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Staffeler Flüchtlingslager: Helfer müssen ihrem Geld nicht hinterher laufen

Limburg-Weilburg. 

Rotes Kreuz und Malteser Limburg bekommen die Auslagen für ihre Hilfe im Staffeler Flüchtlingslager pünktlich erstattet. „Wir schicken monatsweise unsere Rechnung ans Regierungspräsidium und bekommen diese nach vier Wochen bezahlt“, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Ulrich Schreiner auf Anfrage der NNP. Er könne die Aussage von Landrat Manfred Michel (CDU), die Verbände hätten bislang noch keine Auslagen erstattet bekommen, nicht bestätigen. Michel hatte in der jüngsten Kreistagssitzung Regierungspräsidium (RP) und Landesregierung ermahnt, die im Camp erbrachten Leistungen finanziell zu erstatten. Die Thematik ausstehender Zahlungen der Auslagen an ehrenamtliche Helfer wurde laut Michel inzwischen auch beim hessischen Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) direkt angesprochen. Für Fälle, in denen Helfern Auslagen seitens des RP nicht kurzfristig erstattet werden, habe der Kreis vorige Woche ein Vorschusskonto eingerichtet. Dieses sei aber bislang noch nicht in Anspruch genommen worden.

Deutschlernen auch am Computer

Flüchtlinge in Lindenholzhausen können jetzt auch am Computer ihre Deutschkenntnisse verbessern. Die Kreisverwaltung hat ihnen zehn ausrangierte PCs zur Verfügung gestellt, die mit einem

clearing

Auch die Malteser Limburg teilten auf Anfrage mit, dass sie „nicht mit hohen Summen in Vorkasse gehen“ mussten. Viele der benötigten Materialien seien auf Rechnung des Ministeriums besorgt worden. „Die noch ausstehenden Zahlungen halten sich in Grenzen“, sagt Öffentlichkeitsreferentin Gudrun Preßler. Zudem sei frühzeitig angekündigt worden, dass die Bezahlung des Flüchtlingseinsatzes etwas Zeit beanspruchen werde. Die Malteser hatten beim Aufbau des Lagers und in der ersten Woche bei der Verpflegung der Flüchtlinge geholfen.

Die Stadt Limburg rechnet ihre laufenden Kosten über den Kreis Limburg-Weilburg ab. Einen Teil der Ausgaben in der „Oase“ vor der Staffeler Einrichtung begleicht die Stadt durch Spenden. „Dazu zählen Kaffee, Milch, Tee und auch Bücher für den Deutschunterricht“, sagt die Sprecherin der Stadtverwaltung, Alexandra Hesse. Insgesamt seien bislang rund 20 000 Euro für die Staffeler Flüchtlinge gespendet worden.

Dr. Thomas Schmitt, Arzt aus Waldbrunn, hält regelmäßige Sprechstunden im Camp. In den ersten drei Wochen nach Errichtung der Zeltstadt spendete er auch medizinisches Material im Wert von 3000 bis 4000 Euro, berichtet er. Mittlerweile bekämen er und seine Kollegen für die Behandlung der Flüchtlinge eine Aufwandsentschädigung bezahlt.

Medikamente und anderes medizinisches Material würden jetzt über eine vom Regierungspräsisium benannte Apotheke bezogen und auch vom RP bezahlt. Ein Apotheker überprüfe drei Mal pro Woche das Medikamentenlager in der Zeltstadt. Schmitt und seine Kollegen geben die verordneten Tabletten einzeln an die Patienten aus, berichtet der Arzt. Diese müssten ihre Medizin dann direkt an der Medikamentenausgabe einnehmen. Die ärztliche Arbeit im Camp habe sich eingespielt, sagt Schmitt. „Es läuft gut. Alle Menschen, die zurzeit dort leben, sind von uns untersucht worden.“

(jub)
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