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Erstaufnahmeeinrichtung: Heute kommen 200 Flüchtlinge

Das Land wird so rasch wie möglich eine vorübergehende Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Diez einrichten und voraussichtlich noch vor dem zweiten September-Wochenende mit Flüchtlingen belegen. Das Land reagiert damit auf die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, in Ungarn festsitzende Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Im Gespräch sind 200 Asylsuchende.
Junge Afghanen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen. (Symbolbild) Junge Afghanen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen. (Symbolbild)
Diez. 

„Ich bin sehr dankbar für diese rasch umsetzbare Lösung, mit der wir auf die neue Situation, die sich durch die Einreise von Flüchtlingen aus Ungarn ergibt, reagieren können. Wir sind gezwungen, binnen kürzester Zeit rund 1500 zusätzliche Plätze in der Erstaufnahme zu schaffen, hierzu leistet Diez einen wichtigen Beitrag. Ich danke an dieser Stelle der Bundeswehr für die sofortige Freigabe der Kaserne“, erklärt Integrationsministerin Irene Alt.

Außenstelle

Ursprünglich war geplant, dass noch in diesem Jahr in Diez eine eigenständige Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende mit mindestens 700 Plätzen eingerichtet werden soll. „Wir nehmen hier jetzt vorzeitig eine vorübergehende Außenstelle der AfA Ingelheim in Betrieb.“

Für die Bürgerinnen und Bürger in Diez und Umgebung plant das Land in Kürze eine weitere Informationsveranstaltung, in der sich auch das Team der Aufnahmeeinrichtung vorstellen wird.

Betreut werden die Asylsuchenden vom Deutschen Roten Kreuz, auch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) ist vor Ort vertreten und führt die Registrierung der Flüchtlinge durch. Die Zahl der landesweit verfügbaren Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes steigt damit insgesamt auf über 6300.

Schnell reagiert

Notwendig wird die vorübergehende Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende durch das Flüchtlingsdrama in Ungarn. Hier haben die Bundesrepublik und auch das Land Rheinland-Pfalz schnell reagiert und damit auch die Verantwortlichen vor Ort ein wenig überrascht.

Bisher hieß es nämlich, dass zum Ende des Jahres Asylbegehrende in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne aufgenommen werden sollen. Ab dem heutigen Freitag werden bis zu 200 Asylbegehrende in Diez erwartet.

Vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 800 000 Flüchtlinge und Asylbewerber nach Deutschland kommen werden, hat die CDU-Kreistagsfraktion eine Anfrage für den kommenden Kreisausschuss (14. September) gestellt.

„Diese prognostizierten Zahlen stellen auch für den Rhein-Lahn-Kreis eine entsprechende Herausforderung dar, die wir gemeinsam bewerkstelligen müssen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Lammert.

Daher fragt die CDU-Kreistagsfraktion konkret nach:

Was bedeuten die neuen Prognosen und Zahlen für den Rhein-Lahn-Kreis?

Gibt es genügend Unterbringungsmöglichkeiten in den einzelnen Verbandsgemeinden und der Stadt Lahnstein?

Wie viele Personen werden auf den Rhein-Lahn-Kreis verteilt. Welche Kosten entstehen für den Kreis und sind die aktuellen Zuschüsse von Land und Bund ausreichend?

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