Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Jedes Zirkuskind ist ein Star

Manege frei für Integration: Kinder der Astrid-Lindgren-Förderschule und der Grundschule Ahlbach schlüpften gestern in besondere Rollen: Sie waren Clowns, Artisten und Jongleure. Das Zirkusprojekt sorgte am gestrigen Freitag in zwei Vorstellungen für große Begeisterung.
Kinder machen Zirkus mit eindrucksvollen Dressuren . . . Bilder > Kinder machen Zirkus mit eindrucksvollen Dressuren . . .
Limburg. 

Am lustigsten sind die Clowns, wie es sich für einen Zirkus gehört. Jene muntere Truppe bunt kostümierter und geschminkter Kinder aus der Grundschule Ahlbach und der Astrid-Lindgren-Schule. Sie hielten gestern den auf Stelzen dahinstaksenden Ober-Clown zum Narren. Der will seine kleinen Kollegen "von der Schokoladenseite" fotografieren, woraufhin die Buben und Mädchen ihm quietschvergnügt ihre Hinterteile entgegenstrecken. Die Clown-Kinder kichern, das Publikum applaudiert, und als Tino Baldini, der echte Zirkusclown, den Trick durchschaut, muss er ebenfalls lachen und freut sich auch darüber, dass die Kinder diese witzige Nummer so überzeugend präsentieren.

Tino Baldini ist einer von fünf Zirkus-Profis, die mit den etwa 160 Nachwuchskünstlern aus beiden Schulen eine Woche lang für zwei Vorstellungen geprobt haben (wir berichteten). Insgesamt 14 Nummern haben sich die Schausteller für ihr mehrstündiges Programm erarbeitet. Zum Beispiel die Darbietung der Trampolinspringer, die mit dem schneidigen Rocky trainiert haben. Hochkonzentriert springen sie durch Ringe und landen nahezu stehend auf einer weichen Matte. Mit beeindruckender Koordination zeigen sich auch die Hoolahoop-, Drahtseil- und Trapezkünstler sowie die junge Turner-Riege.

Dass bei dieser Vorstellung manche Kinder mehr Hilfestellung und intensivere Betreuung benötigen als andere, ist längst vergessen. Jedes Zirkuskind ist hier ein Star und darf für einen Augenblick das Scheinwerferlicht in der Manege genießen, ehe es wieder Teil einer Gruppe ist und mit allen gemeinsam zum Gelingen dieses Projekts beiträgt.

Besonders anschaulich ist das Miteinander bei der Teller-Jonglage, bei der die Kinder einander die auf dünnen Kunststoffstäben kreiselnden Scheiben weiterreichen, ohne dass ein Teller abstürzt. Wieder brandet donnernder Applaus der begeisterten Zuschauer auf, und auch die Zirkusdirektorinnen Maria Bopp von der Grundschule Ahlbach und Luise Konrad-Schmidt von der Astrid-Lindgren-Schule jubeln den Kindern anerkennend zu, die die Geschicklichkeits-Kunststücke mit großem Stolz vorführen.

Keinesfalls fehlen dürfen bei den Zirkus-Vorführungen die Tiere: Niedliche Ponys werden von strahlenden Kindern durch die Manege geführt. Die Tiere strecken sich hoch auf die Hinterfüße, während sich die Pferdeführer mit tiefen Verbeugungen verabschieden und das Zirkusrund frei machen für eine spektakuläre Hundedressur. Gleich mehrere Kinder haben mit den Hunden überraschende Spring- und Laufübungen einstudiert.

Fast vier Stunden dauert das Zirkus-Programm. Alles gelingt. abv

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse