Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Flüchtlinge in Wallmerod: „Keimzelle der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe“

Flüchtlinge willkommen heißen, ihnen helfen, sich in Wallmerod zurechtzufinden und Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen – diese Aufgaben haben im vergangenen Jahr viele Ehrenamtliche in der Verbandsgemeinde übernommen.
Bürgermeister Lütkefedder zeichnete Lisa Weimer, Heike Meissner und Robert Molitor (v. r.) für ihr ehrenamtliches Engagement aus. Foto: Klaus-Dieter Häring Bürgermeister Lütkefedder zeichnete Lisa Weimer, Heike Meissner und Robert Molitor (v. r.) für ihr ehrenamtliches Engagement aus.
Wallmerod. 

Drei besonders engagierte Helfer hat Bürgermeister Klaus Lütkefedder (CDU) jetzt mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Die jeweils 200 Euro – doppelt so viel wie im vergangenen Jahr – spendeten die Preisträger, Heike Meissner, Robert Molitor und Lisa Weimer, für ihre Projekte.

Neun Vorschläge waren nach einer öffentlichen Ausschreibung beim Haupt- und Finanzausschuss eingegangen, deren Mitglieder über die Vergabe des Ehrenamtspreises entscheiden. Ihre Auswahl erläuterten sie so: Pfarrerin Heike Meissner aus Wallmerod habe mit dem von ihr ins Leben gerufenen Flüchtlings-Café „die Keimzelle der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in der Verbandsgemeinde Wallmerod“ geschaffen, wie Lütkefedder sagte. Sie hatte im vergangenen Jahr spontan den Versammlungsraum der evangelischen Kirche für Treffen von Flüchtlingen und Helfern zur Verfügung gestellt. Dort werden seitdem Sportveranstaltungen, Ausflüge, Unterricht, Betriebsbesichtigungen, Fahrsicherheitstrainings, Praktika, Arbeitseinsätze und vieles mehr besprochen und organisiert. Mir ihrem Preisgeld will Meissner einen Kickertisch für das Café anschaffen.

Robert Molitor spendet seine 200 Euro ebenfalls für das Flüchtlings-Café in seiner Heimatgemeinde. Er war der erste, der in Wallmerod eine Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie übernahm. Seit Januar 2015 betreut er eine Familie aus Albanien. „Ich habe in diesen 15 Monaten alle Höhen und Tiefen erlebt“, erzählt er. Vor allem in der Anfangszeit begleitete er die Familie bei allen Behördengängen, Arztbesuchen und Einkäufen und erledigte Formalitäten für sie. Tag und Nacht war und ist er auch heute noch Ansprechpartner für die Familie, und er unterstützte besonders die schwangere Ehefrau.

Auch die dritte Preisträgerin, Lisa Weimer aus Weroth, setzt sich für Flüchtlinge ein. Sie hat für ihr Engagement in der Vereins- und Jugendarbeit 2015 den Ehrenamtspreis „Jugend im Ehrenamt“ der Sparkassenversicherung erhalten und den Betrag für das Erntefest für Einheimische und Flüchtlinge der Will-und-Liselott-Masgeik-Stiftung gespendet. Außerdem sorgt sie dafür, dass viele ältere und auch junge Menschen in Weroth das Deutsche Sportabzeichen ablegen können. Einmal in der Woche gibt sie einen Kurs zur Rückenschule sowie Zirkeltraining zum Muskelaufbau. Sie spendet ihr Preisgeld für den „Tag der Jugend“ bei der Sportvereinigung Steinefrenz.

(kdh)
Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse