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Umfangreiche Sanierungsarbeiten: Klettergarten in Hahnstätten soll sicherer werden

Stein und Geröll haben sich gelöst, der Felsen weist Risse auf: Der Klettergarten „Hirschel“ des Turnvereins (TV) Hahnstätten muss dringend saniert werden.
Vereinsvorsitzender Walter Heil begutachtet das Aufbringen eines Netzes an der „Keulenliesel“ (Route 8). Foto: Christopher Kahl Vereinsvorsitzender Walter Heil begutachtet das Aufbringen eines Netzes an der „Keulenliesel“ (Route 8).
Hahnstätten. 

Seit einigen Tagen ist ein Team des Lahnsteiner Fachbetriebs Felsbau Schneider im Klettergarten „Hirschel“ damit beschäftigt, in der vom TV Hahnstätten betriebenen Sportstätte (ehemaliger Steinbruch von Schaefer Kalk) den Hang an den Felswänden zu räumen. Loses Geröll und Gestein werden beseitigt, ebenso der Baumbewuchs, der den Fels schädigt. Netze gegen Steinschlag werden installiert. Diese Arbeiten werden voraussichtlich auch noch zwei bis drei Wochen andauern.

„Nicht aufschiebbar“

„Die Maßnahmen waren nicht mehr aufschiebbar, um den Kletterbetrieb im Hirschel auch zukünftig auf allen eingerichteten Routen anbieten zu können“, erklärt der Vereinsvorsitzende Walter Heil. Nachdem bereits vor zwei Jahren verstärkt Steine abgegangen worden waren und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte, hatte ein Gutachter einen beträchtlichen Teil der 21 Routen für nicht begehbar erklärt. Sie wurden mit Gittern und Trassierbändern abgesichert. Dies führte im vergangenen Jahr zu einem Rückgang des Kletterbetriebs von fast 50 Prozent, da sich unter den gesperrten Routen vor allem eine ganze Reihe der anspruchsvollsten Strecken befanden.

„Im Hirschel, der durch seine Einzäunung als Sportstätte gekennzeichnet ist, sind im Laufe der Jahre 21 Routen der Schwierigkeitsgrade drei bis neun eingerichtet worden“, erläutert Rita Muth, ebenfalls im Vorstand des TV. „Die jetzt durchgeführte Maßnahme kostet den Verein richtig Geld“, so Walter Heil, der von einem Betrag im „unteren fünfstelligen Bereich“ spricht. Bei der Finanzierung des Projektes freute sich der Verein über eine Finanzspritze der Firma Schaefer Kalk. Zudem sind Zuschüsse vom Sportbund und vom Land beantragt.

Bislang waren die Verantwortlichen beim TV Hahnstätten immer davon ausgegangen, dass vor allem eindringendes Wasser den Fels brüchig gemacht hat. Hinter der obersten Wand befindet sich eine Mulde, in der sich Wasser sammelt, das dann in den Fels eindringt. Nach den Erkenntnissen des Gutachters und auch nach den Aussagen der jetzt beschäftigten Facharbeiter sind aber auch Mikrorisse – verursacht durch die früheren Sprengungen – und das Wurzelwerk zahlloser in den Felswänden wachsender Bäume Auslöser der Brüchigkeit des Felsens.

„Wir als Betreiber sind verpflichtet, sämtliche Einrichtungen in unserem Klettergarten regelmäßig auf ihre einwandfreie Funktion und die absolute Sicherheit zu überprüfen. Dies geschieht durch die erfahrensten Mitglieder unserer Kletterabteilung, insbesondere vor Eröffnung der Saison“, so Walter Heil. Vor jedem Saisonbeginn wird zudem der Fels auf loses Gestein geprüft, und im Zyklus von drei Jahren wird die Gesamteinrichtung durch einen unabhängigen Sachverständigen abgenommen.

(ckb)

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