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Kinderbetreuung: Für 30 Stunden Kita zahlen Eltern in Brechen künftig gar nichts mehr

Mehrheitlich haben sich die Brechener Gemeindevertreter gegen eine in allen Ortsteilen verfügbare kostenlose Kinderbetreuung ausgesprochen. Stattdessen werden die Gebühren gesenkt.
Ab August kostenlos ist die 30-Stunden-Regelbetreuung im „Kinderhaus“ in Niederbrechen. Fotos [3]: Johannes Koenig Foto: Johannes Koenig Ab August kostenlos ist die 30-Stunden-Regelbetreuung im „Kinderhaus“ in Niederbrechen. Fotos [3]: Johannes Koenig
Brechen. 

Anfang August ist es so weit: Dann bietet das Land Hessen Städten und Gemeinden eine gebührenfreie Kindergartenbetreuung an. Mit 135,60 Euro pro Kind und Monat wird die sogenannte Regelbetreuung von sechs Stunden pro Tag vom Land gefördert.

„Klar nehmen wir das Angebot des Landes an“, erklärte Bürgermeister Frank Groos (parteilos). „In der Gemeinde Brechen kostet eine sechsstündige Kinderbetreuung 132 Euro. Die Differenz von 3,60 Euro wäre ein kleiner Puffer/Profit.“ Wie die Förderung sich konkret auf das Brechner Betreuungsangebot auswirkt, darüber entschieden nun die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung. Mit 15 Ja-, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung stimmten sie für die sogenannte Variante 1: Es bleibt alles so wie es ist, nur die Eltern müssen zukünftig nichts oder weniger zahlen.

Neue Modelle abgelehnt

Allerdings bieten bisher nur das Kinderhaus in Niederbrechen und die Kiga Werschau eine Regelbetreuung von 30 Stunden an, die dann zukünftig komplett kostenlos wäre. Eltern, deren Kinder den Kindergarten St. Maximin in Niederbrechen oder die Kita in Oberbrechen besuchen, hätten diese kostenfreie Option dagegen nicht. Aus diesem Grund schlug die Verwaltung die sogenannte Variante 3 vor: Es sollte ein neues, beitragsfreies Betreuungsmodell mit einem Umfang von 30 Stunden pro Woche geschaffen werden.

Bis 2050 soll der Werschauer Sportverein nun Vereinsheim und Sportplatz nutzen können. Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Bis 2050 soll der Werschauer Sportverein nun Vereinsheim und Sportplatz nutzen können.

Das Modell sollte für alle Einrichtungen gelten. Die Öffnungszeiten wären montags bis freitags von 7 bis 13 Uhr. Es sollte die Möglichkeit geben, weitere Betreuungszeiten sowie das Mittagessen kostenpflichtig hinzu zu buchen.

Unter den Gemeindevertretern fand der Vorschlag der Gemeinde jedoch keine Mehrheit. Mit sieben Ja-Stimmen, elf Nein-Stimmen sowie fünf Enthaltungen lehnten sie ihn ab. Ebenfalls keine Mehrheit fand der Vorschlag der FDP-Fraktion, die Gebührensatzung zu ändern, so dass nach Bedarf an einzelnen Tagen zusätzliche Betreuungsstunden dazu gebucht werden können.

Einstimmig votierte die Gemeindevertretung wiederum dafür, die anstehende Modernisierung des Kinderspielplatzes in Werschau mit 30 000 Euro zu fördern. Als Vorbild dient der im vergangenen Herbst erfolgreich umgestaltete Spielplatz in der Langhecker Straße gegenüber dem Seniorenzentrum. Ein Vorhaben, das maßgeblich von einer Elterninitiative getragen wurde, die dabei tatkräftig von der Gemeinde und dem Verschönerungsverein Niederbrechen unterstützt wurde. „Es gibt Signale, dass es auch in Werschau zahlreiche Eltern gibt, die bereit wären, sich da einzusetzen“, erklärte der Bürgermeister. Da es sich um ein gemeindeübergreifendes Projekt handle, sei nach Niederbrechen mit Werschau nun ein anderer Ortsteil dran. Das heiße aber nicht, dass Niederbrecher nicht zukünftig nicht wieder an die Reihe kommen würde.

Die Renovierung des Spielplatzes in Werschau wird von der Gemeinde mit 30 000 Euro unterstützt. Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Die Renovierung des Spielplatzes in Werschau wird von der Gemeinde mit 30 000 Euro unterstützt.

Ebenfalls einstimmig sprach sich die Versammlung für eine Vertragsverlängerung mit dem Werschauer Sportverein aus. Dieser möchte einen barrierefreien Zugang zwischen Vereinsheim und Sportplatz errichten. Um Fördermittel zu erhalten, muss der Verein das Gelände für die nächsten 25 Jahre nutzen können. Die Laufzeit des Vertrags wird nun bis zum Jahr 2050 verlängert. Außerdem gibt die Gemeinde eine entsprechende Erklärung an den Landessportbund ab.

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