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Ensemble Amaryllis: Klassik, Pop und Folk

Eine einzigartige Atmosphäre herrschte beim postweihnachtlichen Konzert des überaus beliebten Ensembles Amaryllis in der Diezer St.-Peter-Kirche. Der große Ansturm und der starke Applaus waren mehr als ein Dankeschön für ein großartiges Konzert.
Foto: Rolf Kahl
Diez. 

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, braucht eine sehr spezielle Pflege, damit sie jedes Jahr in der Winterzeit ihre prächtigen Blüten öffnet und damit ihre Besitzer mit Glücksgefühlen erfüllt. Ganz ohne pflegendes Zutun sorgt alljährlich eine ganz besondere Art der Amaryllis in der Diezer St.-Peter-Kirche für Glücksgefühle. Traditionell laden die Sängerinnen und Musiker des Ensembles Amaryllis – nachweislich keine subtropischen Zwiebelblumen – in die hoch über der Lahn gelegenen Kirche ein, um bei ihren Konzerten jene Stimmung einzufangen, die eine Mischung aus wehmütigen Weihnachtsgefühlen und dem Wunsch nach Frische, nach etwas Neuem im angelaufenen Jahr darstellt.

Alte und neuen Lieder

Das Parkplatzangebot rings um die Kirche war am vergangenen Sonntagabend schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn restlos erschöpft und die Kirchenbänke mit rund 300 Besuchern, darunter vielen Stammgästen und Fans von Amaryllis-Konzerten, überfüllt. Sie alle warteten auf das Programmangebot, das das Quintett für ihr unter dem Motto „War denn schon Winter . . .?“ stehendem Konzert mit nach Diez gebracht hatten.

Eines vorweg: Zwar war die zum Ensemble zählende Mezzosopranistin Nadja Jamiro aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig ausgefallen, doch Dorothee Laux (Sopran), Ulrike Jordan (Oboe/Akkordeon), Martin Reuß (Gitarre), Joey Becker (Bassgitarre) und Assen Haydutov (Perkussion) waren auch ohne Nadja in der Lage, das Publikum mit einem Querschnitt aus alten und neuen Liedern ihres reichhaltigen Repertoires zu begeistern. Hierbei umspannte der Bogen vielschichtige Kompositionen, teils klassisch, teils folkloristisch, aber auch poppig-jazzig querbeet durch viele Sprachkreise und Jahrhunderte.

Mit der Mischung aus Anekdoten, Klassik, Folklore, Pop, Jazz und Improvisation sowie gefühlvoll dargebotenen Weihnachtssongs kreierten die Musiker in der mit Hunderten von Kerzen illuminierten Kirche wieder eine einzigartige Atmosphäre. Und Amaryllis wären nicht Amaryllis, würden sie ihre Konzerte nicht aufregend frisch und auf kluge Weise unkonventionell gestalten. Dorothee Laux bettete das musikalische Programm in erklärende Texte und Geschichten ein und regte somit zum Nachdenken oder Schmunzeln an. Obwohl die Besetzung kammermusikalisch anzusiedeln ist, erklang das Ensemble auch wieder besonders vielfarbig. Ganz besondere Arrangements sollten durch die Kirche klingen – und versetzten selbst Jazzfreunde in postweihnachtliche Swing-Stimmung.

So wie die fünf Künstler das sorgsam ausgewählte Gesamtprogramm zusammengestellt hatten, gepaart mit der schlichten, nicht auf Äußerlichkeiten Wert legenden Art ihres Vortrages, garantierten sie einen Nachmittag mit Musik- und Gesangskunst vom Allerfeinsten. Sie waren so glänzend aufeinander eingestellt, dass es ein Atmen, ein Denken, ein Fühlen zu sein schien. Mit langanhaltendem Applaus belohnte das begeisterte Publikum fünf Amaryllis-Blüten, die mit Sicherheit auch in zwölf Monaten wieder in St. Peter erblühen werden.

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