E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 22°C

Umzüge: Große und kleine Jecken feiern rund um Limburg Fastnacht

Bunte Kostüme, schmissige Tänze, tolle Stimmung: Die kleinen und großen Narren im Nassauer Land haben fröhlich Karneval gefeiert.
Eindrücke vom Bad Camberger Handkarrenumzug. Foto: Petra Hackert Eindrücke vom Bad Camberger Handkarrenumzug.
Lahr/Limburg/Niederbrechen/Hünfelden. 

Qualitativer hochwertiger Klamauk spielte sich in der Mehrzweckhalle Dauborn ab: Die Kappensitzung des Turnvereins wurde live in Full HD übertragen. Das vereinfachte den Ablauf der Veranstaltung ungemein: Denn wozu „Zugabe“ rufen, wenn der Sitzungspräsident die Darbietung der vereinseigenen Gardetanzgruppe direkt zurückspulen kann oder in den Schwierigkeiten zwischen Mama Carmen Schwarz und Sohn Thilo einfach mal den Ton abstellen kann? Von trashigem Privatfernsehen à la Supertalent mit poppigem Showtanz oder gruseligen Zombie-Tänzen – die Dauborner zeigten sich als Schmelztiegel der TV-Kulturen. Auch der nachrichtliche Aspekt wurde mit dem „Beute“-Journal von Paul Uhu Pattex und Jolanda Jause nicht vernachlässigt, in dem die politischen Nachrichten auf unkonventionelle Art und Weise unters Volk gebracht wurden. Und Film ab für den TV Dauborn!

In Kirberg verschwendet man keine Zeit: So wurde im Hünfeldener Flecken der Fastnachtswahnsinn in einer riesigen Sause an einem Tag abgehandelt. Am Samstag wälzte sich am Nachmittag zunächst ein langer Umzug aus fantasievollen Motiv-Wagen und witzigen Fußgruppen durch den Ort, ehe der Kamelle speiende Lindwurm sein Ziel am Rathausplatz fand. Im Zelt lud der Elferrat der „Weißen Funker“ schließlich zum kurzweiligen Showprogramm. Ob kleine Funkenmariechen aus der Nachbarschaft oder ausgewachsene Showtänzer, welche die frostigen Temperaturen ruckzuck vergessen machten – mit viel Spaß und guter Laune sorgten die Mitwirkenden für jede Menge Abwechslung. Am späten Abend gipfelte die Kirberger Fastnacht schließlich in ihren Höhepunkt: Die Band „Sixpash“ spielte zum Tanze auf und verwandelte den Maskenball in ein närrisches Treiben, das bis in die frühen Morgenstunden andauerte.

Auch wenn aus gesundheitlichen Gründen gleich drei Gruppen dem Männertanzabend in Lahr fehlten, wurde es ein toller „Feierabend“, der beim bunt kostümierten Publikum fantastisch ankam. Als Einheizer erwies sich Bürgermeister Peter Blum, der lautstark dafür sorgte, dass es keinen Mangel an Raketen und Zugaben gab. Und die vielen fleißigen Helfer von freiwilliger Feuerwehr, TuS und DJK wurden wieder mit einem wahren Besucheransturm belohnt: 800 Gäste kamen. Die „Ladyknacker“ aus Edelsberg und die „Dreamboys“ aus Hundstadt zeigten hohe tänzerische Qualitäten. Zu den weiteren Gruppen auf der Bühne gehörten die „Feierfighters“ aus Weinbach, die „New Generation“ aus Heuchelheim, die „Ölfer“ von der Freiwilligen Feuerwehr Villmar, das Männerballett Fussingen, die „Billy Boys“ aus Weinbach, die „Kirrbachschalben“ aus Waldhausen und das Original Kirschhöfer Männerballett vom Schernberger Kopf. Für einen tollen Abschluss sorgten die Männerbeine vom MTG-Lahr mit „Disco-Fieber“.

Bilderstrecke Alles in Miniatur: Bad Camberg feiert beim Handkarrenumzug
Die Camberger Narren legen im Jahr 1 nach Großfastnacht kräftig los. Alles in Miniatur – das gibt es beim Handkarrenumzug. Am Fastnachtssonntag säumen bunt verkleidete Menschen die Straßen der Kurstadt, um das närrische Treiben hautnah zu genießen.Es folgen Eindrücke vom Bad Camberger Handkarrenumzug.Eindrücke vom Bad Camberger Handkarrenumzug.

