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Konzert des Ensemble Amaryllis: Klangvoll das neue Jahr begrüßt

Das Ensemble Amaryllis überzeugte nicht nur stimmlich, sondern auch mit einer abwechslungsreichen Instrumentalbesetzung. Im Bild: (v. li.) Karolina Bledowska (Violine), Martin Reuß (Gitarre) und Joey Becker (Bass) sowie im Vordergrund Assen Haydutov (Perkussion). Foto: (Müller, Andreas) Das Ensemble Amaryllis überzeugte nicht nur stimmlich, sondern auch mit einer abwechslungsreichen Instrumentalbesetzung. Im Bild: (v. li.) Karolina Bledowska (Violine), Martin Reuß (Gitarre) und Joey Becker (Bass) sowie im Vordergrund Assen Haydutov (Perkussion).
Diez. 

„Ich denk’, es war ein gutes Jahr“. So hat das Ensemble Amaryllis sein Konzert in der Kirche St. Peter Diez überschrieben. 2015 feierte die Musikgruppe zehnjähriges Bestehen. Mit einem abwechslungsreichen Programm sind sie nun in das Jahr 2016 gestartet.

Die Sängerinnen Dorothee Laux und Nadja Jamiro singen sich zu beiden Seiten der im Chorraum aufgestellten, beleuchteten Krippe zu. Ihr Programm beginnen sie mit einem stilvollen A-cappella-Stück, einem „Ave Maris Stella“ mit einer Melodie aus dem 12. Jahrhundert. „Ave the Angel sang“ beginnt mit sanften Gitarrenklängen von Martin Reuß zum Gesang von Sopranistin Laux. Karolina Bledowska greift das Thema auf der Violine auf, und die Oboe von Ulrike Jordan antwortet wie ein Echo.

Im nächsten Titel tritt der Gesang etwas in den Hintergrund. Die Melodie liegt in der Oboe, und Joey Becker hat ein Solo auf der Bass-Gitarre. Bei einem munter-rhythmischen Traditional aus England spielt Ute Jordan auf dem Akkordeon. Dann trägt Dorothee Laux den Text „Ich denk’, es war ein gutes Jahr“ von Reinhard Mey vor.

Wer hätte gedacht, dass die eigenwillige Instrumentierung Gitarre, Bass, Geige, Oboe, zwei Stimmen und Perkussion (Assen Haydutow) zu Claudio Monteverdis „Zefiro“ passen? Amaryllis erbrachte sehr eindrucksvoll den Beweis dafür. Karolina Bledowskas Violine zum weichen Mezzo von Nadja Jamiro, dann im Kontrast dazu der jubilierende Sopran von Dorothee Laux zum Klang der Oboe, gefolgt von zweistimmigem Gesang und schließlich alle Instrumente gemeinsam – ein tolles Arrangement!

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, leitete Laux die folgenden Lieder über Schnee ein. „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ erklang mit in jeder Strophe wechselnder Instrumentierung. Dass auch die Instrumentalistinnen stimmlich sehr gut sind, bewiesen sie mit einem vierstimmigen Vokalsatz einer traditionellen Weise aus Bulgarien, die Assen Haydutow auf der Djembe begleitete. Eine lustige Geschichte vom „Upside down Christbaum“ lockerte das Konzert auf. Gibt es tatsächlich Versuche, Nordmanntannen aus Platzgründen von der Decke hängend zu züchten? Schauspielerisches Talent bewiesen die beiden Sängerinnen im Dialog von Johannes Brahms’ „Wie komm ich denn zur Tür herein“. Bei „Engel haben Himmelslieder“, vorgetragen in Englisch, Französisch und Deutsch, durfte das Publikum „Gloria in excelsis Deo“ mitsingen, was vorzüglich klappte. Das Ensemble lud daraufhin alle ein, bei ihrer nächsten Weihnachts-CD als Background-Chor mitzumachen.

In eine völlig andere Stimmung versetzte ein finnisches Weihnachtslied, bei dem Jamiro zum Klang der Violine sang. „Thankful“ begann und endete jeweils mit einer kleinen Melodie auf einer Kalimba. Stimmungsvoll verabschiedeten sich die sympathischen Musiker mit „O du stille Zeit“. Nach langem Applaus bedankten sich die Künstler mit dem bekannten „Viva la vida“ der Popgruppe „Coldplay“ in einer sehr ruhigen Variante.

(amu)
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