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Gedenken an Pater Henkes

Pater Richard Henkes. Pater Richard Henkes.
Limburg. 

Pallottiner-Pater Richard Henkes gilt als der „Märtyrer der Nächstenliebe“; er starb vor 71 Jahren im KZ Dachau.

Am Sonntag, 21. Februar, begehen die Pallottiner in Limburg und Vallendar den Todestag von Pater Henkes, einen Tag bevor sich dieser zum 71. Mal jährt.

Der aus Ruppach-Goldhausen im Westerwald stammende Pallottiner starb im KZ Dachau, weil er sich als Häftling freiwillig zur Pflege Typhuskranker meldete, sich dabei infizierte und nach kurzer Zeit an der Erkrankung starb.

Die Gedenkveranstaltungen beginnen um 16 Uhr mit einer Andacht in der Marienkirche in Limburg und dem anschließenden Gang zu seinem Grab auf dem Pallottinerfriedhof.

Am Abend laden die Pallottiner in Vallendar um 18 Uhr zu einem Wortgottesdienst in der Pallottikirche bei Haus Wasserburg ein. Alle Freunde und Verehrerinnen von Pater Richard Henkes sind zu diesen Veranstaltungen eingeladen.

Der im Jahr 1900 in Ruppach-Goldhausen (Westerwald) geborene Pallottinerpater Richard Henkes strebte schon als Schüler im Studienheim Schönstatt (1912–1919) nach Wahrheit und Freiheit. Im Jahr 1925 wurde er zum Priester geweiht und von 1926 an war er als begeisterter und begeisternder Lehrer tätig. Seit 1931 wirkte er in Katscher, Frankenstein und in Branitz im östlichen Teil des damaligen Deutschen Reiches. Nach einer Predigt am 7. März 1937 in Ruppach gegen die Nazis wurde er bei der Gestapo angezeigt, und man leitete eine Untersuchung gegen ihn ein. Sie endete mit einer Verwarnung. 1937 wurde er wegen einer Äußerung gegen Adolf Hitler in Katscher/Oberschlesien gemeldet. Der drohenden Verurteilung vor einem Sondergericht in Breslau entging er durch die Amnestie beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.

Am 8. April 1943 wurde er wegen einer Predigt in Branitz/Oberschlesien verhaftet, in Ratibor gefangen gehalten und am 10. Juli 1943 ins KZ Dachau eingeliefert. Dort ließ er sich Ende November/Anfang Dezember 1944 freiwillig in der Zugangsbaracke 17 zur Pflege und Seelsorge Typhuskranker einschließen, steckte sich dabei an und starb am 22. Februar 1945 im KZ Dachau.

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