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Firmengründer in den Startlöchern: IHW Marketing bietet Büroräume und weitere Infrastruktur für Start-Ups

Das Ziel ist klar: Die Region soll wirtschaftlich gestärkt werden. So gilt es, Büroraum zu günstigen Kosten verfügbar zu haben. Wie das funktionieren kann, zeigt ein Beispiel aus Bad Camberg.
Besprechung zum Start-Up-Center Bad Camberg; (von links) Bürgermeister Jens-Peter Vogel, Walter Gerharz, Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH, Jacqueline Ferger und Jörn Jacobs, IHW Marketing GmbH. Foto: Petra Schempp Besprechung zum Start-Up-Center Bad Camberg; (von links) Bürgermeister Jens-Peter Vogel, Walter Gerharz, Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH, Jacqueline Ferger und Jörn Jacobs, IHW Marketing GmbH.
Bad Camberg. 

Die Neugründungen von Firmen ist bundesweit von rund 900 000 auf nur noch etwas über 600 000 gesunken. Selbst das Rhein-Main-Gebiet wird aktuell nicht mehr als „Gründerregion“ gelistet, auch wenn die Eigensicht etwas anderes besagt. Diese beiden Prämissen, die der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez Walter Gerharz und Jörn Jacobs, Geschäftsführer von IHW Marketing im Gespräch mit dem Bad Camberger Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) erörterten, veranlassen zu Reaktionen.

„Es muss eine Aufgabe sein, die Region zu stärken und speziell Gründern beziehungsweise Start-Ups interessante Optionen zu bieten, um lokal ansässig zu werden“, sagt der Bad Camberger Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD). Ein zentrales Problem dabei sei die Verfügbarkeit von Büroraum zu günstigen Kosten und mit möglichst flexibler Mietdauer und Ausbaureserven. Denn der klassische Mietvertrag mit zwei bis drei Jahren Laufzeit sei für ein neu gegründetes Unternehmen oft ein Risiko und somit uninteressant.

Gebäudekomplex für das Start-Up-Center Otto-Hahn-Straße 15 in Bad Camberg, Industriegebiet. Bild-Zoom Foto: Petra Schempp
Gebäudekomplex für das Start-Up-Center Otto-Hahn-Straße 15 in Bad Camberg, Industriegebiet.

Deshalb hat sich Jörn Jacobs genau diesem Problem gewidmet und sich entschlossen, Technologie-Start-Ups und -Gründern Räumlichkeiten sowie Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Unmittelbar im Firmengebäude im Industriegebiet Otto-Hahn-Straße kann IHW möblierte Büroräume sowie gemeinsam nutzbare Flächen wie Konferenzraum, Foyer, Teeküche und Pausenraum anbieten. Da die gesamte Infrastruktur für Kommunikation und Web besteht, sind die Räume sofort verfügbar und kurzfristig anmietbar. Um sofort arbeitsfähig zu sein, kann der Nutzer zum Beispiel das eigene Notebook oder Tablet mitbringen, alternativ kann IHW die PC-technische Grundausstattung beistellen. Raumreserven für das Konzept bestehen im Erdgeschoss des Firmengebäudes und im zweiten Gebäude auf dem Gelände. Ebenso sind Parkflächen – heute ein wesentliches Argument – ausreichend vorhanden.

Großer Bedarf

Dass es einen Bedarf für ein solches Angebot gibt, werde durch aktuelle Berichterstattung in den Medien sowie Aussagen der Hochschule Fresenius und der IHK Wiesbaden bestätigt, sagt Jörn Jacobs. Aus diesem Kreis war auch zu erfahren, dass es für Gründer extrem wichtig sei, nicht alleingelassen zu werden, sondern Partner und Unterstützer um sich zu haben. Das soll hier geschehen. Jacobs wolle den Gründern/Start-Ups auf Wunsch beratend und unterstützend zur Seite stehen. Denn er weiß aus langjähriger Erfahrung, auf welche Probleme ein Unternehmen stoßen kann. Und natürlich sollten die Start-Ups auch die Vorteile nutzen können, direkt mit einer Marketingagentur und einem Fachjournalisten unter einem Dach zu sitzen.

Darüber hinaus können weitere geeignete und vernetzte Partner hinzugezogen werden, um Beratungs-, Förder- oder sonstige Dienstleistungen zu erhalten, sei es über private oder öffentliche Stellen.

Infos für Gründer

In Limburg und Mengerskirchen gebe es bereits ähnliche erfolgreiche Konzepte, berichtet der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez, Walter Gerharz. Er sehe Bad Camberg mit seiner Technik-Fokussierung als Möglichkeit, einen erfolgreichen „Dreiklang“ im Landkreis zu etablieren. In Ergänzung schlug er regelmäßige Info-Veranstaltungen der Wirtschaftsförderung für Gründer in Bad Camberg vor, ein Aspekt, der sich in Kürze sicher gut mit der Wirtschaftsförderung der Stadt abstimmen lässt.

Bürgermeister Jens-Peter Vogel zeigte sich von diesem Konzept begeistert. „Ich sehe darin auch einen großen Nutzen für die Stadt Bad Camberg, die mit ihrer direkten Anbindung an die Autobahn, ihrer Nähe zu Frankfurt/Flughafen und der Nähe zum ICE Bahnhof ein idealer Standort für Unternehmen ist.“ Er hoffe, dass viele der hier gegründeten Start-Ups im Anschluss auch in Bad Camberg blieben und die Wirtschaft der Stadt stärkten.

(pp)
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