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Pfarrer Daniel Cremers: Humor als christliche Tugend

Von Humor ist, wenn man trotzdem betet! Pfarrer Daniel Cremers versteht Spaß und verkündet Gottes Wort in der Kirche mit sichtbar viel Freude.
<span></span> Bilder > Foto: Rolf-Peter Kahl
Flacht. 

Daniel Cremers lacht gern – auch über sich. Dass er nicht alles so verbissen sieht, zählt zu seinen Stärken. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde von Flacht, Niederneisen und Holzheim vertritt die Meinung, dass Freude und Frohsinn nicht nur weltliche oder närrische, sondern auch christliche Tugenden sind. So sagte bereits Martin Luther: „Wo Glaube ist, da sind Lachen und Freude.“ Deshalb kommt in Cremers Gottesdiensten auch das Lachen nicht zu kurz.

„Wenn wir im Gottesdienst den lebendigen Gott und das Leben feiern, dann sollte man mir das auch dort, im Gottesdienst, ansehen: Gottesdienst feiern mit sichtbarer Freude und einem Lachen auf den Lippen“, sagt Cremers. Und das kommt an bei den Leuten: Die Gottesdienste in Flacht sind oft überdurchschnittlich gut besucht.

Seit 2013 in Flacht

Daniel Cremers wurde 1979 in Mönchengladbach geboren und wuchs in der Nähe von Venlo auf. Nach Abitur und Zivildienst in einer Kirchengemeinde begann er 1999 Theologie in Wuppertal zu

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Legendär sind die AAA-Gottesdienste (Abends, Anregend, Anders), die er gemeinsam mit seiner Ehefrau, Pfarrerin Esther Reininghaus-Cremers, und einem mehrköpfigen Team zu bestimmten Themen anbietet, und das alles frisch, unkonventionell, fröhlich, meditativ und dennoch mit Tiefgang.

Auch andere besondere und oftmals fröhliche Gottesdienste werden im Flachter Gotteshaus gefeiert, wie zum Beispiel beim jüngsten Valentinstag. Da erklomm Daniel Cremers als „Bischof Valentin von Terni“ die Kanzel und erzählte, wie er etwa um 260 nach Christus Verliebte trotz Verbots des Kaisers getraut habe und den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt hat. Nur wenige Tage zuvor hatte Cremers zum mittlerweile vierten „närrischen Gottesdienst“ eingeladen, an dem die zahlreichen Narren der Region kostümiert teilnahmen. Und sie wurden zünftig – in Reimform – begrüßt: „Alle die ihr wohlgesonnen, zum Gottesdienst seid hergekommen, willkommen seid mit Mann und Maus, bei uns im Flachter Kirchenhaus.“

In Reimform gab es selbstverständlich auch die Predigt, die Pfarrer Cremers zum Thema „Liebet Eure Feinde“ hielt. Er kam zum Schluss: „Wenn jemand voller Disziplin, die andre Wange hält auch hin, führt das vielleicht zum Innehalten in mach obszön-brutalem Walten. Ob das im Alltag funktioniert, erfährt nur einer, der’s riskiert.“ Das Schlusswort lautete ausnahmsweise nicht „Amen“, sondern „Ausmarsch“.

Freude mit den Fröhlichen

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Für Cremers ist das Agieren auf närrischer Bühne kein Neuland. So steht er bei den Kappensitzungen in Niederneisen oder in Flacht in der Bütt und begeistert das dortige Publikum vor allem durch seine gesanglichen Beiträge, bei denen er sich selbst auf der Gitarre begleitet. Die Narren toben, wenn er nach der Melodie „An der Nordseeküste“ singt: „Ja das Pfarrerleben, bei uns an der Aar“.

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