Eine tolle Kinderfastnacht erlebten rund 300 Besucher in der voll besetzten Kulturhalle Niederbrechen am Samstag. Unter der souveränen Moderation von Lea Trabusch und Chiara Stillger wurde ein buntes Programm mit Tänzen, Liedern und Vorträgen geboten, ganz nach dem Motto „Von Kindern für Kinder!“ Alle hatten ihre Freude an den schönen Darbietungen und spendeten den Akteuren viel Beifall. Mit einer Riesenpolonaise endete eine tolle Kinderfastnacht der Concordia, die vor 30 Jahren im Bausche Saal begann.

Mit etwa 200 Zuschauern feierte der TuS Dietkirchen seine traditionelle Kinderkappensitzung. Eröffnet wurde die Sitzung von den „Black Angels“, die mit ihrem Gardetanz für passende Stimmung im Bürgerhaus sorgten. „Karneval in Rio“ feierten wenig später die Tänzerinnen von „Happy Feet“ mit ihren bunten Kostümen und dazu passenden lebhaften Samba-Rhythmen. Während „Happy Feet“ sich den „Gardetanz“ vornahm, wechselten die „Black Angels“ ihr Fach: Mit dem Stück „Black Swan“ verwandelten sich die Engel in schwarze Schwäne. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Yvonne Lorenz und Patricia Wolf. Annette Seip kümmerte sich um eine reiblungslose Show.

Nicht nur sängerisch kann die Harmonie Lindenholzhausen auf Nachwuchs bauen. Auch der närrische Nachwuchs zeigte sich mit viel Engagement auf der Bühne. „Omas und Opas wurden im Saal verteilt“, war vom Moderatorenteam, den „Flaffis“, zu erfahren. Großeltern und Eltern verfolgten ein farbenprächtiges Programm, das mit den „Minis von der Concordia“ Niederbrechen ihren Anfang nahm. Danach folgten „Die wilden Schulpiraten“, die „Sechslinge“, die „Dream Dancer“, die „Lightdancer“ und auch die „Flaffis“ mit einem Tanz. Viele Spiele und Lieder luden dazu das Publikum ein am Programm aktiv teilzunehmen.

Es ist die einzige Gelegenheit für die Narren aller Bad Camberger Stadtteile – einschließlich des närrischen Stadtteils Beuerbach – gemeinsam zu feiern: Der Rosenmontagsempfang der Stadt im Kurhaus. Alle Kongregationen fürchteten: Wird das Ganze im Jahr eins nach Großfastnacht und im Jahr eins des neuen Bürgermeisters fortgesetzt? Gibt es am Ende nur Vogelfutter? Die Schwickershäuser Sitzungspräsidentin Anke Hartung hatte ihr Butterbrot dabei, die Beuerbacher brachten zwei dicke Kuchenbleche „Kümmelkuche“ ins rappelvolle Kurhaus-Foyer, und Wirt Bosco Tomic hatte gut aufgetischt. So konnte „Oberfuchs“ Wolf-Dieter Knapp guten Gewissens alle in der „Vogelburg“ begrüßen. Die Narren wünschten dem neuen Bürgermeister „J. P Bird“ weiterhin so viel Geschick, der CDU etwas mehr Unaufgeregtheit und der Fastnacht einen schönen Endspurt – heute mit den Zügen in Würges und Erbach, beide ab 14.11 Uhr. In Erbach gibt es etwas Neues: Zum ersten Mal nach 80 Jahren führt der Zug nicht über die B 8. „Jetzt haben sie gemerkt, dass das gefährlich ist. Wir haben das auch eingesehen . . .“, kommentierte Obernarr Christof Kolb. Tätäää . . .

Ein ganzes Dorf auf den Beinen: Zur Cäcilia-Kinderfastnacht in Lindenholzhausen waren sie wieder fast alle da: Vom Kindergarten über die Vereine bis hin zu den Eltern und Großeltern. Entsprechend lebhaft ging es vor und auf der Bühne zu. Mitmachlieder und ein buntes Programm sorgten dafür, dass den jungen Fastnachtern aber nie langweilig wurde. Ihren Auftritt feierten unter anderem die Hollesser Rockersocken als Cowboys, die Büttenrednerin Lea Jung-Diefenbach und die beiden „Fußballfans“ Felix und Kevin Stein, die bereits die Kappensitzung der Erwachsenen am Samstagabend eröffnet hatten.

(pp,kdh,led,koe)

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen