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Straßenzustand: Freie Fahrt mit Hindernissen

Von Während im gesamten Landkreis der Zustand der Kreisstraßen überwiegend als schlecht bewertet wird, ist die Lage im Norden von Limburg „relativ gut“. Das sagt Waldbrunns Bürgermeister Peter Blum. Und dort, wo akuter Verbesserungsbedarf herrscht, hilft der Kreis „schnell und unkompliziert“. Die Landstraßen sind dagegen in „erbärmlicher Verfassung“, sagt Hans-Georg Kaiser vom Bauamt Hadamar.
Schlaglöcher säumen die Kreisstraße zwischen Thalheim und Heuchelheim. Hier besteht Handlungsbedarf. Schlaglöcher säumen die Kreisstraße zwischen Thalheim und Heuchelheim. Hier besteht Handlungsbedarf.
Hadamar/Waldbrunn/Dornburg. 

Dass auch im Norden des Landkreises die Straßen „nicht immer 100 Prozent optimal“ sind, sei klar, sagt Andreas Höfner, Bürgermeister in Dornburg. Das beziehe sich allerdings auf alle Straßen, nicht nur auf die des Kreises. Schlaglöcher bilden sich und wuchern, Risse durchfurchen den Fahrbahnbelag auch auf den Verkehrswegen seiner Gemeinde. Zudem sind einige Straßen so eng bemessen, dass die Ränder beschädigt werden, wenn zwei Lkw einander passieren müssen. In Thalheim beispielsweise sei die Ortsdurchfahrt „suboptimal“. Auch die Straßenentwässerung beim Bahnübergang in Wilsenroth ist beschädigt, was „störend und nicht ganz ungefährlich“ ist, sagt er.

Schäden zeitnah behoben

Allerdings funktioniert auch nach seiner Erfahrung das Zusammenspiel mit der Kreisverwaltung hervorragend. „Sobald wir einen Schaden feststellen und der Kreisverwaltung melden, wird der zeitnah behoben.“ Die Kommunikation sei einwandfrei. „Wir sind mit dem Service sehr zufrieden.“ Das gilt auch für die Arbeit der vom Kreis beauftragten Straßenbauunternehmen Wilhelm Schütz (Weilburg) und Wilhelm Jost (Weilmünster). Die Strecken werden regelmäßig abgefahren, ausgebessert oder entsprechend der langfristigen Planung erneuert. So sollen in diesem Jahr beispielsweise neben den Ortsdurchfahrten Thalheim auch die Straßen durch Oberweyer und Elz erneuert werden. Entspannt beurteilt auch der Waldbrunner Bürgermeister Peter Blum die Situation auf den Straßen seiner Gemeinde.

Ungenügend

Bei der Oberflächenbehandlung wird lediglich die oberste Schicht der Fahrbahn saniert. Dabei können dünne Asphaltdecken in Heiß- oder Kaltbauweisen erneuert werden.

clearing

Von einem Hindernisparcours könne man nicht sprechen. Vielmehr sei der Zustand „relativ gut“. Auch Blum bestätigt die gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. „In naher Zukunft“ etwa soll die Ortsdurchfahrt von Hintermeilingen ausgebessert werden. Der Ortsteil Lahr soll innerhalb der nächsten zwei Jahre auf dem Programm stehen. Die ebenfalls stark ramponierte Ortsdurchfahrt Ellar soll noch in diesem Jahr ausgebessert werden. Deren Neubau ist indes erst für das Jahr 2021 geplant, sagt Bürgermeister Blum und weist darauf hin, dass es sich hierbei ohnehin nicht um eine Kreis-, sondern um Landesstraße handelt. Und für deren Instandhaltung sei der Kreis nicht zuständig.

„Erbärmlich“

Wenn es um Landstraßen geht, ist Hessen Mobil in der Pflicht, sagt Hans-Georg Kaiser, Leiter vom Bauamt Hadamar. Und da gestalte sich der Kontakt äußerst schwierig. Maßnahmen würden allenfalls schleppend realisiert. „Die Landstraßen sind in erbärmlichen Zustand.“ Und eine Verbesserung nicht in Sicht, kritisiert Kaiser. Da müsse man sich nur mal die Landesstraße anschauen, die Hadamar durchquert. Dass deren Sanierung dringend notwendig ist, habe bereits zu Beginn der 1990er Jahre festgestanden. Das Land plante, ermittelte die Kosten – und verwarf die Überlegungen. Seither zerbröckelt die Fahrbahn. Dass die Bürger darüber verärgert sind, wundert den Bauamtsleiter nicht. Man könne schließlich nicht erwarten, dass die Bürger wissen, auf welcher Straße sie sich gerade befinden.

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