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Arbeitsmarkt: Johannes Kramer ist der beste Azubi im Kreis

Von Nicht nur seinen Lehrbetrieb hat Johannes Kramer überzeugt. Er ist der beste Azubi im Kreis Limburg-Weilburg. Der Steedener bekam deswegen auch einen besonderen Preis.
Johannes Kramer montiert bei der Weilburger Arnold-Gruppe Maschinen. Johannes Kramer montiert bei der Weilburger Arnold-Gruppe Maschinen.
Weilburg. 

Johannes Kramer war nicht nur irgendein Lehrling der im Maschinenbau weltweit tätigen Weilburger Arnold-Gruppe. Der 19-jährige Steedener hat nicht nur die Zwischenprüfung mit der Gesamtnote 1 bestanden, sondern auch die Abschlussprüfung zum Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau als Innungsbester im Kreis Limburg-Weilburg. Und das, obwohl er seine Prüfung um ein halbes Jahr vorgezogen hat, weil er schnell auf einem höheren Leistungsstand als zeitgleich beginnende andere Azubis war. Für seine herausragenden Leistungen gewann Kramer den Förderpreis für Junghandwerker. Arnold-Personalleiter Rüdiger Eisel ist stolz: „Johannes hat sich für seine Aufgaben von Anfang an sehr interessiert, die Zusammenhänge sofort verstanden und zuverlässig umgesetzt“. Johannes Kramer hat in seiner Heimatstadt Runkel an der Johann-Christian-Senckenberg-Schule den Realschulabschluss gemacht. Doch dann wollten seinen Eltern, dass er noch das Abitur nachlegt.

Das war aber nicht so Johannes“ Fall. Er fühlt sicher eher handwerklich interessiert und begabt und hat nach einer Betriebsbesichtigung bei der Weilburger Arnold-Gruppe gemerkt, dass der Maschinenbau genau das Passende für ihn ist. Er hat sich zwar auch die Berufe Industrie- und Zweiradmechaniker angesehen. Doch Maschinen für völlig unterschiedliche Zwecke, zum Beispiel für die Glasverarbeitung oder für die Autoproduktion bei der Arnold-Gruppe zu bauen, hat ihn am meisten angesprochen. „Bei den anderen Berufen hatte ich den Eindruck, dass die Arbeit täglich gleich abläuft“, sagt Kramer. Hier bei der Arnold-Gruppe sei die Arbeit sehr vielseitig.

Denn es sind die unterschiedlichsten Maschinen für Kunden aus der ganzen Welt, für die in Weilburg Teile gefertigt und montiert würden. Das fasziniert den jungen Mann, wenn er später „seine Teile“ an der Maschine sieht, die dann nach Asien oder in die USA ausgeliefert wird. Kramer schätzt an seinem Arbeitgeber, dass er hier viele Freiheiten hat und eigenständige Arbeit sehr erwünscht ist. Kramer will den Meister anschließen und hat dann bei der Arnold-Gruppe gute Aufstiegsmöglichkeiten. Schon jetzt gibt er sein Wissen und seine Erfahrungen bei Betriebsrundgängen an Schülergruppen weiter. Personalleiter Eisel hält es für wichtig, dass junge Menschen die Berufe während der Schulzeit kennenlernen, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden. Denn so würden die Jugendlichen genauso wie der Arbeitgeber sehen, ob der Interessent geeignet für die Aufgabe sei. Bis zu drei Interessenten gleichzeitig könne die Arnold-Gruppe für ein Praktikum annehmen. Eisel sagt: „Wir haben hier ständig zwischen zwölf und 17 Auszubildende“. Da es in Deutschland einen Mangel an Fachkräften gebe, sei es für die Arnold-Gruppe entscheidend, sich den eigenen Nachwuchs in der Region selbst heranzuziehen. Um von außen gute Leute zu bekommen, müsse man tief in die Tasche greifen, weiß er. Dazu kommt, dass die Arnold-Gruppe in einer Nische tätig ist und es folglich wichtig ist, dass die jungen Leute schon während der Ausbildung ihren späteren Aufgabenbereich kennenlernen. Das heißt, sie werden so früh wie möglich schon nach sechs Monaten in der realen Produktion eingesetzt, nachdem sie grundlegende Techniken wie Drehen, Bohren, Fräsen und Sägen gelernt haben.

Eigenständig arbeiten

So haben sie bereits mit Abschluss ihrer Ausbildung die Fähigkeit, eigenständig zu arbeiten. Wer sich bewähre, werde auch nach den Prüfungen übernommen, versichert Eisel. Für eine dreieinhalbjährige Ausbildung sollte man neben handwerklichem Geschick mindestens einen guten Hauptschulabschluss sowie gute Umgangsformen mitbringen.

Denn die Arnold-Gruppe braucht natürlich hundertprozentig zuverlässige Leute. Da Azubis im Team mit Ausgelernten arbeiten, haben sie immer erfahrene Ansprechpartner. Und natürlich werden alle Maschinen vor Versand auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Rüdiger Eisel bedauert, dass nicht mehr gute junge Leute in Erwägung ziehen würden, in die Branche zu gehen. Leider wüssten viele nicht, dass sie als Maschinenbauer gutes Geld verdienen könnten. Manche würden sich, wie der Personalchef weiß, auch nicht bewerben, weil sie sich ihre Hände nicht schmutzig machen wollten. Hinzu komme, dass viele aus deren Umfeld die Jugendlichen drängten, nicht gleich nach der Haupt- oder Realschule in den Beruf zu gehen, sondern sich lieber weiter schulisch fortzubilden. Folglich sei der Markt an Maschinenbauern wie leer gefegt. Doch nach einer handwerklichen Ausbildung blieben den Absolventen doch immer noch viele tolle Möglichkeiten. Sie könnten den Meister machen, den Techniker oder den Ingenieur. Maximilian Arnold, der zusammen mit seinem Bruder Alexander das von seinem Opa Herbert Arnold 1950 gegründete Unternehmen weiterführt, sagt Ausbildung habe in der Firmengruppe große Tradition.

Man habe schon bundesweit den besten Auszubildenden und viele weitere Preisträger gehabt. Viele Mitarbeiter seien dem Unternehmen treu. Die Ausbildung sei hochwertig. Junge Menschen würden gefördert und gefordert und könnten sich durch Fortbildungen weiterentwickeln. „Mitarbeitern Eigenverantwortung zu geben, führt bei ihnen zu hoher Motivation“, weiß der Firmenchef aus seiner Erfahrung. Mehr Infos über Ausbildunsgmöglichketen: www.arnold-gruppe.de..

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