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Grundstückskauf: Für Parkplätze und Obdachlose

Von Die Gemeinde Brechen möchte das Grundstück samt Gebäude neben dem Rathaus (Marktplatz 3) kaufen, um Parkplätze zu schaffen und eine Möglichkeit, um Obdachlose unterzubringen. Zunächst sind 240 000 Euro im Haushalt bereitgestellt – dies nur als grober Rahmen, denn die Verhandlungen mit der katholischen Kirche werden noch geführt. Grundsätzlich hat die Kirche signalisiert, einem Verkauf an die Gemeinde zuzustimmen.
Das große gelbe Haus neben dem Brechener Rathaus und das Grundstück gehöre der katholischen Kirche. Das große gelbe Haus neben dem Brechener Rathaus und das Grundstück gehöre der katholischen Kirche.
Brechen. 

Zurzeit nutzt die Caritas einen Teil des großen, gelben Gebäudes direkt neben dem Brechener Rathaus. Das Grundstück (einschließlich des Gebäudes) ist 514 Quadratmeter groß. Alles gehört der katholischen Kirche, und die Gemeinde Brechen hätte Interesse, die Liegenschaft zu erwerben.

Kontakt mit Pfarrer Benner ist bereits aufgenommen, der Verwaltungsrat der Kirche hat Verkaufsbereitschaft signalisiert. Die Gemeindevertretung hat jetzt einstimmig zugestimmt: Auch die Parlamentarier befürworten den Kauf grundsätzlich. Denn: An dieser Stelle könnten die Brechener zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Grundstück könnte zur Brandgasse hin geöffnet und als Parkplatz für Mitarbeiter und Besucher des Rathauses genutzt werden. Gleichzeitig besteht durch die Übernahme des Gebäudes die Möglichkeit, mittelfristig eine Perspektive zu schaffen, um Obdachlose unterbringen zu können.

„Wir könnten die Parplatzsituation rund um den Hydepark und in der Marktstraße deutlich entlasten. Die Gemeindeverwaltung könnte dadurch hinsichtlich auszuweisender Stellplätze im übrigen ein lange bestehendes Defizit ausgleichen und so mit gutem Beispiel vorangehen“, so Bürgermeister Frank Groos (parteilos). Was die Unterbringung von Obdachlosen angeht, ist es so: „Im Sinne des Hessischen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes ist die Gemeinde verpflichtet, bei angezeigter Obdachlosigkeit, diese Person unterzubringen.“ Seit die Gemeinde Brechen ihre dafür genutzte Liegenschaft in Langhecke aufgegeben habe, steige der Bedarf kontinuierlich an. „Es besteht hier kein akutes Problem, aber es entwickelt sich stetig, so dass zukünftig akuter Handlungsbedarf entstehen könnte“, so Groos.

240 000 Euro eingeplant

Da auch die Kirchengemeinde der potenziellen Veräußerung positiv gegenübersteht, hat ein Gutachter das Anwesen bewertet. „Dieses Gutachten muss zunächst noch im Verwaltungsrat der Kirchengemeinde besprochen werden“, sagte der Bürgermeister. Daher konnte er zwar noch keine konkreten Zahlen nennen. Doch so viel: Zur Sicherung der Handlungsfähigkeit hat das Parlament im aktuellen Haushaltsplan 240 000 Euro zur Verfügung gestellt, das Ganze allerdings mit einem Sperrvermerk versehen. Die Summe gibt den geschätzten Rahmen für Kauf, Grunderwerbssteuer, Notarkosten. Der Sperrvermerk ist nötig, da die Gemeindevertretung ihre Entscheidung erst nach Abschluss der Verhandlungen treffen kann.

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