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Ehrenamtliche Flüchtlingskoordinatoren: Helfer vor Ort

In allen Ortsgemeinden, die Flüchtlinge beherbergen, gibt es künftig Ansprechpartner für Bürger und Flüchtlinge.
Die neuen Flüchtlingskoordinatoren stehen Bürgern und Flüchtlingen als Ansprechpartner zur Verfügung. Foto: Klaus-Dieter Häring Die neuen Flüchtlingskoordinatoren stehen Bürgern und Flüchtlingen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Wallmerod. 

Die Verbandsgemeinde Wallmerod hat zwölf neue Flüchtlingskoordinatoren ernannt. Die ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen sind in ihren Ortsgemeinden Ansprechpartner für Bürger und Flüchtlinge. „Menschen, die vor Ort die Zügel in die Hand nehmen und die Kutsche steuern“, wie Abteilungsleiter Thomas Wolf sagte. Wichtig sei, dass Flüchtlinge auch nach ihrer Anerkennung nicht allein gelassen würden. Hilfe sei unter anderem bei der Suche nach einer Wohnung und bei Behördengängen notwendig. Dabei sollen das Engagement von Ehrenamtlichen und die Arbeit der Verwaltung eng verzahnt werden.

Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder gab einen Überblick über den derzeitigen Stand. Laut „Königsteiner Schlüssel“ entfallen auf Rheinland-Pfalz 4,8 Prozent aller in Deutschland registrierten Asylbewerber. Davon übernimmt der Westerwaldkreis rund fünf Prozent, von denen wiederum sieben bis acht Prozent in der Verbandsgemeinde unterzubringen sind – etwa 180 Menschen bei bundesweit einer Million Flüchtlinge. Derzeit leben nach Angaben von Lütkefedder 171 Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde, 100 im Familienverband, 71 sind allein gekommen. Der Rathauschef rechnet damit, dass künftig noch mehr Flüchtlinge unterzubringen sind, für die Wohnungen gebraucht werden.

Runder Tisch

Auf Seiten der Verwaltung kümmert sich das Team aus Dieter Ehinger und Sebastian Dillmann (Sachbearbeitung), Jörg Podlinski (Außendienst), Marion Schmidtke (Jugendpflege), Thomas Wolf (Abteilungsleiter) und Tanja Mallm (Backoffice) um Flüchtlingsangelegenheiten. Bei Bedarf auch das Gebäudemanagement. Bereits seit 2014 existiert ein „runder Tisch“, an dem gemeinsam mit Vertretern aus den Kirchen und ehrenamtlichen Helfern Optimierungsmöglichkeiten erörtert werden, wie Klaus Lütkefedder erläuterte.

Ernennungsurkunden als Flüchtlingskoordinatoren erhielten Karl-Heinz Mielich (Bilkheim), Lioba Spreckelmeier (Berod), Ansgar Balkenhohl (Ettingshausen), Rainer Kloft (Hahn am See), Christof Kegler (Herschbach), Andreas Fasel (Meudt), Michael Schmitz (Oberahr), Bruno Schneider (Obererbach), Louisa Krekel (Salz), Ursula Kingen (Steinefrenz), Beatrix Dehio (Wallmerod) und Franz-Bernhard Zeis (Zehnhausen). In Hundsangen und Niederahr werden derzeit Gespräche geführt, um ehrenamtliche Koordinatoren zu finden.

(kdh)
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