuten, die aktuell beim Herrichten Egenolfscher Hallen in Dehrn eingesetzt sind; sie sollen demnächst mit 500 Flüchtlingen belegt werden.

Die Einsätze für Flüchtlinge waren für die freiwilligen Feuerwehren neu, überraschend und mehr als nachhaltig unter den zahlreichen Einsätzen dieses Jahres, sagte Thomas Schmidt. „Eine Einsatzart, die wir bislang noch nicht zu bewältigen hatten. Die Einheiten haben beim Aufbau der Notunterkünfte in Staffel und jetzt aktuell auch in Dehrn großartige Einsatzbereitschaft gezeigt.“

Zu üblichen Einsätzen wurden Feuerwehren laut dem Kreisvorsitzenden bereits am ersten Tag des neuen Jahres 2015 gerufen – zu einem Scheunenbrand in Niederbrechen, zu einem Küchenbrand in einem fünfgeschossigen Haus in Limburg und zu einem Gasaustritt in Seelbach. Ebenfalls noch im Januar hatte ein Geisterfahrer auf der B 49 bei Offheim einen Verkehrsunfall verursacht, nach dem die Feuerwehr eine tödlich verletzte junge Fahrerin aus ihrem Autowrack schneiden musste. Zwei Wochen später mussten nach einem schweren Verkehrsunfall in Lindenholzhausen bei einer schwierigen Rettungsaktion gleich zwei eingeklemmte Personen befreit werden. Ebenfalls noch im Februar wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn bei Werschau mit mehreren Lkw gerufen. Beim Brand einer Metallbearbeitungsmaschine mit starker Rauchentwicklung bei der Firma Meier Guss in Staffel waren drei Wehren eingesetzt. Überdies häuften sich Einsätze nach Unwettern im gesamten Kreisgebiet.

Zu den Kreisleistungsübungen in Villmar waren 19 Mannschaften angetreten. Den ersten Platz belegte die Feuerwehr Werschau punktgleich mit den Feuerwehren Rückershausen und Obertiefenbach. Beim Kreisfeuerwehrmusikfest in Villmar spielten acht Orchester und Musikzüge im Pfarrgarten auf. Der Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg wurde gleich zweimal ausgezeichnet. Er wurde „Feuerwehr des Monats August“ und errang den zweiten Hessischen Feuerwehrpreis. Den zweiten Platz beim Hessischen Feuerwehrpreis errang Limburg-Weilburg mit seinem Beitrag zum Thema Brandschutzerziehung, schloss Schmidt.

Die ältesten Veteranen waren Karl Zimmermann aus Freienfels (94), August Stengler aus Runkel (93), Alfred Gärtner aus Hadamar (91), Hubert Martin aus Oberweyer und Oswald Zell aus Arfurt (beide 89). Sie wurden mit einem Präsent bedacht. Zu Gast waren auch wieder die Sänger des Chors „Roter Hahn“ aus Rohnstadt, die unter Leitung von Dieter Oesterling einige Lieder sangen. Der Dank des Vorstandes galt den Floriansjüngern aus Eschenau, die wieder für Speis und Trank sorgten.

(mhz)
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