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Prozess: Kassiererin sagt unter Tränen: „Ich hatte Todesangst“

Von Gestern wurden im Prozess gegen drei mutmaßliche Räuber aus der Region Wetzlar/Weilburg die ersten Zeugen gehört. Den drei Angeklagten legt die Staatsanwaltschaft zur Last, zwei Supermärkte sowie zwei Tankstellen in Asslar, Wetzlar und Weilburg überfallen zu haben. Dabei erbeuteten die Täter rund 5000 Euro und eine nicht unerhebliche Masse an Zigaretten.
Symbolbild Foto: David Ebener/Archiv Symbolbild
Limburg. 

Bisher hat sich erst einer der drei Angeklagten zum jeweiligen Tatgeschehen geäußert. Aus Geldnot habe er die Überfälle mit einem der Mitangeklagten begangen.

Seinen ebenfalls mitangeklagten, jüngeren Bruder schonte er. Dieser sei erst beim letzten Überfall dabei gewesen. Von den vorherigen Straftaten habe der Bruder nichts gewusst.

Gestern sagten teilweise stark traumatisierte Zeugen vor der 5. großen Strafkammer am Limburger Landgericht aus. Die Verkäuferin eines Getränkemarktes hatte kurz vor den Weihnachtstagen 2016 die Kasse in ihrer Obhut, ehe ein maskierter Mann die Verkaufsräume betrat. „Geld her“, habe der Maskierte gesagt und die Herausgabe des Kasseninhalts gefordert. „Ich hatte Todesangst“, sagte die Zeugin unter Tränen. Sie war aus Angst vor den Angeklagten mit einer Zeugenbetreuerin erschienen. Da die Kasse wegen einer Sperreinrichtung nicht sofort zu öffnen war, forderte der Täter einen Schokoladen-Weihnachtsmann, um die Kasse zu knacken. Auch dies misslang, so dass der Täter die Kasse schließlich mit roher Gewalt öffnete und rund 3300 Euro erbeutete. Die Verkäuferin fürchtete vor allem die dunkle Maske und die von dem Mann ihr ins Gesicht gehaltene Pistole. Seit dem Vorfall ist sie krank geschrieben und befindet sich in psychotherapeutischer Therapie.

Psychische Probleme

Ein Kollege, der den Überfall auf die Frau beobachtet und die Polizei alarmierte hatte, sah den Täter nur von hinten, maskiert und mit einer Pistole bewaffnet. Er konnte den Täter genau wie seine Kollegin auf der Anklagebank nicht erkennen. Die Zeugen sprachen von einem sehr großen Mann. Der Zeuge hatte nach dem Überfall noch lange, um seine psychischen Probleme zu verarbeiten. Ein Kunde hatte das Tatgeschehen ebenfalls beobachtet und er war sich klar darüber, dass er vom Täter gesehen wurde. „Ich wollten den Markt so schnell, als möglich verlassen. Nachdem das geschehen sei, wurde er von einem sehr schnell fahrenden Auto überholt n und war der Meinung, dass dies der Täter gewesen sein könne.

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