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Kirchenraum füllte sich mit Emotionen

Flacht. 

Der Ural-Kosaken-Chor war mit Sängerin Dorothee Lotsch zu Gast in Flacht und gab gemeinsam mit dem gemischten Chor Cantiamo aus Holzheim ein wunderbares, beeindruckendes Konzert.

Das hat es in Flacht noch nicht gegeben: Der in den 1920er-Jahren gegründete Ural-Kosaken-Chor erwies sich als derart stimmgewaltig, dass es den Zuhörern fast die Sprache verschlug. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Flachter Kirche. Der zunächst geplante Verkauf von Restkarten an der Abendkasse war gar nicht nötig, denn schon lange im Vorfeld waren sämtliche der 250 Sitzplätze für das Konzert ausverkauft. Kräftig in der Stimme und mit einer gewaltigen Bühnenpräsenz präsentierten sich die russischen Sänger mit traditionellen Werken.

Vladimir Kozlovskiy, der musikalische Leiter des Kosakenchores, der einst von Andrej Scholuch gegründet worden war, berichtete vor jedem Lied etwas zu deren Geschichte oder musikalischer Herkunft. Nach und nach kamen nicht nur die satten Stimmen zum Einsatz, sondern auch verschiedene Instrumente wie Gitarre oder Akkordeon erfüllten mit ihrem warmen Klang die Kirche.

Eine weitere Besonderheit war der regionale Bezug des Konzerts, denn mit dem gemischten Chor Cantiamo Holzheim wirkte ein heimischer Klangkörper mit. Schon seit Monaten hatte sich der Chor auf dieses kulturelle Schmankerl vorbereitet und war nun überwältigt von der Resonanz. Cantiamo eröffnete das Konzert ebenso wie den zweiten Teil des Programms mit ausgewählten Liedern, die zum Teil erstmals von ihnen gesungen wurden. Gemeinsam mit Chorleiter Roger Müller und Erich Brück am Klavier brachten sie große Emotionen in das Gotteshaus. Only Times von Enya, Panis Angelicus und Hallelujah von Leonard Cohen zeigten, wie wunderbar sich der Chor entwickelt hat und wie stimmstark und voller Sangesfreude die 30 Sängerinnen und Sänger sind.

„Lieder der russischen Seele“ , so der Titel des Konzerts, beschreibe das Programm sehr treffend, sagte die Cantiamo-Vorsitzende Roswitha Dietrich zur Begrüßung, in der sie betonte, wie sehr sich der Chor auf dieses Konzert freute. Denn die acht Sänger der Ural-Kosaken, die in ganz Europa auftreten, hatten mit Dorothee Lotsch einen stimmgewaltigen Gast mitgebracht. Auch wenn Tradition einen großen Stellenwert bei dem Kosaken-Chor hat, so sind sie auch offen für Neues. Seit dem Jahr 2004 ist die 1976 geborene Sängerin bei besonderen Konzerten mit von der Partie und singt gemeinsam mit den Männern Lieder der legendären Chansonsängerin Alexandra. Viele dieser Lieder der vor über 40 Jahren verstorbenen Sängerin waren den Gästen bekannt und berührten die Herzen der Zuhörer. „Schwarze Augen“, „Mein Kind schlaf ein“ sowie weitere bekannte und weniger bekannte Stücke erklangen in einfühlsamer Interpretation, für die es kräftigen Applaus gab.

(qui)
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