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Gemeinschaftsunterkunft in Kirberg: Internet für Flüchtlinge

Seit vergangenem Montag bietet die Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Altersheim in Kirberg ihren Bewohnern kostenfreies Internet an. In Zusammenarbeit mit dem Inhaber der Einrichtung und einem lokalen IT-Unternehmen eröffnet die Gemeinde Hünfelden den Flüchtlingen damit viele neue Möglichkeiten, mit dem Leben in Deutschland zurechtzukommen…
Georg Schardt, Mario Bauer, Ralf Eric Nester, Silvia Scheu-Menzer und zwei Bewohner der Unterkunft anlässlich de Bereitstellung des Internets. Foto: Johannes Koenig Georg Schardt, Mario Bauer, Ralf Eric Nester, Silvia Scheu-Menzer und zwei Bewohner der Unterkunft anlässlich de Bereitstellung des Internets.
Hünfelden-Kirberg. 

Sie brauchen ein Dach über dem Kopf, Versorgung mit Essen und Medikamenten und in manchen Fällen sogar psychische Betreuung nach ihrer langen Flucht: In diesen Monaten werden Städte und Gemeinden in ganz Deutschland mit der Frage konfrontiert, was die Flüchtlinge in den Asylunterkünften eigentlich benötigen. Zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten auf Hochtouren, um die Bedürfnisse der Neubürger zu erfüllen.

Doch eine Empfehlung des Bundes bleibt dabei oft unbeachtet: Freier Zugang zu einem Internetnetzwerk. Die Gemeinde Hünfelden, die vor zwei Jahren eine der ersten großen Asylheime mit circa 60 Bewohnern im Landkreis Limburg-Weilburg eröffnete, setzt auch dieses Mal ein Zeichen in der Betreuung der Asylbewerber. Seit vergangenem Montag besteht in den Räumen der Unterkunft im alten Ortskern die Möglichkeit, über ein W-LAN-Netzwerk im Internet zu surfen. Ermöglicht wurde dieses Angebot durch die großzügige Unterstützung des Limburger IT-Unternehmens Starcom-Bauer: So übernahmen die Netzwerkspezialisten unter Mario Bauer nicht nur die Einrichtung des Systems – mit 1.500€ finanzierten sie das Projekt auch zur Hälfte. Die andere Hälfte trägt die Firma RECONA Holding GmbH, der das Gebäude gehört.

„Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagte Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer. Die Kooperation mit den Hausherren, sei ohnehin sehr harmonisch. „Es wird auf all unsere Wünsche bezüglich der Gestaltung der Unterkunft eingegangen“, lobte Scheu-Menzer die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Ralf Eric Nestler. Auch wenn dieser den geplanten Internetzugang zunächst etwas kritisch sah: „Zu Beginn gab es da einige Bedenken bezüglich des Datenschutzes und der sogenannten ’Störer-Haftung“, erklärte Mario Bauer. Das Gesetz zu illegalen Aktivitäten im Internetbereich regelt die Haftung für Delikte im Internet: Solange nicht genau nachgewiesen werden kann, wer der Täter ist, haftet der Betreiber eines Netzwerkes für Straftaten.

„Wir haben das Problem dadurch gelöst, dass wir einen Log-In eingerichtet haben“, so Bauer weiter. „Auch begrenzen wir die Internet-Nutzung auf eine Stunde, ehe man sich erneut anmelden muss.“ Somit beuge man einer Überlastung des Netzes vor. Doch nicht nur die Vertreter der Gemeinde freuten sich über den neuen W-LAN-Zugang: „Die Bewohner der Unterkunft haben dem vergangenen Montag schon lange entgegengefiebert“, so Silvia Scheu-Menzer.

(led)
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