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Getanzte Geschichten für die Seele: Indische Erlebnisnacht der Gandhi-Kinderhilfe verzauberte die Besucher

Von Nach Indien entführte die Erlebnisnacht im Bad Camberger Kurhaus. Das Eintrittsgeld war für einen guten Zweck gedacht. Allerdings hatten manche Gäste sich etwas überlegt, um nicht zu zahlen.
Die Inderinnen faszinierten die Besucher mit ihrer Tanzkunst. Ein Hauch von Bollywood wehte durch die Kurstadt Bad Camberg. Die Inderinnen faszinierten die Besucher mit ihrer Tanzkunst. Ein Hauch von Bollywood wehte durch die Kurstadt Bad Camberg.
Bad Camberg. 

Das Warten hatte sich gelohnt. Die indischen Künstler brannten im Dunkeln ein wahres Feuerwerk der Tanzkunst ab. Die Erlebnisnacht „Indische Träume“ im Bad Camberger Kurhaus und auf dem Marktplatz ließ keine Wünsche offen. Organisiert hatte sie der Vorsitzende der Gandhi-Kinderhilfe Bad Camberg, Bidhan Roy, ein wahrer Tausendsassa. Trotz seiner 77 Jahre fällt dem seit vielen Jahren in Bad Camberg ansässigen Inder immer wieder Neues ein, um Spendengelder für sein Hilfszentrum in Jemo zu sammeln, wo unter anderem indischen Waisenkindern und behinderten jungen Menschen Bildung ermöglicht wird.

Wie stolz er auf „seine Kinder“ ist, machte Roy bei der Eröffnung des Konzertes im Kurhaus deutlich. Aus vielen sei etwas geworden. Im Gespräch mit dieser Zeitung meinte der Vorsitzende der Gandhi-Kinderhilfe am Veranstaltungsende: „Wenn ich meine Unkosten für die Künstler wieder drin habe, bin ich zufrieden. Letztlich ist das hier vor allem gute Werbung für unseren Verein, um Mitglieder zu gewinnen“.

Künstler ohne Gage

Die indischen Künstler aus dem Raum von Heidelberg bis Essen hätten keine Gage bekommen, er müsse ihnen aber wenigstens die Fahrtkosten ersetzen. Da käme für alle schon eine vierstellige Summe zusammen. Dafür bekommt Roy aber eine Spende von den Verkäufern, die mit ihren Ständen auf dem Marktplatz präsent waren.

Von den Eintrittsgeldern allein am frühen Abend konnte Roy seine Kosten jedenfalls nicht decken. Es kamen zwar viele Gäste aus der Region, um die gefühlvollen Klänge von Sitar und Tabla zu genießen. Aber die meisten Besucher der Stadt an diesem Abend sparten sich das Eintrittsgeld und warteten lieber bei schönem Wetter draußen, dass später die Tänzerinnen für sie kostenlos auftreten würden.

Roy setzte auf dem Marktplatz auf Bollywoodtänze mit viel Pep und moderner indischer Musik. Nur mit langsameren klassischen Klängen früherer Veranstaltungen wäre die wartende Menge wohl nicht zu packen gewesen.

„Das hat mir sehr gefallen“, sagte beispielsweise Carmen Weil. Die klassische Musik habe sie immer als etwas langatmig erfunden, doch die Bollywoodklänge seien fröhlich-frisch. Ulrike Müller kam nach dem Auftritt begeistert auf die Essener Tanzlehrerin Durga Arya zu. „Sie strahlen bis auf den letzten Platz“, war die Elzerin von der Aura der Künstlerin und ihren Schülerinnen fasziniert.

„Positive Energie“

Arya gab das Kompliment zurück: „Es ist eine wunderschöne Gegend hier. Vor allem das Publikum hat sehr viel positive Energie auf uns ausgestrahlt“, meinte die im Ruhrpott ansässige Asiatin mit deutschem Mann. Die 56-Jährige kann auf eine 50-jährige Tanzerfahrung zurückblicken und sagte auf die Frage, was indischen Tanz ausmache: „Er ist sehr elegant und erzählt viele Geschichten für die Seele“.

Balwinder Singh vom indischen Restaurant Singh Wiesbaden war ebenfalls das erste Mal in Bad Camberg, bot vegetarische Speisen wie das Nationalgericht Alu Channa mit Kartoffeln, Kichererbsen, Tomaten, Zwiebeln, Currysauce und Basmati-Reis.an

Essen alle Inder gern so scharf? „Die Deutschen wollen es immer schärfer, als wir es daheim essen würden“, meinte Singh lachend. Der hausgemachte Käse fürs Panner Tikka Masalla war leider schnell ausgegangen, „weil wir erstmal vorsichtig kalkuliert haben, um zu schauen, wie indisches Essen hier angenommen wird“. Offensichtlich sehr gut. Auch vor dem Stand des Restaurants „India Haus“ bildete sich eine lange Schlange.

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