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Gemeinsam für Flüchtlinge

Mitglieder des Lions-Clubs, Christine Schlicht (Fünfte von links) und Bürgermeister Michael Ruoff (Achter von links) legten Geschenke für die Flüchtlinge unter den Weihnachtsbaum.	Foto: Thies Mitglieder des Lions-Clubs, Christine Schlicht (Fünfte von links) und Bürgermeister Michael Ruoff (Achter von links) legten Geschenke für die Flüchtlinge unter den Weihnachtsbaum. Foto: Thies
Hadamar. 

In der Begegnungsstätte des Internationalen Bunds (IB) in Hadamar ist man Gäste aus aller Herren Länder gewohnt. Die insgesamt fast 30 Menschen, die dort seit Ende September eine Unterkunft gefunden haben, waren dennoch besondere Besucher. Es waren Flüchtlinge, insbesondere aus afrikanischen Ländern und aus Syrien, aber auch aus anderen Weltregionen. Diese Zeit ist nun vorbei. Nur noch vier Asylbewerber haben über Weihnachten in den IB-Räumen gewohnt. Auch sie werden in den kommenden Tagen andernorts Unterkunft finden, denn ab Mitte Januar geht der normale Begegnungsstätten-Betrieb weiter.

An Heiligabend waren aber noch einmal fast alle Flüchtlinge zusammengekommen, die in den vergangenen Monaten beim IB Unterkunft gefunden hatten. Den Anlass dafür gab eine Bescherung, die der Lions-Club Limburg-Nassau organisiert hatte. Unter den Weihnachtsbaum im Aufenthaltsraum der Bildungsstätte legten die Clubmitglieder Geschenke für die Flüchtlinge. Aber das Treffen bot auch eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen nach drei Monaten, in denen der IB Flüchtlingen eine Unterkunft bot – und weit mehr als das. Alle Redner betonten, wie wichtig neben dem Dach über dem Kopf die persönliche Hilfe beim Kennenlernen von Sprache und Alltag sowie beim Bewältigen persönlicher Probleme war.

„Wir hatten von Anfang an eine tolle Gemeinschaft mit Kirchen, Vereinen und einzelnen Unterstützern. Unsere Gäste haben sich sofort angenommen gefühlt“, berichtete Christine Schlicht von der Bildungsstätte. Sie sei froh, dass sie für einige von ihnen inzwischen normale Mietwohnungen in Hadamar und Umgebung gefunden habe. Andere Bewohner seien jedoch wieder in Flüchtlingsunterkünfte gewechselt.

Bürgermeister Michael Ruoff lobte den IB und vor allem Christine Schlicht. „Die professionelle Hilfe für Flüchtlinge durch den IB nimmt der Stadt und dem Landkreis viel Arbeit ab“, sagte Ruoff. Dazu komme noch, dass die Organisation auch die fast 60 Flüchtlinge in Oberzeuzheim und in Niederhadamar betreue. „Andere Bürgermeister wären froh, wenn es einen solchen Partner und eine zentrale Anlaufstelle auch bei ihnen gäbe“, sagte Ruoff.

Auch Andreas Immel stimmte für den Lions-Club Limburg-Nassau in dieses Lob ein: „Was Frau Schlicht und ihr Team leisten, ist nicht alltäglich.“ Erwin Krekel als Vorsitzender des Fördervereins der Lions wünschte den vormaligen Bewohnern der Bildungsstätte, dass sie in Hadamar und in der Region schnell Freunde finden und sich einleben. Das gelte insbesondere für die beiden Kinder, die in den vergangenen Monaten in der Flüchtlings-Gemeinschaft in der Bildungsstätte geboren wurde. Eines von ihnen kam wenige Tage vor Weihnachten auf die Welt und trägt den Namen „Bethlehem“.

Christine Schlicht wollte die Lobesworte nicht persönlich annehmen, sondern gab sie an ihre ehrenamtlichen Helfer weiter: Susanne Telge, Paul Angermann, Angelika und Katharina Zang, Melanie Weil, Betül Ates, Margret Weidner, Klara Türk und die Firma Haushaltsagentur Angermann. Vom IB habe sie die Zusage, dass sie und die Ehrenamtler sich weiter um die Flüchtlinge kümmern können, auch wenn sie nicht mehr in der Begegnungsstätte selbst leben. vt

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